Historische Blickfänge auf vier Rädern

Anne-Kristin Freyer

Von Anne-Kristin Freyer

Fr, 07. September 2018

Staufen

37 Morgan-Oldtimer waren auf Tour durch den Südlichen Breisgau, mit Stop in Staufen.

STAUFEN-WETTELBRUNN (fry). Keines ist exakt wie das andere, dennoch sind sie auf den ersten Blick als Angehörige einer Familie zu erkennen: die Sportwagen der Marke Morgan. 37 Exemplare dieser legendären Autogattung bewegten sich kürzlich mit 67 Fahrern und Beifahrern durch den Südschwarzwald. Wir trafen sie bei einer Mittagspause im Weingut Löffler in Staufen-Wettelbrunn.

Einer nach dem anderen rollen sie auf den Parkplatz des Anwesens zwischen Grunern und Ballrechten-Dottingen, die offenen Gefährte mit ihrem typischen tiefen Einstieg. Einige haben sich ein wenig verfahren und eine Ehrenrunde durchs Dorf gedreht – macht nichts, man fährt ja schließlich kein Rennen, sondern bewegt sich in gemütlichem Tempo, um möglichst viel von der malerischen Landschaft mitzubekommen. Das ist die Grundidee von "Morgan & Friends", wie sich dieser vor rund drei Jahren gegründete Freundeskreis nennt: Gemeinsames Kennenlernen schöner Gegenden und all dessen, was sie an Natur, Kultur und Wissenswertem zu bieten haben. Die Gruppe erfreut sich offenbar einiger Beliebtheit, denn der Einladung der Rallye-Organisatoren Gian Clavadetscher und Ralph Burget folgten auch Mitglieder der Morgan-Szene aus Lübeck, aber auch Fahrer aus anderen Teilen Deutschlands sowie aus Luxemburg waren dabei. Dabei bietet sich ihnen die Gelegenheit, bei Ausflügen sehenswerte Gegenden zu erkunden. Viele bewundernde Blicke dürften den gemächlich durch die Gegend fahrenden "Morgan & Friends" gefolgt sein, versprüht doch dieser Wagentyp den unverwechselbaren Charme der 1930er Jahre, und das auch in seinen modernsten Versionen.

Mit dem Ziel Südschwarzwald waren alle Teilnehmer hoch zufrieden, wie sie immer wieder betonten. Von Schluchsee aus hatten sie bereits mehrere Touren unternommen, so zum Vitra Design Museum in Weil, nach St. Blasien und zum Scholerhof im Gallenweiler, dessen Chefin Iris Krader den Kontakt mit dem Weingut Löffler hergestellt hatte und nun die Gelegenheit nutzte, den auf ihrem Hof destillierten Gin zu präsentieren. "Zum Fahrspass durch schöne Landschaften unserer Regio", erklärten die beiden Organisatoren, "gehört das Kennenlernen ihrer Kultur und Besonderheiten, nicht zuletzt der kulinarischen Seite". Deshalb habe man sich gerade in diesem Punkt sehr sorgfältig vorbereitet.