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28. Januar 2011

Küsse für die Stadträtin

Elisabeth Battke verlässt den Staufener Gemeinderat.

  1. Verabschiedung Elisabeth Battke Foto: Ute Wehrle

  2. Karola Biewer-Block Foto: privat

STAUFEN. Elisabeth Battke wurde auf eigenen Wunsch aus dem Staufener Gemeinderat verabschiedet. 26 Jahre gehörte sie dem Gremium an. "Ihr Ausscheiden bedauern wir sehr, aber alles hat seine Zeit", sagte Bürgermeister Michael Benitz zum Abschied der ULS-Stadträtin.

Elisabeth Battke zog 1980 – damals für die FDP – mit 637 Stimmen erstmals in den Gemeinderat ein. 1984 trat sie dann für die Freien Wähler an und erhielt 1302 Stimmen. Zwar hatte sie 1989 den Einzug in den Gemeinderat knapp verpasst, doch als sie 1994 – dieses Mal für die ULS – kandidierte, erhielt sie 1126 Stimmen, fünf Jahre später 1063 Stimmen und 2004 1417 Stimmen. In diesem Jahr erhielt sie auch die Ehrennadel des Gemeindetags Baden-Württemberg für 20-jährige Mitgliedschaft im Gemeinderat. Bei den jüngsten Kommunalwahlen 2009 wurde sie schließlich mit 1817 Stimmen bestätigt. "Man könnte sagen, dass es unter mir als Bürgermeister stetig aufwärts ging", kommentierte Benitz diese Statistik.

Elisabeth Battke setzte sich nicht nur am Ratstisch für die Belange der Stadt Staufen ein, sondern war auch in anderen Ehrenämtern engagiert – unter anderem bei der Staufener Tafel, beim Verein Stadtbild, in der Senioren- und und Jugendarbeit, bei den Stubenhauskonzerten. Verdient gemacht habe sie sich auch um den Bolzplatz, für den sie den Schließdienst übernommen hat, so Benitz.

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Beliebt und anerkannt, zuverlässig, hilfsbreit und ausgleichend sei die scheidende Stadträtin, so der Bürgermeister. Am Ratstisch gehörte sie eher zu den ruhigeren Vertretern. "Aber wenn sie was zu sagen hatte, hat man darauf gehört." Die Stadt sei Elisabeth Battke für ihre Arbeit zu großem Dank verpflichtet.

Geschenke gab’s nicht nur von der Verwaltung, sondern auch von ihren Fraktionskollegen. Es sei ein trauriger Abschied, meinte Ulrich Wüst. Denn wer so lange wie Elisabeth Battke im Gemeinderat gewesen sei, müsse in seinem Wesen einfach ausgeglichen und friedensstiftend sein.

"Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten," zitierte Elisabeth Battke schlicht Oscar Wilde. Sie scheide mit einem lachenden und weinenden Auge. Denn es sei schon etwas ganz Besonderes, dass im Staufener Gemeinderat ein gutes Verhältnis zwischen allen Fraktionen herrsche.

Es sollten die letzten Worte der Stadträtin an diesem Abend gewesen sein: Elisabeth Battke überließ nach vielen Umarmungen und guten Wünschen den gewohnten Platz am Ratstisch ihrer Nachfolgerin Karola Biewer-Block, nachdem diese von Bürgermeister Benitz in ihr Amt verpflichtet worden war.

Autor: Ute Wehrle