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17. Juli 2009

Musikalischer Ausflug in den Dschungel

Sinfonieorchester, Chöre und Musikklassen des "Faust-Gymnasiums" erfreuen mit Sommerkonzert

STAUFEN. Eine schöne Idee, das Schuljahr mit einem Sommerkonzert musikalisch abzuschließen – zumal das Faust-Gymnasium in dieser Hinsicht mit enorm viel zu bieten hat.

Teile des Programms des Faust-Sinfonieorchesters (Leitung Kerstin Bögner) – Stücke aus Mendelsohns "Sommernachtstraum" – konnte man bereits beim Familienkonzert hören. Mit der Filmmusik "Lord of the Rings" von Howard Shore zeigten sie eine ganz neue Facette ihres Könnens auf, was mit frenetischem Beifall belohnt wurde. Den bekam auch der FaustChor (Leitung Gabriele Stannat-Deissler) für seine höchst unterhaltsamen und choreografisch untermalten Beiträge. Hinreißend war die halbszenische Aufführung des Unterstufenchors mit dem Chormusical "Die Dschungelverschwörung" von Elisabeth Theisohn, die zugleich die Leitung innehatte. So bewegend wie bewegt präsentierten die Kinder Stücke von Swing über Rap und Pop zu Habanera, die von Verstrickungen und Intrigen erzählen, die jede Gesellschaft zum Dschungel machen.

"Feuerwerksmusik" und "Quantanamera"

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Überaus drollig war der Einmarsch der Musikklasse 5c zum Elefantenmarsch aus dem "Dschungelbuch", aus dem sie noch zwei weitere Stücke präsentierten (Leitung G. Stannat-Deissler, E. Theisohn, FG, und Dominik Ullrich, JMS). Sie sind die jüngeren der beiden Musikklassen am "Faust", die durch eine Kooperation mit der Jugendmusikschule ins Leben gerufen wurden. Die Musikklasse im 2. Jahrgang, also aus der 6. Klasse, zählt schon zu den Fortgeschrittenen (Leitung. E. Theisohn, Destine Traute, D. Ullrich). Sie glänzten mit sehr unterschiedlichen Stücken wie der Filmmusik aus "Mission impossible", der "Feuerwerksmusik" von G. F. Händel und dem wohlbekannten "Guantanamera".

Dabei ist es nicht leicht, die unterschiedlichen Voraussetzungen der Beteiligten unter einen Hut zu bringen. Die einen können schon etwas aus der Grundschule, mit der die Jugendmusikschule gleichfalls den Musikunterricht organisiert, andere fangen im Gymnasium erst mit dem Instrumentalunterricht an. Wieder andere haben längst Einzelinstrumentalunterricht. Diese graduellen Unterschiede werden dadurch ausgeglichen, dass man individuelle Einteilungen in Gruppen vornimmt. Hierfür können die Lehrer auf kein Lehrwerk zurückgreifen, was bedeutet, dass sie sehr viel in Eigenarbeit entwickeln und aufbauen müssen. Doch wird dieses Modell mit Sicherheit "Schule machen", denn diese Musikklassen bilden für die Kinder regelrechte "Inseln" im Unterrichtsalltags, auf denen sie einen ganz neuen Zugang zu Lehrinhalten bekommen können, der erwiesenermaßen wiederum eine hervorragende Ergänzung zu den anderen Fächern bedeutet.

Autor: Friederike Zimmermann