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04. März 2010 16:28 Uhr

Quälerei

Polizei klärt Fälle von Tierschändung auf

Für Entsetzen haben 2009 zwei Fälle von Tierschändung in der Region gesorgt. Zwei Stuten und eine Ziege wurden an den Genitalien verstümmelt. Jetzt konnte die Polizei den Täter ermitteln.

Der Täter schlug am hellichten Tag zu: Im Oktober 2009 hatte ein Tierquäler eine Stute und eine Ziege auf einem nicht bewohnten Reiterhof in Schallstadt-Mengen angegriffen. Er verletzte beide im Bereich der Genitalien und die 15 Jahre alte Stute auch am Auge. Nur wenige Tage später kam es zu einem Übergriff auf einer Weide bei Staufen, ebenfalls sexuell motiviert, bei der erneut ein Pferd an den Genitalien verletzt wurde.

Die Polizei hatte recht schnell einen 39 Jahre alten Mann ins Visier genommen. Bei den Ermittlungen sowohl rechts als auch links des Rheins wurde bekannt, dass gegen ihn bereits Verfahren wegen Tierquälerei anhängig waren. Das teilte die Polizei nun mit.

Knopf bringt Aufklärung

Zu den Tatorten gelangte der Mann mit einem roten Auto mit dem Departement-Kennzeichen für "Haut Rhin", Ziffer 68. Nach diesem hatte die Polizei mehrfach gefahndet. Nach der Tierquälerei in Mengen wurde von der Polizei bei der Spurensicherung zudem ein auffallender Knopf sichergestellt. Es handelte sich dabei um einen seltenen Knopf, wie er unter anderem an Lodenjacken verwendet wird. Ein solcher wurde jetzt im Rahmen einer richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung beim Tatverdächtigen in dessen Wohnung im Elsass sichergestellt.

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Wie die Polizei mitteilt, wurde bei den Ermittlungen ebenfalls bekannt, dass der Tatverdächtige seit März 2008 bis in den Februar 2010 hinein, ununterbrochen Bezüge aus dem ALG II bezog. Derzeit wird geprüft, ob der Tatverdächtige überhaupt ein Anrecht auf Sozialleistungen hatte. Zur Prüfung dieses Sachverhaltes wurde die zuständige Behörde eingeschaltet.

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Autor: bz