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30. Juli 2010

Regen beendet Schulausflug

Schlechtes Wetter macht "Faust-Challenge" einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

  1. Enttäuscht: Das Organisationsteam von der eigens für den Schulausflug gegründeten Schülerfirma „Faust-Challenge 2010“. Foto: Anne Freyer

STAUFEN. Als der SWR3-Bericht über "Faust-Challenge"am Abend des zweiten Tages über den Bildschirm flimmerte, war schon alles gelaufen: Wegen schlechten Wetters und noch schlimmerer Prognosen hatte die Veranstaltung abgebrochen werden müssen.

Dabei hatte der "Schulausflug" des Faust-Gymnasiums so gut angefangen: 315 Schüler aller Altersstufen, Betreuer und Lehrer hatten sich von der Schule aus auf die Wanderung zum Gewerbepark Breisgau gemacht. Dort erwartete sie ein buntes Programm mit Verpflegung, Unterhaltung und "Challenge": Eine Mischung aus sportlicher Herausforderung und Spaß, die ein auf solche Anforderungen spezialisiertes Team zusammengestellt hatte. Angeboten wurden außer Bogenschießen und Laufwettbewerben Geschicklichkeits- und Konzentrationsübungen, bei denen nicht nur der Einzelne, sondern die Zusammenarbeit großer Gruppen im Team gefragt waren.

Und dann kam das Unwetter, nach einer ersten Nacht in den 22 Zelten, davon 17 vom DRK, die 15 bis 20 Personen Raum boten. Heftiger Regen setzte ein, und Schlimmeres kündigt sich an: Laut Auskunft von Wetterstationen und Flugplatztower waren Stürme mit Gewitter und Hagel vorausgesagt. So schlimm kam es dann doch nicht, aber der Regen blieb, auch noch am nächsten Tag. Insofern erwies sich die Entscheidung zum Abbruch als die richtige.

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Nasse und enttäuschte Kinder und Jugendliche trafen nach und nach in Bussen bei der Schule ein, eineinhalb Tage vor Ende des dreitägigen Schulausflugs. Wer Lust dazu hatte, konnte als Trost Jules Vernes "Reise um die Welt in 80 Tagen" anschauen, aber die meisten zog es nach Hause.

Enttäuscht war auch das 15-köpfige Organisationsteam, kenntlich an den schwarzen T-Shirts mit dem Aufdruck "Faust-Challenge 2010". Nach einer Idee von Thomas Hotz, dem Hauptorganisator, war eigens eine Firma gegründet worden, um einen möglichst realistischen Ablauf eines solchen Unternehmens auch unter ökonomischen Gesichtspunkten zu üben. Ein Jahr lang hatten die 15 jungen Firmenangehörigen Pläne entwickelt, Unterstützer gesucht und die Aufgabenfelder verteilt.

Vorbild für diesen Schuljahrabschluss war das mehrtägige Fest, das die Schlossschule Salem jedes Jahr zu veranstalten pflegt. Um die Idee bekannt zu machen, hatte man den ehemaligen Leiter des Internats, Bernhard Bueb, nach Staufen eingeladen, der denn auch einen Abend lang das Konzept erläuterte, damit allerdings, wie sich die 15 Macher erinnern, wenig Resonanz fand. Auch sei es nicht leicht gewesen, Sponsoren zu finden; letzten Endes hätten aber doch noch einige Firmen und Institutionen als Unterstützer gewonnen werden können.

Stefan Wiesler und Markus Zinkstein waren für die Kommunikation mit den Eltern und für die Sicherheit verantwortlich. Auf Wunsch der Eltern war denn auch eine "Personal-Security"-Firma auf dem Gelände im Gewerbepark eingesetzt. Die Pressearbeit oblag David Muschalla, während Melanie Burkhardt für die Finanzen und den Kiosk zuständig war und weiterhin ist. Sie und ihre Mitstreiter werden sich wohl noch eine Weile damit beschäftigen müssen, wie mit der veränderten finanziellen Situation umzugehen ist.

Würden sie, trotz aller Schwierigkeiten und des unerwarteten vorzeitigen Endes, im nächsten Jahr wieder so etwas auf die Beine stellen wollen? "Unbedingt, keine Frage," darin waren sich alle einig, zumal man ja jetzt aus dieser Erfahrung lernen und manches besser machen könne. Und bei den Kindern komme so etwas auf jeden Fall gut an, wie sich jetzt bereits gezeigt habe.

Autor: Anne Freyer