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21. November 2009

Schillernde Meisterklasse

Malergeselle Alexander Riesterer aus Staufen räumt im Maler- und Lackiererhandwerk bundesweit erste Preise ab.

Freude schöner Götterfunken – das Schillerjahr brachte Malergeselle Alexander Riesterer Erfolg. Schiller und das Malerhandwerk? Doch, für Alexander Riesterer passt das zusammen: "Ich hatte die Aufgabe, ein Museums- entrée zum Schillerjahr zu gestalten, und zwar beim Landeswettbewerb der Freiburger Kammersieger der Maler- und Lackiererinnung", erklärt der 20-jährige Champion aus Staufen.

Als Bester von 40 Anwärtern der Freiburger Innung machte er das Rennen. Die Freude war groß im Malerfachbetrieb von Albin und Lioba Riesterer im Gewerbegebiet Gaisgraben: "Alexander hatte schon immer Ehrgeiz und ein kreatives Händchen, er legt großen Wert auf Präzision", bescheinigt ihm seine Mutter Lioba Riesterer. Auch in der Freizeit beschäftigt sich der Malergeselle, der bereits im elterlichen Betrieb ausgebildet wurde, mit der Materie. Stets ist er auf Trendsuche, stöbert in Fachliteratur und im Internet nach neuen Techniken. "Mit der Recherche allein ist es aber nicht getan", erklärt Alexander Riesterer, "denn es geht darum, Neuheiten zu finden, die auch praxistauglich und dann für den Kunden noch bezahlbar sind."

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Riesterers Erfolgsserie begann in diesem Jahr im Sommer. Nachdem er die Gesellenprüfung als Bester von 40 Kandidaten der Innung in Freiburg absolviert hatte, ging es weiter. Denn damit hatte er die Qualifikation für den Kammerwettbewerb in der Tasche. Er stellte sich mit vier Mitbewerbern der Handwerkskammer Freiburg den Juroren in Lahr. Ebenfalls mit Erfolg, wieder wurde er Erster – und er ließ nicht locker. Weiter ging’s nach Stuttgart zur Herausforderung auf Landesebene.

Acht Handwerkskammern schickten ihre Innungsbesten in der Meisterschule der Landeshauptstadt an den Start. Sieger: Alexander Riesterer aus Staufen. Zum dritten Mal stand er ganz oben auf dem Treppchen. Kaum war der Jubel im heimischen Gaisgraben verklungen, machte sich der ambitionierte Malergeselle auf den Weg nach Hamburg. Dort räumte er schließlich unter 13 Kandidaten aus 16 deutschen Bundesländern den zweiten Platz ab. In Düsseldorf trat er vergangenen Mittwoch an, beim Meister-Casting-Finale im Henkel-Werk. 20 Kandidaten stellten sich der Jury in Theorie und Praxis. Fünf Weiterbildungspreise á 5 000 Euro winkten als Trophäen. Erneut stand Alexander Riesterer am Abend bei der Prämierung auf der Gewinnerseite.

Fünf Siegerurkunden hat er in vier Monaten eingeheimst. Außerdem ist mit den Auszeichnungen die weitere berufliche Förderung verbunden. Jetzt geht es für Riesterer zunächst einmal an die Vorbereitungen für den Meister, aber auch das Kräftemessen auf europäischer Ebene hat er schon im Blick und findet: "Es wäre toll, wenn ich die Chance dazu bekäme."

Autor: sam