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19. März 2009
Sozial und integrativ
Hardware-AG am Faust-Gymnasium gibt in der Sparkasse einen Einblick in 25 Jahre Tüftlerschmiede.
STAUFEN. Mikrochips, die Blinden Sicherheit geben, Sekundenschlaf am Steuer bekämpfen oder Apnoikern einen erholsamen Schlaf ermöglichen, kommen aus der Tüftlerschmiede von Diplom-Physiker Winfried Sturm. Bis zum 2. April können die Erfindungen und die dazugehörigen Wettbewerbsmedaillen in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Staufen-Breisach in Staufen bewundert werden. Anlass sind 25 erfolgreiche Jahre, auf die das Team der Hardware-AG (HAG) am Faust-Gymnasium stolz zurückblickt.
Entsprechend honorig bestückt erwies sich die Vernissage zu der hochkarätigen Ausstellung, die den sozialen Brückenschlag zwischen High-Tech und gebotener Mitmenschlichkeit vollzieht. Verfolgt wird der Anspruch, praxisorientiert zu forschen mit dem Ziel, etwas Sinnvolles für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zu tun. Möglich wäre ferner eine lokale Datenerfassung zu der Staufener Riss-Problematik mit der Erdbeben-Messstation.Das bedeutende Jubiläum und die Ergebnisse innovativer Schaffenskraft honorierte Sparkassenvorstand Georg Selinger mit 1000 Euro. Die Ausstellung verknüpfe Schule, Anwendung und Finanzierung, interpretierte er, und passe deshalb in die Sparkasse. Die Problemlösungen sah er im sozial-integrativen, aber auch im technischen Bereich angesiedelt. Darüber hinaus wurden so in einem Vierteljahrhundert fast 250 Schülerinnen und Schüler an zukunftsfähige technische Berufe herangeführt. Das alles sei bei der Industrie auf große Resonanz gestoßen, so Selinger, vielfach ausgezeichnet und von verschiedenen Medien mehrfach aufgegriffen worden.
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Glückwünsche dazu überbrachte Landrätin Dorothea Störr-Ritter. Heute zuständig für acht Kreisgymnasien, hatte sie bereits vor zehn Jahren als Bundestagsabgeordnete erstmals die HAG-Kaderschmiede besucht und war beeindruckt. "Bildung und Ausbildung ist ein wichtiges Ziel und Gut", formulierte sie. Dabei sei die Schule das eine, wandte sie sich an Schulleiter Hans-Joachim Kraus, und die Inhalte das andere, stimmte sie mit dem anwesenden Schulpräsident Siegfried Specker überein. Glücksfall sei da eine Persönlichkeit wie Winfried Sturm, die aus dem "menschlichen Kapital herauskitzelt, was möglich ist", so die Landrätin.
Sturm setze seine Energie ein für Schüler und Ideen, verfüge über die gebotene Strenge und Disziplin, aber auch über die Fähigkeit, Jugendliche zu begeistern und ihnen den nicht immer einfachen Weg zum Erfolg zu weisen. Das durchstrukturierte Team arbeite in Sachen Nachhaltigkeit wie ein Unternehmen, analysierte Störr-Ritter. Bei der Gründung vor 25 Jahren habe die Naturwissenschaft noch nicht das beste Umfeld gehabt, wusste sie. Umso mutiger sei der Schritt gewesen, der sich nun auszahle. Wenn sich etwas so lange halte, habe es eine hohe Wertigkeit, war sie überzeugt.
Winfried Sturm bewies bei seiner Einstimmung auf die Ausstellung nicht nur ein sensorisches Feeling für Bedürfnisse von unterrepräsentierten Randgruppen und Marktlücken, sondern auch für magische Einlagen. So stellte er dem Sparkassen-Geldsack einen Einstein’schen Energiesack gegenüber, den er verzauberte mittels Kreativität, Missdirektion und Beobachtungsgabe. Fähigkeiten, die man auch beim Forschen brauche, wie er betonte. So hatten denn auch die Vorstellung und die Ausstellung eines gemeinsam: Sie verblüfften.
Autor: Sabine Model
