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13. August 2011

Stechls Standgericht

Zwetschgenkuchen mit Quark-Öl-Teig

Zwetschgen, gut gebettet: Quark-Öl-Teig ist unkomplizierter als Hefeteig - und auch nach zwei Tagen noch in tadellosem Zustand.

  1. Auch für Backanfänger geeignet: Zwetschgenkuchen mit Quark-Öl-Teig Foto: stechl

Wenn ein Teig so kinderleicht zubereitet werden kann wie dieser, dann wage auch ich mich ans Backen. Dass aus den Hauptzutaten Quark und Mehl überhaupt ein tadelloser Kuchenteig entsteht, finde ich schon mal erstaunlich. Und dass dieser dann auch noch ausgesprochen robust ist und sehr gut schmeckt, macht alles nur noch besser. Er ist viel einfacher und schneller zusammengerührt als etwa ein Hefeteig. Als Basis für einen Zwetschgenkuchen eignet er sich vorzüglich.

Von einer Bio-Zitrone wird Schale abgerieben, etwa ein Teelöffel voll. Hierzu ein Küchentipp. Wenn man eine dieser modernen Küchenreiben hat, die aussehen wie eine Feile, dann hat man kein Problem, denn von diesen lässt sich die abgeriebene Zitronenschale leicht abnehmen.

Wer jedoch nur über ein Alt-Modell verfügt, also eine dieser halbrunden Reiben mit spitzen Zacken, muss den Abrieb mühsam zwischen diesen Zacken heraus kratzen und dann bleibt immer noch die Hälfte dazwischen hängen. Die Abhilfe ist recht einfach: man legt ein Butterbrotpapier straff auf die Reibe, dann reibt man los, die Zacken bohren sich sofort durchs Papier, und wenn man genug abgerieben hat, muss man nur das Papier vorsichtig von der Reibe abheben. Die abgeriebene Schale ist auf dem Papier und nicht zwischen den Zacken, und mit dem Messerrücken lässt sich alles im Handumdrehen und verlustfrei vom Papier herunterschaben.

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Zurück zu unserem Teig: Den Quark in ein Sieb geben und kurz abtropfen lassen. Als erstes werden nun die zimmerwarme Butter, Quark, Öl, Milch, Zucker, Vanillezucker und die abgeriebene Zitronenschale in eine Schüssel gegeben. Mit dem Handmixer wird alles zu einer glatten, homogenen Masse zusammengerührt. Dann werden Mehl und Backpulver vermischt, über diese Masse gesiebt und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verknetet.

Nun wird der Teig ausgewellt, nicht zu dünn, nicht zu dick, und damit wird der leicht eingefettete Boden einer Springform belegt. Die Masse reicht für eine Form mit 26 oder 28 Zentimetern Durchmesser aus. Aus den Resten wird ein Rand geformt.

Nun geht es ans Belegen. Die Zwetschgen haben wir entsteint und halbiert, am besten so, dass sie an einer Seite noch zusammenhalten. Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt, dann sieht es so schön aus wie auf dem Foto. Ganz zum Schluss wird noch mit etwas Zimtpulver vermischter Zucker darüber gestreut, je nach Süße der Früchte rund zwei gehäufte Esslöffel. Der Kuchen kommt in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen, mittlere Einschubleiste. Nach rund 45 Minuten ist er fertig. Einen Teil habe ich zwei Tage aufgehoben. Auch danach war der Kuchen noch tadellos, der Teig ist also sehr robust.

Dieser Teig ist auch eine prima Grundlage, wenn man ihn mit etwas Herzhaftem belegen möchte. Dann lässt man den Zucker weg, und dafür kommt ein Teelöffel Salz in die Masse. Ich habe den ausgewellten Teig auf ein Backblech gelegt und mit Gorgonzola und ein paar Kräutern belegt. Nach einer halben Stunde im Backofen hatte ich ein herzhaftes Stück zum Knabbern.
Einkaufszettel für eine Kuchenform
(26 bis 28 Zentimeter Durchmesser):
Teig: 25 Gramm zimmerwarme Butter, 90 Gramm halbfetter Quark, 3 Esslöffel eher neutral schmeckendes Öl, zum Beispiel Sonnenblumenöl, 2 Esslöffel Milch, 50 Gramm Zucker, 1 Esslöffel Vanillezucker, 200 Gramm Mehl, ein halbes Päckchen Backpulver, abgeriebene Zitronenschale.
Belag: ein Kilogramm Zwetschgen, Zucker, Zimt.






Autor: Hans-Albert Stechl