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14. Februar 2010 16:18 Uhr
Brauchtumsabend der Waldgeister Stegen
Dorftratsch, flotte Tänze und fetzige Musik
Vom Narresome bis zum Neubürger war alles vertreten beim Brauchtumsabend der Waldgeister Stegen in der Sommerberghalle, an dem auch die Georgs Schalmeien aus Freiburg-St. Georgen unerwartet auftauchten,
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Stets ein Höhepunkt des Brauchtumsabend – „Neubürger“ Bernd Hug Foto: monika rombach
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Das nächste Fußball-„Sommermärchen“ wirft bei den Stegener Waldgeister-Minis seine Schatten voraus. Foto: monika rombach
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Bläserdurst – Waldgeisterchef Alexander Kranzer (rechts) schaffte dankend Abhilfe. Foto: monika rombach
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Chic, schwungvoll und charmant – „Royal Flash” der Aerobic-Gruppe des Sportvereines Stegen Foto: monika rombach
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Tanzend durch die Berge – Herzenslust der Wanderzwerge Foto: monika rombach
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Schaurig schräges Debut des Frauen-Blasorchesters Foto: monika rombach
STEGEN (nar-ro). Aus großen Augen tanzender Mini-Drippler auf der Bühne blitzte die Vorfreude auf "Das nächste Sommermärchen" (des Fußball-WM-Jahres) auf. In kunterbunten Fußballerhemden legte die Schar des Waldgeister-Nachwuchses ansteckend seinen Tanz auf die Bretter der Bühne.
Hexenroter Anzug über teuflisch schwarzem Hemd – so hob sich Zunftvogt Alexander Kranzer, wortreicher Moderator und Zelebrator der Hallenfasnet, aus dem grün-schwarzen Fleckleheer der Waldgeister hervor. In Redetempo und kommunikativem Temperament übertraf ihn nur "Neubürger" Bernd Hug aus Wittental. Hut mit Margerite als "Markenzeichen", so empfahl er den Organisatoren "Schweinegrippe-Impfung auf Eintrittskarte zum Brauchtumsabend". Aus Dorf- und Privatleben zu plaudern wusste er unnachahmlich in Mimik und Gestik und sicherte sich die Lachsalven des Abends.
Einen großen Schuh zogen sich die Landfrauen Kirchzarten-Stegen an: Jenen des Manitou – Parodie auf eine Parodie, samt Marterpfahl, "rotem Pferd" und wirbelnden Tanzeinlagen der quirligen Frauen. Als große Überraschung des Abends marschierten die Georgs Schalmeien aus Freiburg-St. Georgen ein und überraschten mit ihren hier eher unbekannten Fasnetklängen. Ein Augenschmaus ihre Kostüme – von ihnen begeistert ließ man sie nur ungern wieder ziehen.
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Närrisch flott unterwegs war der "Dorfpolizist" vom Breitehof, was die muntere "Breitebiire" im Schlosspark Weiler aufgeschnappt hatte, ging ihr flott von den Lippen.. Auf den Schlossmauern des neuen Kulturdenkmals dürfen fortan keine "Blitzer" mehr die Intimsphäre des Tempelbereiches stören. Die Umwandlung des Schlossgespenstes in einen Pater begrüßte sie mit ihren Genossinnen aus der Frauengemeinschaft, seine Rennfahrer-ambitionen eher nicht.
Mit "Royal Flash" zog die Aerobic Gruppe des Sportvereines Stegen unter Monika Andris ein As aus dem Ärmel; nicht nur choreografisch, auch Kostümen, Schminkkunst und närrischem Temperament punkteten die quicklebendigen Spielkarten. Schunkeln hebt die Stimmung, dachten sich "Die Primtaler", langjährige Begleiter des Brauchtumsabends, ebenso wie die mehr als sieben "Zwerge" des Musikverein Stegens. Die gut gemeinten Lockerungsübungen via Schunkellieder prallten zumindest bewegungsmäßig an der vornehmen Zurückhaltung der sich ausgiebig belustigen lassenden Besucher ab. Da half auch keine Diät-Parodie Alexander Kranzers auf die Melodie "Tausendmal betrogen" …
Ungezwungen humorig war der Auftritt der Wanderzwerge, einer jener Vereine, die Stegens Narrenzunft seit langem die Treue halten, bevor der Showtanz das Finale des Abends – abgesehen vom Feiern in der Bar danach, setzte.
Autor: ro


