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05. Juli 2011
Großfeuer auf dem Scherpeterhof
In Stegen-Eschbach werden zwölf Bewohner obdachlos / Tiere in Nachbarhöfen untergebracht / Hoher Sachschaden.
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Als die Feuerwehr eintrifft, ist das Ökonomiegebäude des Scherpeterhofs bereits nicht mehr zu retten. Foto: Monika Rombach
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lHerunterfallende Dachteile erschweren die Löscharbeiten. Foto: Monika Rombach
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Auch gestern waren in Folge des Brandes noch Rauchschwaden sichtbar. Foto: Monika Rombach
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Das Ökonomiegebäude des Scharpeterhofs in Eschbach ist abgebrannt. 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf zwei Wohnhäuser zu verhindern. Foto: Patrick Seeger
STEGEN. Kein Personenschaden und kein Tierverlust sind die gute Nachricht des Großfeuers auf dem historischen Scherpeterhof in Stegen-Eschbach am späten Sonntagabend. Dass 12 Personen ihr Obdach verloren, die schlechte.
Noch immer liegt Brandgeruch über dem Tal, bis Freiburg verbreitete er sich am Sonntagabend und selbst am Kaiserstuhl waren nach Ausbruch des Feuers noch Rauchschwaden sichtbar. Zwischen einer halben und einer Million schwankt die Schätzung der Schadenssumme. Kriminaltechniker und ein von der Staatsanwaltschaft Freiburg hinzugezogener Brandsachverständiger versuchten am gestrigen Montag die Brandursache zu ermitteln, ein Ergebnis liegt noch nicht vor.Sonntagabend nach 20.30 Uhr signalisiert eine hohe Rauchsäule, dass die Scheune des Scherpeterhofes im Obertal lichterloh in Flammen steht. Das Feuer ruft insgesamt 180 Einsatzkräfte, davon 120 Feuerwehrleute, 30 Mitarbeiter des DRK-Rettungsdienstes, zehn THW-Mitarbeiter und 20 Polizeikräfte auf den Plan. Vor Ort übernimmt die technische Einsatzleitung des Kreises die Koordination unter Kreisbrandmeister Axel Widmaier.
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Den kürzesten Weg hat die Feuerwehrabteilung Eschbach, ihr Gerätehaus ist nur 100 Meter von dem Anwesen entfernt. Angesichts der Sachlage wird sofort die Alarmstufe erhöht, es rücken daraufhin die Gesamtwehren Stegen und Kirchzarten aus. Unterstützung leisten außerdem die Feuerwehren Glottertal und Oberried. Die Wehren sind die ganze Nacht mit Löscharbeiten beschäftigt. Die Berufsfeuerwehr Freiburg liefert Atemschutzgeräte nach. Am Montagmorgen werden die noch schwelenden Glutnester des Heus gelöscht. Ein Bagger und ein Wasserwerfer werden eingesetzt.
"Als wir ankamen, stand das Ökonomiegebäude und der Dachstuhl des Wohngebäudes absolut in Vollbrand", so Stegens Gesamtkommandant Thomas Andris zur Badischen Zeitung. "Schon auf der Anfahrt sahen die Feuerwehrleute, dass das Ökonomiegebäude nicht zu retten war," sagte Kreisbrandmeister Alexander Widmaier. Ihr Augenmerk richtete die Feuerwehr zunächst auf das Halten der Brandmauer zum Wohnhaus. Es gelang, ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Probleme bereitete der geringe Pegel des Eschbachs, die Löschwasserversorgung musste zusätzlich aus einem weiteren Wasserlauf aus Hintereschbach, dem örtlichen Hochbehälter und den Tankfahrzeugen aufgebaut werden. Wasserriegelstellungen schotteten das Wohngebäude von den Flammen ab, während sich die Löscharbeiten auf die Ökonomie und das angrenzende Ferienhaus konzentrierten. Das Wohngebäude ist in starke Mitleidenschaft gezogen. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt, aber zwölf Personen verloren laut Polizei ihr Obdach.
Atemschutzträger im Wohnteil und draußen löschende Wehrmänner kamen mit dem Schrecken davon, als das Scheunendach – statt in sich zusammenzubrechen – gegen 21.15 Uhr seitlich in ihre Richtung herab krachte.
Glücklicherweise fanden alle Bewohner in nächster Nachbarschaft hilfsbereite Aufnahme. Alle Tiere sind in Nachbarhöfen untergebracht. Um unbürokratisch helfen zu können, hat die Gemeinde zugunsten der Betroffenen Spendenkonten bei den örtlichen Banken eingerichtet.
Autor: Monika Rombach und Peter Disch


