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26. Januar 2012

Höfe und Gütchen

Vortrag zur 900-Jahrfeier.

STEGEN. Am Samstag, 28.Januar, findet um 19.30 Uhr der erste Vortrag im Rahmen der Eschbacher 900-Jahrfeier in der Mehrzweckhalle statt. Jakob Kult und Christoph Graf berichten über "Höfe und Gütchen in Eschbach", welche die Ortsgeschichte über 850 Jahre fast ausschließlich bestimmt haben.

Landschaft, Besiedlung, sowie auch das politische und kulturelle Leben wurden durch ihre Bewohner geprägt. Berlachen ist als ritterschaftlicher Besitz sogar wohl älter als 900 Jahre. Dieser Hof war besonders bei Wirtsleuten begehrt, so sind auf dem Berlacherhof im 18. und 19. Jahrhundert die Kirchzartener Wirtsfamilien Volk und Dengler nachweisbar, bevor der Eschbacher Löwenwirt Rombach die besonders guten Weinlagen am Berleck in seinen Besitz bringen konnte. Die größten Höfe bestehen im hinteren Steurental, die Hufen gehen bis zu den Weißtannenwäldern am Flaunser. Im Obertal reichen die Hofflächen von der Langeck bis zum Lindenberg, Hintereschbach ist ein Gebiet mit herrlichen Ausblicken über das Tal und hat mit seiner Wacholderheide eine landschaftliche Besonderheit.

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Auch viele Menschen, die auf den Höfen gelebt haben und heute noch leben, sollen im Vortrag gezeigt werden. Schon Professor Hermann Schilli, Freiburg, war von den Eschbacher Höfen sehr beeindruckt, drehte beim Hugmichelhof einen Film und wollte dort ein Bauernhofmuseum einrichten. Doch die Eschbacher Hofbesitzer entschlossen sich für lebendige Landwirtschaft und Schilli realisierte sein Vorhaben beim von Freiburg entfernteren Vogtsbauernhof in Gutach.

Da die Bauernfamilien Selbstversorger waren, wurden sie von Handwerkern unterstützt, die auf kleineren Gütchen wohnten und als Dreher, Wagner,Schmied, Schreiner, Zimmerer, Maurer, Weber, Metzger, Weinküfer, Krautschneider, Immenschneider, Schuhmacher und Seifenmacher für die Bauernfamilien arbeiteten.

Damit die alte Zeit nicht ganz verloren geht, ist die Rückschau auf 900 Jahre ein Anlass, dass auf den Höfen und Gütchen Werkzeuge und Produkte aus vergangener Zeit in Ehren gehalten werden, und auch weiterhin traditionsreiche Spezialitäten hergestellt und erhalten werden.

Autor: bz