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26. Januar 2012

Jubiläum ermöglicht Zeitreise durch die Jahrhunderte

BZ-INTERVIEW mit Ortsvorsteher Bernhard Schuler zum Festprogramm für "900 Jahre Eschbach im Schwarzwald".

  1. Esdhbachs Ortsvorsteher Bernhard Schuler mit dem Logo der 900-Jahr-Feier. Foto: Monika Rombach

STEGEN-ESCHBACH. Mit zehn Veranstaltungen feiert in diesem Jahr der Ortsteil "Eschbach im Schwarzwald", der seit 1975 zusammen mit Wittental und Stegen die Gesamtgemeinde Stegen bildet, sein 900-jähriges Bestehen. Bernhard Schuler, Ortsvorsteher und Vorsitzender des Festausschusses, beantwortete dazu Fragen unserer Mitarbeiterin Monika Rombach.

BZ: Herr Schuler, was verspricht das Gedenkjahr seinen Besuchern?

Schuler: Verschiedenste Einblick in die wechselvolle Geschichte Eschbachs. Am kommenden Samstag, 28. Januar gibt ein Vortrag Einblick in die "Eschbacher Höfe und Gütchen".

BZ: Worauf beruft sich das Gründungsdatum?

Schuler: Dokument dafür ist das Güterverzeichnis im Rotulus Sanpetrinus, eine im Generallandesarchiv Karlsruhe aufbewahrte Auflistung der Besitztümer des Klosters. Sie belegt für das Jahr 1111/12 die Existenz einer Mühle in Ascelinisbach (später Eschbach) und den Verkauf zweier Wiesen in einer Streubesiedelung in den Seitentälern Steurental, Hintereschbach und Obertal, "…die der Gründungsausstattung des Klosters St. Peters gewidmet" ist. Die Schreibweise von gleichnamigem Bach und Bebauung reicht über Asschebach bis Eschbach.

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BZ: Seit wann laufen die Vorbereitungen für das Jubiläum?

Schuler: Der erste Austausch datiert vom Dezember 2009. Im März 2010 folgte ein Gespräch zwischen Ortschaftsräten, Heimatgeschichtlichem Arbeitskreis Stegen und Kreisarchivar Heinrich Graf vom Landratsamt in Freiburg. Im Mai 2010 bildete sich unter meinem Vorsitz der Festausschuss und legte die Aufgaben der einzelnen Mitglieder fest.

BZ: Womit begann das Jubiläumsjahr 2012?

Schuler: Mit dem ersten bürgeroffenen Neujahrsempfang der Gesamtgemeinde Stegen in Eschbach, das ist für das einst selbstständige Eschbach von großer Bedeutung.

BZ: Worauf dürfen sich Bevölkerung und Besucher 2012 freuen?

Schuler: In Zusammenarbeit mit dem Festausschuss ist es gelungen, ein ansprechendes Festprogramm für alle Bevölkerungsschichten aufzustellen. Darunter ein Vortrag Professor Konrad Kunzes zu Familiennamen in Eschbach (31. März), das Open Air-Theater "Eschbach Anno Domini" – Zeitreise durch die Jahre 1780-1790" im Pfarrgarten Eschbach (21. und 22. Juli) und das Jubiläumswochenende vom 7. bis 9. September mit Party-Time, Flohmarkt, Unterhaltungsabend, Festgottesdienst, großem Festumzug und Festausklang sowie der Ausstellung "Kirchenschatz und Gemeindearchiv". Im vielköpfigen Festausschuss sind wir froh, mit vielseitig engagierten Verantwortlichen gut aufgestellt zu sein. Bewährt hat sich die frühzeitige Sponsoren- und Helfersuche. Nun sehen wir gespannt der Vollendung der Eschbacher Chronik entgegen.

BZ: Wo finden sich weitere Informationen zum Jubiläum?

Schuler: Unter http://www.900-Jahre-Eschbach.de auf Plakaten und zwei Holz-Hinweisschilder an den Ortsein- respektive –ausgängen beim Schwabenhof und am Feuerwehrgerätehaus Eschbach mit unserem Logo. Bunt und aussagekräftig gibt es die bewahrenswerte Ausstrahlung unseres ländlich geprägten Eschbachs wider. Erarbeitet hat es Rebekka Dold, freischaffende Grafik-Designerin und gebürtige Eschbacherin vom Hilzihäusle. Eine Federzeichnung der örtlichen St. Jakobuskirche Eschbach von ihrem Großvater Franz Metzger, Künstler aus St. Peter, diente als Anreiz dafür. So stellt sich obendrein die Verbindung Eschbachs zum ehemaligen Klosterdorf dar.

ZUR PERSON: BERNHARD SCHULER

Der Landwirt vom Domilishof ist seit 1994 Ortsvorsteher von Eschbach, Mitglied des Ortschafts- und Gemeinderates Stegen seit 1980, Erster stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Stegen 1989 bis 1994. Er wurde für seine Verdienste mit der Goldenen Ehernnadel des Gemeindetages und der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg geehrt.  

Autor: ro

Autor: ro