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14. Januar 2012
Margareta Schwer ist Ehrenmesnerin
Johanneskapelle Zarten.
STEGEN. Aus allen Nähten drohte das "Zartener Münster", die St. Johanneskapelle Zarten, zu platzen: Zum Gottesdienst mit traditioneller Segnung des Johannesweines führte eine ungewöhnliche Ehrung die Gottesdienstbesucher zusammen.
Sie galt Margareta Schwer, sie versieht hier den Mesnerdienst seit sechs Jahrzehnten. Von einem Tag zum anderen sprang sie im Winter 1951 für ihren schwer erkrankten Vater ein. Nicht ahnend, dass ihr das religiöse Kleinod St. Johanneskapelle zur Lebensaufgabe würde.
Für ihren Dienst war "der Margret`" nichts zu viel zwischen Sakristei, Altarraum, Kirchenbänken und Pfarrgarten und dem sorgsamen Hüten des Kapellenschlüssels. Zuverlässig und engagiert um alles besorgt, so leistete die kleine agile Frau ihren Dienst. Gegebenenfalls verschafft(e) sie sich mit Nachdruck Respekt - auch noch mit 80 Jahren.
Fast verlegen machten sie die ehrenden Worte Pater Roman Bruds, der sie an diesem Abend auf Beschluss des Pfarrgemeinderats zur Ehrenmesnerin ernannte. Viel hatte der Leiter der Seelsorgeeinheit Nördliches Dreisamtal mit Stegen, Eschbach, Buchenbach und Pfarrer der Herz-Jesu-Kirche Stegen mit St. Johannes Zarten und St. Jakobus Eschbach über ihr Wirken zu erzählen.
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Eine große Urkunde überreichte er ihr – von Herzen dankbar für jahrzehntelange Dienste – mit allen guten Wünschen. Musikalisch umrahmte der Männergesangverein "Liederkranz" Zarten die Ehrung. Sein Vorsitzender Gebhard Imhof sprach namens des MGV, der Feuerwehr und des Bürgervereins Zarten. Seit seiner ehemaligen Ministrantenzeit unter ihren Fittichen, wusste er, wovon er redete – bis ihn laut vernehmlich ein strenges "Amen!" stoppte: Der "Ehrenmessnerin" war es der Ehre zu viel geworden!
Dass ihre Familie, besonders ihre Nichte Berutha, ehemalige Ministranten und Familie Asal Margareta Schwer in der letzten Zeit in ihrem Kirchendienst stützten, auch dafür dankte Pater Roman. Und er versicherte der Ehrenmesnerin, sie dürfe weiterhin für die Kapelle da sein.
Als offiziellen Nachfolger im Mesneramt stellte er der Kirchengemeinde den jungen Felix Eith vor, nach erstaunlichen 20 Jahren Ministrantendienst übernimmt er die Mesneraufgabe mit viel Freude.
Der kirchlichen Feier folgte das traditionelle Nudelsuppenessen im Landgasthof "Bären", gegenüber der Kapelle. Die meisten der Kirchenbesucher fanden sich dort mit der Geehrten zur fröhlichen Nachfeier bei viel Gesang und Gesprächen ein.
Autor: Monika Rombach
