Schusswaffengebrauch

Polizist soll mit Waffe bedroht worden sein und schießt Angreifer ins Bein

bz, ohu

Von BZ-Redaktion & Oliver Huber

Do, 12. Juli 2018 um 21:47 Uhr

Stegen

In Stegen hat ein Polizist seine Pistole gezogen und auf einen 33-Jährigen gefeuert. Im Treppenhaus eines Wohnhauses hatte der Mann zuvor eine Waffe auf den Beamten gerichtet.

Was war passiert? Kurz nach 19 Uhr meldeten Nachbarn der Polizei, dass ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Stegen sie mit einer Schusswaffe im Treppenhaus bedrohen würde.

Beim Eintreffen der Streife sei der 33 Jahre alte Mann mit gezogener Schusswaffe auf die Beamten zugegangen, so die Polizei. Ein Beamten habe das Feuer eröffnet und den Mann am Oberschenkel getroffen. Der Angreifer konnte daraufhin festgenommen werden.

Der als gewalttätig bereits polizeilich in Erscheinung getretene Mann deutscher Staatsangehörigkeit befinde sich nicht in Lebensgefahr. Zu weiteren Verletzten sei es nach bisherigem Sachstand nicht gekommen.

Die ersten Ermittlungen vor Ort hätten ergeben, dass es sich offenbar um eine Schreckschusswaffe handelt. Der Unterschied zwischen Schreckschusswaffen und scharfen Waffen sei – gerade in solchen Situationen - nicht sofort erkennbar. "Wir warnen wegen der Verwechslungsgefahr regelmäßig davor, Schreckschusswaffen nur zum Spaß zu benutzen", sagte Pressesprecherin Laura Riske gegenüber der BZ. Die Anwohner in dem Haus seien nach dem Vorfall geschockt.

Die konkreten Hintergründe der Tat seien noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.