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20. August 2010 17:31 Uhr

Sportler-Austausch

Ringer aus Moldau in Eschbach begrüßt

Ein Hauch von internationalem Flair weht in diesen Tagen über Eschbach. Auf Einladung des SV Eschbach 1967 sind junge Ringer aus der Republik Moldau eingetroffen, um an einem zweiwöchigen deutsch-moldawischen Trainingscamp teilzunehmen.

  1. Constantin Scripnic (links) aus der Republik Moldau bekommt vom Vorsitzenden des SV Eschbach, Matthias Martin, den Vereinsschal überreicht. Foto: Andreas Peikert

STEGEN. Ermöglicht wurde der Besuch durch die Finanzspritze eines ortsansässigen Unternehmers. Den Kontakt zu den Sportlern aus der fernen Republik im Osten Europas hat Serghei Lungu eingefädelt. Der 31-Jährige ist in der ehemaligen russischen Teilrepublik aufgewachsen und steht seit einem Jahr für die Ringerriege aus Eschbach auf der Matte. Angeführt wird die 15-köpfige Gruppe ambitionierter Leistungssportler von Bürgermeister Constantin Scripnic (35) aus dem knapp 8000 Einwohner zählenden Ciorescu. Als aktiver Ringer begibt sich der Politiker in seiner Heimatgemeinde regelmäßig auf die Matte und nimmt an Trainingseinheiten teil.

Beim offiziellen Empfang der Ortsverwaltung im Foyer der Sporthalle berichtete die Delegation, dass Ringen in der Republik Moldau einen deutlich höheren Stellenwert besitzt als hierzulande. "Ringen ist bei uns Volkssport", sagt Scripnic. Der Ortsvorsteher Bernhard Schuler und der Bürgermeisterstellvertreter Siegfried Thiel hoben in kurzen Grußworten die überaus wichtige völkerverbindende Funktion von internationalen sportlichen Begegnungen hervor. Aus den Händen des SV-Vorsitzenden Matthias Martin erhielten die Gäste zur Erinnerung eine Ehrennadel und den Vereinswimpel.

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Applaus erhielt der Sprecher aus Moldau für seinen Vorschlag, in den kommenden Jahren die Verwirklichung einer Gemeindepartnerschaft zwischen Stegen und Ciorescu anzustreben. Ermöglicht wurde die deutsch-moldauische Jugendbegegnung durch großzügige finanzielle Unterstützung von Wolfgang Baumann, Chef eines ortsansässigen Dienstleistungsunternehmens und langjähriger Sponsor des Vereins.

Untergebracht sind die Sportler in der Mehrzweckhalle. Um die Verpflegung kümmern sich ehrenamtliche Helfer des Sportvereins. Neben den regelmäßigen Trainingseinheiten in der Sporthalle von Eschbach nutzt der mit eigenem Bus angereiste Ringernachwuchs die Gelegenheit, Sehenswürdigkeiten der Region zu besuchen.

Mit einem durchschnittlichen Monatseinkommen von gerade einmal 150 Euro zählt die Republik Moldau zu den ärmsten Ländern in Europa. Ehemals der Sowjetunion zugehörend, hat sich die Vier-Millionen-Republik im Jahr 1991 als eigenständiger Staat losgelöst.

Autor: Andreas Peikert