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19. Juni 2017

Stegener brechen den Widerstand

Bürgerinitiative kann sich bei Bürgerentscheid nicht durchsetzen.

STEGEN. Die Bürgerinitiative "Pflegezentrum mit Augenmaß" (BI) ist bei ihrem Vorstoß, mit einem Bürgerentscheid die Bebauungsplanänderung im Gebiet "Stockacker" doch noch zu kippen, auf ganzer Linie gescheitert. Mit 665 Ja-Stimmen wurde das notwendige Quorum von 698 Stimmen verfehlt. Nur 37 Prozent stimmen im Sinne der BI. Mit 1140 Stimmen für "Nein" (63 Prozent) fiel das Ergebnis eindeutig zugunsten der Gemeinde aus, die nun ihre Pläne für das Begegnungshaus weiter voranbringen kann. Die Wahlbeteiligung lag bei 52 Prozent.

Sowohl in der Kerngemeinde als auch in den Ortsteilen Eschbach und Wittental stellten sich die Stimmberechtigten eindeutig hinter die Gemeinde und die Beschlüsse des Gemeinderats. Die Wahlbeteiligung war für einen Bürgerentscheid – den ersten auf kommunaler Ebene in Stegen – akzeptabel. Die hohe Zahl an Briefwählern ließ erahnen, dass das Thema des Lebenshauses durchaus ernst genommen wird. Für die Verwaltung und "Miteinander Stegen" ist das Ergebnis dahingehend ermutigend, bei dem Projekt, das für einen so heftigen Schlagabtausch gesorgt hat, "nicht für die Katz’" gearbeitet zu haben.

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Nachdem Bürgermeisterin Fränzi Kleeb sichtlich erleichtert unter großem Beifall einer satten Mehrheit der gut 150 versammelten Bürgerinnen und Bürgern das klare Ergebnis bekannt gegeben und sich bei Gemeinderat, Wahlhelfern und allen im Wahlkampf engagierten bedankt hatte, wurde dieses in vielen Gesprächstrauben noch eifrig diskutiert.

Ergebnis des Entscheids

Stegen-Ort (41,5 Prozent): 360 Ja/552 Nein. Eschbach (30,4 Prozent): 70 Ja, 212 Nein. Wittental (37,4 Prozent): 39 Ja, 90 Nein. Briefwahl: 196 Ja, 286 Nein.
(In Klammern die Wahlbeteiligung).  

Autor: mad

Autor: Erich Krieger und Markus Donner