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05. Januar 2012

Unterwegs im Zeichen des Sterns

Unter dem Motto "Klopft an Türen, pocht auf Rechte" sammeln auch in Stegen die Sternsinger für Hilfsprojekt in Nicaragua.

  1. Unterwegs unter dem Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte“ sind auch die sechs Sternsinger-Gruppen der Herz-Jesu-Pfarrei in der Seelsorgeeinheit Nördliches Dreisamtal. Von links: Elisa Haupt, Annika Hölderele, Lucas Peker und Franziska Sand, vor dem Pfarrbüro in Stegen. Foto: Rombach

STEGEN. Unter neuer Leitung nehmen dieses Jahr in Stegen 28 Sternsinger aus der Herz-Jesu-Pfarrei, aufgeteilt in sechs Gruppen, ihren Auftrag zur Aktion 2012 unter dem Motto "Klopft an Türen, pocht auf Rechte" wahr. Mit dem Inhalt ihrer Sammelbüchsen unterstützen sie das Projekt zugunsten von Kinderrechten in Nicaragua.

In Nicaragua gibt es sehr viele Kinder, die auch überall in der Öffentlichkeit präsent sind und zunächst den Eindruck entstehen ließen, in Nicaragua sei es in punkto Kinderglück zum Besten bestellt. Der Blick hinter die Kulissen bietet ein ganz anderes Bild: Kinderarbeit, Armut, Gewalt und Drogensucht oder Flucht auf die Straße – so sieht der Alltag dieser Kinder oft aus. Hier setzt das Kinder-Missionswerk an. Mit den Spendengeldern werden Projekte finanziert, die ganz konkrete, praktische Hilfe bieten: Eine Tageseinrichtung für obdachlose Jugendliche, ein Wohnheim für missbrauchte Mädchen, ein Radioprojekt – das sind nur einige der Aktionen die in die Wege geleitet wurden, um Not zu lindern und das Leben der nicaraguanischen Kinder ein Stück weit lebenswerter zu machen.

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Gut vorbereitet von Erika Gremmelspacher, Constanze Haupt, Marion Menner und Helga Rudishauser wurden die Stegener Sternsinger am 1. Januar innerhalb des Gottesdienstes von Pater Roman Brud ausgesandt.

Unzählige Male schrieben sie seither ihren Segen 20 * C+M+B * 12 an Haus- und Wohnungstüren. Manche Bürger erwarteten die Kinder schon ungeduldig, manchmal folgte auch eine freundliche Einladung in die Wohnung, um Krippe und Weihnachtsbaum mit Weihrauch zu segnen oder um sich nach dem Singen zu stärken.

Anderswo bleiben die Türen zu, was die Mädchen und Jungen sehr bedauerten. Beim gemeinsamen Mittagessen mit ehrenamtlichen Helferinnen im Ökumenischen Zentrum gab es dann untereinander jeden Tag reichlich zu erzählen. Gerade bei den Jüngsten, den Sechs- bis Achtjährigen, sprang dankenswerterweise eine Mutter noch kurzfristig als Begleitperson ein. Um die Angst vor Hunden zu nehmen oder zum Hochhalten des Kindes, wenn der Türrahmen für das Anbringen des Segensspruchs mit kurzen Armen nicht erreicht werden konnte.

An Dreikönig, 6. Januar, kehren die Sternsinger gemeinsam zur Eucharistiefeier um 14 Uhr in die Herz-Jesu-Kirche Stegen zurück.

Autor: Monika Rombach