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08. November 2010
Die Feuerwehr hat den Dreh raus
Die Drehleiter stand im Mittelpunkt der Herbstabschlussübung.
STEINEN. Er war nicht echt, dieser Alarm, der die Damen und Herren der Feuerwehr Höllstein und Steinen in den Nachmittagsstunden des Samstags auf Trab hielt. Laut Kommandant Hildolf Schwald hatte die traditionelle Herbstübung zum Jahresabschluss vor allem einen Zweck: "Wir halten an dem Übungsspektakel fest, um die Botschaft rüberzubringen, dass wir da sind, wenn man uns braucht."
Beim angenommenen "Brand in der Backstube der Erlebnis-Bäckerei" hatten zahlreiche Zuschauer ein "Erlebnis" der etwas anderen Art: Das Gebäude war "komplett verraucht", 13 Personen mussten aus dem Rauch geborgen, das Feuer gelöscht und die angrenzenden Gebäude vor den Flammen geschützt werden. "Ein anspruchsvolles Projekt", fand Walter Bachmann, offizieller Beobachter und Zeitnehmer bei dieser Übung. Deren Ablauf beobachteten neben einigen Gemeinderäten und Bürgermeister Rainer König auch ein paar Vertreter der befreundeten Wehr aus Cornimont. Zugführer Jürgen Schwald kommentierte.Um 15.29 Uhr wurde der Alarm ausgelöst, drei Minuten später war das erste rote Fahrzeug vor Ort. Und nach etwas mehr als einer Minute griffen die Kameraden aus Höllstein in den "harmonischen Ablauf ein", den Walter Bachmann auch im Hinblick auf die Mitarbeit des DRK Maulburg allen Beteiligten attestierte. Das LF 16 hatte nach 2,30 Minuten das erste Rohr unter Wasser, 50 Sekunden später war die Steckleiter einsatzbereit und 3,05 Minuten notierte Walter Bachmann "gute Zeiten": "Die erste Person mit Hilfe des Drehleiter-Fahrzeugs gerettet."
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Dieses Fahrzeug mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten stand in der Folge dann auch im Mittelpunkt des Interesses. Über dessen Leiter wurden Personen stehend im Korb, liegend auf der Bahre und Huckepack ins Freie befördert. Nach der Rettung wurden die Löschtrupps "mit dem feuchten Segen von oben" unterstützt, während die Atemschutztrupps das Gebäude durchforsteten, um noch Verletzte zu finden, die – so Walter Bachmann am Ende – "nicht immer dort anzutreffen waren, wo sie vermutet wurden." Die Einsatzkräfte haben aber auch diese Situation "mit operativer Intelligenz" in den Griff bekommen. 16,45 Minuten hatten sie gebraucht, um die "Verletzten" der Obhut des DRK zu übergeben, die nach Hildolf Schwalds Beobachtungen "ganze Arbeit" geleistet haben. "Ich bin froh, dass unsere Jungmannschaft ausnahmslos gerettet wurde. Wir brauchen sie noch", schmunzelte der Gesamtkommandant, der sich wie sein Stellvertreter Bachmann "sehr zufrieden" zeigte mit der Arbeit der Teams von Helmut Gresslin (Abteilung Höllstein) und Michael Lauer (Abteilung Steinen).
Bürgermeister Rainer König hat eine reibungslose Übung und ein Drehleiterfahrzeug gesehen, das sich einmal mehr bewährt habe. "Fahrzeug und Mannschaft sind inzwischen voll einsatzbereit", lobte König. Der Dank des Burgis galt der Einsatzbereitschaft der Helfer und dem "harmonischen Miteinander von DRK, Polizei und Feuerwehr unter dem Dach des HDS." Er freue sich über die Mithilfe des DRK Maulburg auch bei der Ausbildung einer neuen Jungmannschaft, die derzeit im HDS heranreife. Und er wies auf die Notwendigkeit solcher Übungen hin: "Ohne diese Übungen klappt die Hilfe auch im Ernstfall nicht."
Autor: Hans-Jürgen Hege


