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02. Februar 2012
Ein kleines, feines Chörli mit großer Reichweite
Männergesangverein Höllstein schrumpft weiter, ist aber dennoch hochzufrieden / Reibungslose Chorgemeinschaft mit Minseln.
STEINEN-HÖLLSTEIN (hjh). Um zwei auf sieben aktive, 23 Ehren- und 49 Passivmitglieder reduzierte sich im vergangenen Jahr die Zahl der Mitglieder im Männergesangverein. Trotzdem schauen die Herren um ihren Vorsitzenden Gerhard Meier zuversichtlich nach vorn. Schließlich sei die Vorstandschaft, die sich 1996 zur Fusion mit dem Gesangverein Steinen entschloss, davon ausgegangen, dass dadurch zehn weitere Jahre gesungen werden kann.
Dieses Ziel wurde inzwischen schon um fünf Jahre übertroffen, wie Kassierer Albert Braun bei der Hauptversammlung feststellte. Am Leben hielt den Gesangverein die Chorgemeinschaft mit dem GV Minseln und dem Frauenchor Steinen. Zusammen bringen es die drei Gesangvereine auf bis zu 30 Sängerinnen und Sänger. Für alle Chöre zeichnet Dirigentin Larisa Kalina seit rund zehn Jahren sehr erfolgreich verantwortlich. "Wir sind eine Einheit. Und ich hoffe, dass das noch lange, lange so bleibt", sorgte Kurt Renz, der Vorsitzende des Gesangvereins Minseln, für Glückshormone bei Gerhard Meier ("du sprichst mir aus der Seele!"). Hildegard Hiemer, die Chefin des Frauenchors, unterstrich ihre Sympathie zur Chorgemeinscha dadurch, dass sie sich als Passivmitglied des Gesangvereins Höllstein eintragen und gleichzeitig zur Kassenprüferin wählen ließ. Zusammen mit Albert Hüglin wird sie die Kasse von Albert Braun unter die Lupe nehmen. Der Kassierer wurde ebenso einstimmig wiedergewählt wie Gerhard Meier, Schriftführer Günter Senn und die Notenwarte Albert Braun und Michael Mantey, der Gerhard Meier auch als Vize unterstützen wird. "Über 60 mal mussten wir ausrücken", beschrieb Gerhard Meier das, was vor allem die Aktiven im vergangenen Jahr auf Trab hielt. Neben zahlreichen Proben bewältigten die Sänger (Durchschnittsalter 70 Jahre) mit der Chorgemeinschaft Auftritte in Wutöschingen, Wieslet und in den eigenen vier Wänden beim Sommerhock, beim Herbstfest, bei Jahresfeiern und am Volkstrauertag auf dem Friedhof. Beim Halbtagsausflug nach Staufen und Heitersheim wurde die Kameradschaft gepflegt und die Kasse ein wenig gerupft, sodass Albert Braun ein kleines Minus in seiner Kasse zu verbuchen hatte. Nicht umsonst zogt Kassenprüfer Albert Hüglin das Fazit: "Die Kasse stimmt, aber sie hat einen entscheidenden Mangel: Es ist weniger Geld drin als unterm Rettungsschirm!"
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Zu zwei Zehn-Euro-Münzen für Albert Braun und Gerhard Meier reichte das Geld aber dicke: Die beiden fehlten zwei- beziehungsweise dreimal bei den Proben und Auftritten des Chores, in dem der zweite Bass mit 92,5 Prozent großen Anteil am 88,6 Prozent-Durchschnitt hatte, den Michael Mantey errechnete.
"Grüße vom Bürgermeister und vom Gemeinderat" bestellte Rudolf Steck, verbunden mit dem "Dank für den kulturellen Beitrag", den der Gesangverein seit vielen Jahren leiste. Die Wahlen zog Kurt Renz aus Minseln in Rekordzeit durchg. "Das ist doch die erwünschte Steilvorlage nach Hüsingen", betonte Steck und zielte damit auf den vergeblichen Versuch des dortigen Gesangvereins, den Posten des Vorsitzenden zu besetzen.
Autor: hjh
