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07. November 2011
Halle tobt vor Begeisterung
Das perfekte und originelle Jahreskonzert des Gesangvereins Weitenau erhielt stehende Ovationen.
STEINEN-WEITENAU. Ein Höhepunkt an Originalität und gesanglicher Perfektion – anders kann man das Jahreskonzert des Gesangvereins Weitenau in der Wiesentalhalle nicht beschreiben. Das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle feierte die Musiker und Säger mit langen stehenden Ovationen. Der Gesangverein hat mit diesem Konzert die Messlatte noch einmal höher gelegt.
Einen Kino-Abend hatte der Gesangverein Weitenau angekündigt. Und so wurde es dunkel im Saal, und zur großen Erheiterung des Publikums flimmerte Werbung für einen Gasthof über die Großleinwand, für einen Dienstleister, und die Feuerwehr Weitenau verkündete: "Wo andere raus rennen, da rennen wir rein". Im Foyer gab’s Popcorn, und das Musikprogramm wurde durch Filmausschnitte ergänzt. An Originalität war dieses Konzert kaum zu überbieten. Musikalisch war es einfach ein Genuss.Die Herren des Chors eröffneten es passend mit "Probiers mal mit Gemütlichkeit" aus dem Dschungelbuch, und dann jagte ein Höhepunkt den nächsten. Begleitet vom Handharmonikaorchester Weitenau-Schlächtenhaus und einer fünfköpfigen Begleitband mit Susanne Hagen am Klavier zogen die Sängerinnen und Sänger alle Register moderner Chormusik. Gewaltigen Applaus gab es für die Solistinnen Claudia Pfeifer, Julia Grether und Christa Schmieder-Wenzel für "Moon River" aus Frühstück bei Tiffanys oder den Titel "Reality" aus dem Film La Boum, vorgetragen von Julia Grether. Absoluter Höhepunkt des ersten Teils war das abschließende Western-Epos "Spiel mir das Lied vom Tod", bei dem das Harmonikaorchester den Mundharmonikapart übernahm, der Ad Hoc Chor die Stimmen lieferte und der Schlagzeuger das Hufgetrappel aus "The good, the bad and the ugly" einflocht.
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Lautstarker Jubel beim Publikum schon zur Pause. Der zweite Teil des Abends brachte noch eine Steigerung. "Singing in the Rain" wurde von einem kleinen Mädchen mit Regenschirm illustriert, und der Ad Hoc Chor brachte mit einem James-Bond-Medley knisternde Spannung in den Saal. Der Applaus steigerte sich zur hellen Begeisterung, als Claudia Pfeifer mit "I will always love you" aus dem Film The Bodyguard die Zuhörer restlos verzauberte. Melodien aus Titanic, der Love-Story oder Dirty Dancing wurden lautstark gefeiert. Mit stehenden Ovationen wurden zum Schluss Musiker und Chor gefeiert. Dann lief auf der Leinwand der Abspann, bei dem sich unter dem Jubel der Gäste Ibolya Barla auf der Leinwand als Columbia lächelnd zu ihrem Publikum herab beugte. Die Begeisterung kannte keine Grenzen mehr. Die Gäste im Saal erklatschten sich zwei weitere Zugaben, bis die Einsicht siegte, dass irgendwann einmal auch die Kräfte der zähesten Sänger nachlassen.
Autor: Heiner Fabry


