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31. Januar 2012

"Wir machen Musik für uns und für die Menschen im Dorf"

Musikverein Höllstein freut sich über seinen neuen Dirigenten Jürgen Strittmatter / Marion Kindorf wird Schriftführerin / Viele Termine 2012.

  1. Beim Musikverein Höllstein gibt es mit Marion Kindorf eine neue Schriftführerin. Rechts: Dirigent Jürgen Strittmatter. Foto: Hans-Jürgen Hege

STEINEN-Höllstein (hjh). Beim Musikverein Höllstein bauen die Mitglieder weiter auf das bewährte Trio, das sich am Ruder des Vereinsschiffs seit einigen Jahren tapfer hält: Christian Strütt, Manfred Lieber und Heike Brinkhaus wurden bei der Hauptversammlung am Samstag einstimmig in ihren Ämtern als gleichberechtigte Vorsitzende bestätigt.

Da das Orchester und die nicht eben üppig erschienen Passivmitglieder mit der Arbeit der Vorstandschaft zufrieden zu sein schienen, blieben auch die übrigen Posten innerhalb der Vorstandschaft unverändert besetzt. Lediglich Schriftführerin Alexandra Streich gab ihren "Job" nach acht Jahren ab an Marion Kindorf. Daniel Kollmer blieb also Kassierer, Sabrina Lieber und Christoph Kiefer Notenwarte. Jessica Lieber trägt für die Requisiten des Vereins Sorge, Markus Freund vertritt im Vorstand die Aktiven, Horst Stannecker und Jochen Asal kümmern sich um die Belange der Passivmitglieder, Michael Freund bleibt Pressewart und Marco Del Giudice will die Jugendlichen weiter bei der Stange halten.
Eine gravierende Änderung gab es an der Spitze des Orchesters, das sich Ende vergangenen Jahres von Dirigent Sergio Grigorescu "getrennt" hatte und sich nach "nur ganz kurzer Suche" mit der Verpflichtung des Enkensteiners Jürgen Strittmatter eine – so Vizedirigent Christian Strütt – "Riesenfreude" machte. Strittmatter spielt selbst aktiv beim Musikverein Wieslet Er war in seiner bewegten Musikantenlaufbahn in Bands wie der "Black Forest Brass Band" aktiv und war 23 Jahre lang mit Tanzmusikbands auf Achse. Jetzt reizt ihn die neue Aufgabe als musikalischer Leiter des Blasmusikorchesters Höllstein. "In den Leuten hier steckt großes Potenzial, die können viel", sagte der neue Dirigent. "Wir werden Musik machen für uns und für die Menschen im Dorf", betonte Jürgen Strittmatter, der es als eine seiner primären Aufgaben ansieht, das derzeit 26-köpfige Orchester wieder zu imposanter Größe aufstocken und die Jugendausbildung forcieren zu können. Dass er mit seinen Vorsätzen offene Türen im Vorstandsteam einrennt, machte Christian Strütt deutlich: "Deine Wünsche sind unsere Wünsche."

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Strittmatter hatte aber auch keinen Zweifel daran gelassen, dass er sich nicht mit der Quote von 84,8 Prozent Probenbesuch zufrieden geben will, den seine künftigen Schützlinge nach 41 Probeabenden erreichten. Dabei soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass im vergangenen Jahr einmal mehr ein voller Terminkalender belegte, wie knapp bemessen die reine Freizeit eines engagierten Musikers ist. Auftritte bei Dorffeste, das Jahreskonzert und ein Sponsorenlauf hielten das Ensemble unter anderem in Atem. Erneut ins Minus gerutscht ist die von Daniel Kollmer gehütete Kasse. In den Jahren 2010 und 2011 betrug das Minus jeweils mehr als 2000 Euro.

Termine 2012: Am 1. April bewirten die Höllsteiner beim bayrischen Frühschoppen des MV Wieslet, am 1. Mai wird in den Mai gebummelt, am 17. Juni spielt das Orchester beim Dorffest in Atzenbach. Am 24. Juni feiern die Musiker mit den Fröschen "Waldfest auf der Halde" und am 7. Juli sind sie beim Lindenfest der Stadtmusik Schopfheim auf dem Marktplatz präsent. Einen Tag später gibt der MV Höllstein beim Jubiläum des FC ein Frühschoppenkonzert, am 29. Juli steht ein bayrischer Frühschoppen auf dem Schulhof an, am 22. Und am 23. September gibt es wieder "Fisch und Mehr", im November folgt der Martinsumzug mit den Kindergartenkindern im Tross, am 25. November umrahmt das Orchester den Volkstrauertag und am 1. Dezember hoffen die Musiker beim Jahreskonzert erneut auf eine voll besetzte Wiesentalhalle.

Autor: hjh