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13. Juli 2012

Stocker: Es steht und fällt mit uns

FC Basel startet heute in Genf in die neue Super-League-Saison.

  1. „Irgendwann werden die Zahnräder ineinander greifen“: Valentin Stocker ist nach dem Umbruch beim FC Basel nicht bange. Foto: Meinrad Schön

  2. Kosteten Millionen: Marcelo Diaz und Gastón Sauro, die Neuen aus Südamerika Foto: Meinrad Schön

FUSSBALL. Am FC Basel führt kein Weg vorbei. Nach drei Meistertiteln und zwei Cupsiegen in den vergangenen drei Jahren sind die Rot-Blauen auch mit Blick auf die neue Saison der Super League das Maß aller Schweizer Fußballdinge. "Es steht und fällt mit uns", sagt Mittelfeldspieler Valentin Stocker vor dem Auftaktmatch der Bebbi bei Servette Genf heute, Freitag (19.45 Uhr, Stade de Genève).

Natürlich, räumte der 23-Jährige gegenüber der BZ ein, werde der Start "ein bisschen durchwachsen sein" ob des Umbruchs im Kader – wie sie eigentlich jedes Jahr schlecht angefangen hätten. Indes: "Irgendwann greifen die Zahnräder ineinander", ist sich Stocker sicher. Der Krienser persönlich ist nach einer Kreuzbandoperation an Ostern 2011, der Rückkehr Anfang 2012 und einer kompletten Sommervorbereitung "heiß darauf, ohne Wehwehchen wieder anfangen zu können". Dass die Basler gleich zu Beginn auch in die Qualifikation zur Champions League einsteigen müssen, sei kein Nachteil. Nächsten Dienstag gastiert der Schweizer Doublegewinner in der zweiten Runde bei Flora Tallinn in Estland, das Rückspiel ist sieben Tage später im St.-Jakob-Park. Wie 2011/12, als sie es dann bis ins Achtelfinale schafften, wollen die Basler erneut in die Gruppenphase der europäischen Königsklasse einziehen: "Das steht für uns oben auf der Liste", betont Stocker.

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"Die Qualität, um die Gruppenphase anzustreben", attestiert auch Trainer Heiko Vogel dem Team – ungeachtet der gewichtigen Abgänge. David Abraham und Benjamin Huggel sind nicht mehr dabei. Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka wechselten in die Bundesliga: "Shaq und Granit gibt es beide nicht ein zweites Mal", urteilt Stocker, "aber dem Klub ist es hervorragend gelungen, sie auf andere Weise zu ersetzen."

Der 22-jährige Argentinier Gastón Sauro wurde für 1,2 Millionen Euro von Boca Juniors verpflichtet, um mit dem Österreicher Aleksandar Dragovic das neue Innenverteidigerduo zu geben. Gar 3,7 Millionen hat der Chilene Marcelo Diaz gekostet, der zusammen mit Gilles Yapi im zentralen Mittelfeld denken und lenken soll. "Das sind zwei Spieler, die gerne die Bälle abholen und das Spiel gestalten wollen. Das ist für mich ein Segen", sagt Vogel. Das "Abenteuer" zweier Regisseure werde den FCB noch unberechenbarer machen. Und wenn der Trainer ankündigt, dass das Basler Spiel "definitiv mehr Geschwindigkeit" haben werde, denkt er an Diaz, aber auch an Mohamed Salah. Der Ägypter soll auf Rechtsaußen Shaqiri beerben, steht wegen einer Schulterverletzung und einer Berufung für Olympia aber noch nicht zur Verfügung – zum einstweiligen Vorteil von David Degen, dem Rückkehrer aus Bern.

Ob Sauro und Diaz, die erst seit einigen Tagen in Basel sind, in Genf schon in der Startelf stehen werden, ist offen. Beide sind kurz nach dem Ende der Spielzeiten in Südamerika im Rhythmus und brennen auf einen Einsatz. Vogel will sie "zeitnah integrieren".

Mit einem Vorsprung von 20 Punkten (vor Luzern) ist Basel zuletzt in der Super League über die Ziellinie stolziert. Eine solch einseitige Meisterschaft steht nicht mehr zu erwarten, zumal da der FC Sion, der ohne den Abzug von 36 Zählern in der Zehnerliga nicht Neunter, sondern Dritter geworden wäre, sich "spektakulär verstärkt" hat, wie der alte und neue FCB-Kapitän Marco Streller festhält. Mit dem 34-jährigen Gennaro Gattuso haben sich die Walliser einen Spieler aus Italiens Weltmeistermannschaft von 2006 als neuen Leitwolf ins Tourbillon geholt. "Das ist phantastisch für die ganze Schweiz", findet Kontrahent Stocker.

FC BASEL vor der Saison

Zugänge: David Degen (YB Bern), Gastón Sauro (Boca Juniors, Argentinien), Marcelo Diaz (Universidad de Chile), Mohamed Salah (Arab Contractors,
Ägypten), Fabian Schär (FC Wil), Germano Vailati (FC St. Gallen), Mirko Salvi, Simon

Grether, Stjepan Vuleta (alle FCB U 21)

Abgänge: Xherdan Shaqiri (Bayern München), Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach), Benjamin Huggel (Karriereende), David Abraham
(FC Getafe/Spanien), Genséric Kusunga (Servette Genf), Scott Chipperfield
(FC Aesch statt Tarrawanna/Australien), Marcel Herzog (FC St. Gallen)
Heimspiele der ersten Halbserie:

Sa., 21. Juli, 19.45 Uhr: FC Luzern

So., 12. August, 16 Uhr: FC Thun

Sa., 18. August, 19.45 Uhr: Lausanne

So., 2. September, 16 Uhr: FC Zürich

Mi., 26. September, 19.45 Uhr: FC Sion

Sa., 6.,/So., 7. Oktober: Servette Genf

Sa., 3.,/So. 4. November: YB Bern

Sa., 17.,/So., 18. Nov.: Grassh. Zürich

Sa., 1.,/So., 2. Dezember: FC St. Gallen  

Autor: bz

Autor: Winfried Dietsche