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14. Juli 2012

Regierung

Straffreiheit für Beschneidung von Jungen

Regierung plant Klarstellung.

Die Bundesregierung plant eine Klarstellung, dass Vorhautbeschneidungen von Jungen in Deutschland nicht strafbar sind. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag vor Journalisten in Berlin. Die Pläne sind eine Reaktion auf den Protest von jüdischen, muslimischen und auch christlichen Vertretern gegen ein Urteil des Landgerichts Köln, das im Juni bekannt wurde. Dort ging es um die Beschneidung eines vierjährigen muslimischen Jungen durch einen zugelassenen Arzt. Die Richter werteten dies als Körperverletzung, in die auch Eltern nicht wirksam einwilligen können.

Das Urteil stammt zwar nur von einer Kleinen Strafkammer am Kölner Landgericht, hat aber Rechtsunsicherheit ausgelöst. Niemand weiß derzeit, ob und welche anderen Strafgerichte den Kölner Richtern folgen werden. Da das Kölner Urteil rechtskräftig ist, kann es auch nicht vom Oberlandesgericht oder vom Bundesverfassungsgericht überprüft werden.

Ein Gesetz wäre sinnvoll

"Die Freiheit der religiösen Betätigung ist uns ein hohes Rechtsgut", sagte Seibert, "da kann nichts auf die lange Bank geschoben werden". Geprüft werde aber noch, ob die Klarstellung in einem Gesetz oder auf andere Weise erfolgen solle. Unions-Fraktions-Chef Volker Kauder sprach sich bereits für eine Resolution des Bundestags aus. Diese hätte allerdings nur politische Wirkung und könnte Gerichte nicht binden.

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Sinnvoller wäre dagegen die Klarstellung in einem Gesetz. Denkbar sind hier zwei Lösungen. Entweder wird im Strafgesetzbuch ein Passus eingefügt, dass die Beschneidung von Jungen nicht als Körperverletzung strafbar ist – wenn sie fachgerecht durch einen Arzt und auf Wunsch der Eltern erfolgt. Zuständig wäre hierfür Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), die sich am Freitag aber deutlich zurückhaltender äußerte als der Regierungssprecher. Die andere Alternative wäre ein Fachgesetz zum ärztlichen Berufsrecht, für das Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zuständig wäre. Dort könnten dann die medizinischen Standards der Beschneidung näher geregelt werden.

Autor: Christian Rath


63 Kommentare

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Peter Rapp

Registriert seit: 25.09.2009

Kommentare: 687

14. Juli 2012 - 01:25 Uhr

Der beschnitten habende Arzt war vom staatsanwaltlichen Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden.

Denn er hatte sich im Rechtsirrtum befunden: das Gesetz ist bis heute mehrdeutig. Und er hatte korrekt gearbeitet.

Ankläger in Medien und Staatsanwaltschaften und religiösen Einrichtungen sind manchmal sinnlos voreilig.

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Jürgen Arnemann  

Jürgen Arnemann

Registriert seit: 05.11.2009

Kommentare: 325

14. Juli 2012 - 03:34 Uhr

Wenn sich ein 18 jähriger verstümmeln lassen will, dann ist
das seine Sache, aber dass wehrlose Knaben geschändet
werden sollte verboten werden.
Der Hinweis auf religiöse Rituale ist in der aufgeklärten,
heutigen Zeit völlig fehl am Platze, ebenso dass die Regierung
vor den jüdischen und moslemischen Ansprüchen buckelt
stimmt mich doch sehr nachdenklich.
In Zukunft sollten Frauen beschnittene Männer ablehnen.

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

14. Juli 2012 - 08:36 Uhr

Das Kölner Urteil war basierend auf der heutigen Rechtslage richtig.

Beschneidungen sind nach meinem Dafürhalten auch nicht mehr zeitgemäß. Dies in Anbetracht der mit der Beschneidung verbundenen Risiken* wie auch der Unumkehrbarkeit dieses Eingriffs.

Dennoch scheint der von der Bundesregierung angekündigte Vorstoß rechtpolitisch opportun zu sein. Das Beschneiden ist zu eng mit der relgiösen Praxis verbunden und zu weit verbreitet, als dass man es von heute auf morgen verbieten könnte.

Es wäre allerdings wünschenswert, wenn auf einem anderen Weg gegen die Beschneidungspraxis vorgegangen würde. Das Mittel der Wahl wäre ncht das Strafgesetz sondern die Aufklärung die durch einen Facharzt zu erfolgen hätte, der auch zwingend bei einer Beschneidung anwesend sein müsste. Die Kosten sind, soweit der Eingriff nicht medizinisch indiziert ist, privat zu tragen. Ferner sollte die Beschneidungspraxis und der Folgen durch ein Zentralregister langfristig untersucht werden damit eine nun angestoßene gesellschaftliche Diskussion auch faktenbasiert erfolgen kann.

* Zu den Risiken hatte ich bereits gestern auf die folgende, wenig reißerische aber Informative Seite verlinkt: goo.gl/1ZKdL

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1706

14. Juli 2012 - 08:43 Uhr

Die Kosten sind schon heute privat zu tragen.

Meinen Sie ein Zentralregister mit Erfassung aller (deutscher / in Deutschland lenbenden) beschnittenen Männer (und Frauen)?

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

14. Juli 2012 - 08:53 Uhr

Ich weiss, dass die Kosten bereits heute privat zu tragen "sind", weswegen ich auch nicht "sollen" geschrieben habe. Das war mehr ein Vorgriff auf die unausweichlich aufkommende Frage nach dem Kostenträger.

Ein Zentralregister der in Deutschland durchgeführten Beschneidungen an männlichen, nur die stehen zur Diskussion, Säuglingen/Kleinkindern, die über bereits heute bestehenden Kindervorsorgeuntersuchung und Schuleingangsuntersuchungen nachverfolgt werden sollten.

Wahrscheinlich müsste man dann im Rhamen dieser Untersuchung auffallende Beschenidungen, die bis dato nicht erfasst waren ebenfalls in diesem Zentralregister erfassen und nachverfolgen. Sie werden mir nachsehen, dass ich nicht alle Details aus dem Stehgreif parat habe, die ein Gesetzgeber sich überlegen müsste.

Um es klar zu machen, mir ginge es dabei nicht um dieErhebung persönlicher Daten, sondern alleine um die anonymisierte Nachverfolgung des Eingriffs.

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Martin Mattmüller

Registriert seit: 13.02.2010

Kommentare: 2035

14. Juli 2012 - 09:35 Uhr

Die Beschneidung fand bisher wie andere religiöse Praktiken vom Staat völlig unbeachtet statt, wie etwa das Bebeten von Warzen oder der St.-Blasius-Segen. Beides sind sinnfreie, aber nicht verbotene Praktiken. Soweit, so gut. Durch die - ich nenne es mal "Vorlage" - des Kölner Gerichts entstand eine gesellschaftliche, kulturkampfähnliche Diskussion, an deren Ende die offizielle Straffreiheit stehen wird - das heißt, die Beschneidung der Muslime wird aufgewertet. (Dass den Juden in Deutschland die Beschneidung verboten werden kann, hat doch wohl niemand im Ernst geglaubt.) Ich hätte den alten Zustand besser gefunden - Straffreiheit ohne Aufwertung. Ich bin gespannt, welche Bestimmung der Sunna (islamischen Tradition) bzw. der Scharia (des islamischen Recht) als nächste sanktioniert wird.

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

14. Juli 2012 - 10:01 Uhr

Herr Mattmüller,

Kulturkampf kann ich nur bei Ihnen und Ihnen nahestehenden Claqueuren wahrnehmen. Hier geht es nicht um den Islam und nicht um das Judentum - die von Ihnen vorgenommene Unterscheidung empfinde ich zutiefst unanständig. Kern der Diskussion ist die körperliche Unversehrtheit von Kindern unabhängig von der Religionszugehörigkeit der Eltern.

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1074

14. Juli 2012 - 10:18 Uhr

Herr Graumann im Gespräch mit FOCUS:
"" Dann müssen wir gehen ""

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Martin Mattmüller

Registriert seit: 13.02.2010

Kommentare: 2035

14. Juli 2012 - 10:23 Uhr

Herr Rosenstock,

ich kenne Sie als Kritiker von Religion und Glauben. Umso mehr lässt mich Ihr Glauben an das, was in der politischen Diskussion an die Oberfläche geschoben wird, schmunzeln.

Es bleibt dabei: Die Beschneidung eines Babys ist nicht schlimmer, als wenn es mal aus dem Kinderwagen fält, was jeder von uns ein paar Mal erlebt hat. Oder bei einem 6-Jährigen nicht schlimmer, als ein zahnärztliche Eingriff, der den ebenmäßigen Stand der Zähne sichern soll und auf Wunsch der Eltern straffrei durchgeführt wird.

Die jetzige Diskussion ist ein Scheingefecht, an dessen Ende die Straffreiheit der Beschneidung der Muslime stehen wird. Eines der Kernelemente der Sunna (islamischen Tradition) wird von Status der stillen Duldung zur gesetzlichen Billigung bzw. aufsteigen.

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Fritz Meier  

Fritz Meier

Registriert seit: 16.10.2009

Kommentare: 113

14. Juli 2012 - 12:05 Uhr

die Beschneidung oder Verstümmelung irgendwelcher Körperteile ist völlig irrational, genauso wie der Verzicht auf das Verspeisen gewisser Tiersorten. Dient alles nur der Festigung der Gruppenzugehörigkeit (Idealfall, Rituelle Handlung) oder der Zementierung von Machtstrukturen , egal mit welcher Begründung die Protagonisten ihr Handeln ihren Gruppenmitgliedern verkaufen. Religiöse Handlungen sind per se irrational.
Konsequenter Weise müssten solche Handlungen (Körpereingriffe) bis zum Eintritt des Selbstbestimmungsalters unterbleiben. Eigentlich war das Kölner Urteil überfällig. Es hatte sich nur niemand getraut, ein solches Urteil zu fällen.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

14. Juli 2012 - 12:26 Uhr

@ Herr Meier
>>"Eigentlich war das Kölner Urteil überfällig. Es hatte sich nur niemand getraut, ein solches Urteil zu fällen. ...."

Mit der Folge, dass die Beschneidung von Jungen in Zukunft auf Basis der Rechtsprechung oder eines Gesetzes OFFIZIELL ERLAUBT sein wird.
Daran führt kein Weg vorbei!

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Herbert Pommerenke  

Herbert Pommerenke

Registriert seit: 29.11.2010

Kommentare: 994

14. Juli 2012 - 15:02 Uhr

Wie lange wird es wohl noch gehen bis tiefgläubige Wahabiten die hier
in Deutschland leben aus reiner Glaubensfreiheit fordern, dass für sie
nur die Scharia gilt und eigene Gerichte dafür einverlangen.

Nun warte ich auf die nur Gegenwartsdenker und die jetzt bei dem
Beschneidungsurteil einknickenden Politiker.

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Guy Sinden

Registriert seit: 28.06.2012

Kommentare: 125

14. Juli 2012 - 18:03 Uhr

@Martin Mattmüller.
Informieren Sie sich bitte, bevor Sie für die Harmlosigkeit der Beschneidung eintreten. Im Vergleich zu den angeblichen Segnungen der Beschneidung, gehen damit hohe Komplikationsraten und eine PTBS (posttraumatische Belastungsstörung, bei 50% der Säuglinge) einher. Das ist mittlerweile klar erforscht, wird in den Medien aber verschwiegen.
Auch die angebliche Vorsorge gegen AIDS und Gebährmutterhalskrebs der Partnerin sind Scheinargumente. Der Schaden der Beschneidungspraxis, mit seiner Dunkelziffer, liegt sehr viel höher, als die Erfolge, die man der Beschneidung zuschreibt, mit Argumenten aus dem 19. Jhd.
Wenn unsere feigen Politiker die Beschneidung aus religiösen Gründen erlauben wollen, dann wird es Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht geben. Besonders enttäuscht bin ich von der FDP, die die religiöse Freiheit der Eltern über das Kindeswohl stellen. Auch die Grünen, die sich sonst der Bewahrung der Schöpfung verschreiben, sollten sich schämen, verbrämten religiösen Praktiken Vorschub zu leisten.
Ach ja, vorläufig ist die Existenz Gottes noch immer nicht bewiesen. Als Gläubiger schüttle ich dennoch den Kopf, über das Ansinnen gewisser Kreise, Ihre abstrusen Praktiken in die Politik und das Gesetz tragen zu wollen. Das ist ein Rückschritt, durch den sich eine angeblich aufgeklärte und moderne Gesellschaft der Lächerlichkeit preisgibt.
Überhaupt - die Diskussion, die religiöse Beschneidung straffrei zu stellen, wäre in Frankreich oder Belgien undenkbar, wegen der unbedingten Trennung von Kirche und Staat, wenn es denn diese Diskussion dort überhaupt gäbe, was ich mir von Herzen wünsche.

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Fritz Meier  

Fritz Meier

Registriert seit: 16.10.2009

Kommentare: 113

14. Juli 2012 - 18:09 Uhr

Viele Türken fahren zur Beschneidung des "Prinzen" in die Heimat, um's dort richtig krachen zu lassen. So umgeht man natürlich auch die Problematik. Dank EasyJet und Turkish Airline alles machbar. Der Flieger nach Israel fliegt auch nicht länger.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

14. Juli 2012 - 18:14 Uhr

@ Herr Sinden
>>"posttraumatische Belastungsstörung, bei 50% der Säuglinge...."
meinen Sie nicht, Sie übertreiben hier masslos?
Wenn dem so wäre, wären 50% der Männer die Mitte des letzten Jahrhunderts, "einfach so" beschnitten wurden, psychisch krank.
Ich zitiere Wikipedia:

"Eine Posttraumatische Belastungsstörung (Abk.: PTBS; engl.: Posttraumatic Stress Disorder, Abk.: PTSD) ist eine psychische Erkrankung (ICD-10: F43.1). Einer PTBS gehen definitionsgemäß ein oder mehrere belastende Ereignisse von außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß "

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Guy Sinden

Registriert seit: 28.06.2012

Kommentare: 125

14. Juli 2012 - 18:40 Uhr

Von "psychisch krank" würde ich nicht sprechen wollen. Aber daß Kinder die beschnitten sind in signifikantem Ausmaß eine Ärzte-Phobie haben, das belegen inzwischen Studien. Einfach mal googlen "beschneidung PTBS".

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

14. Juli 2012 - 18:43 Uhr

@ Herr Sinden
>>"Aber daß Kinder die beschnitten sind in signifikantem Ausmaß eine Ärzte-Phobie haben, ...."
Vor allem Säuglinge die am 8. Tag beschnitten wurden, oder ? ;-)

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Guy Sinden

Registriert seit: 28.06.2012

Kommentare: 125

14. Juli 2012 - 18:45 Uhr

z.Bsp. die Studien von Rhinehart (1999), Samuel Ramos & Gregory J. Boyle (2000) und einige mehr.
Herr Huber, ja genau auch die mit 8 Tagen beschnitten wurden, aber auch die, die - wegen des Narkoserisikos, erst nach 3 Monaten beschnitten werden.
Auf Ihre polemische Art werde ich nicht einsteigen...
Lesen Sie doch einfach mal - oder bleiben Sie in Ihrem Glauben.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

14. Juli 2012 - 18:52 Uhr

@ Herr Sinden
>>"Auf Ihre polemische Art werde ich nicht einsteigen..."

das war sicher nicht polemisch gemeint.
Wenn Sie der Meinung sind, dass ein 8 Tage alter Säugling eine "Ärzte-Phobie durch Beschneidung " erleidet, dann lasse ich Sie gerne in Ihrem Glauben. ;-)
Bitte verschonen Sie aber andere mit diesem Unsinn.

Zitat:
Luke Rhinehart (als George Cockcroft; * 15. November 1932)
Cockcroft hat in Interviews und Büchern immer wieder widersprüchliche
Angaben zu seiner Person gemacht, so dass kaum ein Detail seiner Biographie als bestätigt gelten kann.
Sein gegenwärtiger Aufenthaltsort ist unbekannt.

Sie denken doch nicht im Ernst, dass jemand die Studie dieses Herrn für glaubhaft hält

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Guy Sinden

Registriert seit: 28.06.2012

Kommentare: 125

14. Juli 2012 - 19:07 Uhr

Lesen Sie einfach, Herr Huber:
http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/psychologische-aspekte-der-beschneidung/maennliche-beschneidung-schmerz-trauma-und-psychosexuelle-folgen.html
Und es handelt sich um J.Rhinehart unter vielen Anderen.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

14. Juli 2012 - 19:16 Uhr

@ Herr Sinden
>>"Lesen Sie einfach,..."
Ihre eigene Publikation ist mitnichten ein "Beweis" Ihrer Behauptungen.

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Guy Sinden

Registriert seit: 28.06.2012

Kommentare: 125

14. Juli 2012 - 19:17 Uhr

Das sind mitnichten meine Publikationen, sondern Übersetzungen von amerikanischen Artikeln.
Und es war nicht Luke Rhinehart. sondern J. Rhinehart und etliche mehr, die um das Thema PTBS publiziert haben.
Außer Unsachlichkeiten haben Sie wenig Argumente, Herr Huber.

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Tim Braun

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 43

14. Juli 2012 - 19:24 Uhr

Ja aufhören unmündige Kinder zu verschandeln ! Und wenn ich demnächst ein Kind sehe, das nicht reden kann aber Ohrringe trägt zeige ich die Eltern wegen Körperverletzung an !

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

14. Juli 2012 - 19:37 Uhr

@ Herr Sinden
>>"Und es war nicht Luke Rhinehart. sondern J. Rhinehart und etliche mehr, die um das Thema PTBS publiziert haben...."
Ok mein Fehler, gebe ich zu
Das ändert aber keineswegs meine Einstellung zur Beschneidung.

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Guy Sinden

Registriert seit: 28.06.2012

Kommentare: 125

14. Juli 2012 - 19:46 Uhr

Ja, Herr Huber, ist ja in Ordnung. Sie haben eine Meinung und nehmen an der Diskussion damit Teil. Soweit ist das OK.
m.E. minimieren Sie jedoch die Folgen der Beschneidung und sofern ich Sie jetzt nicht mit einem anderen Forengast verwechsle, treten Sie ein, für die frei religiöse Entfaltung (der Eltern wohlgemerkt).
Das ist ein Standpunkt, den man aber nicht teilen muss.

Ich, als intakter Mann, wurde vor 2-3 Jahren mit dem Thema konfrontiert, nicht als Betroffener, wie man so schön sagt, sondern als außenstehender Leser. Und es hat mich arg revoltiert. Aus dieser Emotion heraus, habe ich Ressourcen und Energie bereitgestellt, diese Artikel einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Aber auch das ist nur eine Meinung. Meine eben.

Und von den vielen Filmen über Beschneidungen, die im Internet zu finden sind, habe ich keine zu Ende sehen können. Versuchen Sie es mal. Vielleicht denken Sie dann um, wenn Sie Babys sehen, die erst bis zur Bewusstlosigkeit schreien und dann in einem komaähnlichen Zustand verharren. All das ist untersucht (Messung der Stresshormone im Blut, Körpertonus, und andere Kriterien) und kaum anders zu deuten, als daß man es einfach lassen sollte, Kindern im Genitalbereich herumzuschneiden.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

14. Juli 2012 - 19:59 Uhr

@ Herr Sinden
>>"Aber auch das ist nur eine Meinung. Meine eben...."

Auch Ihre eigene Meinung kann ich akzeptieren.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

14. Juli 2012 - 20:07 Uhr

Man könnte denken die Welt geht unter nur weil man kleinen Buben nicht mehr am Spitz rum schnippeln darf.

Wer sich beschneiden lassen will kann dies tun wenn er Volljährig ist.

Auf der gleichen Stufe stehen für mich auch Säuglinge mit Ohrlöchern.

Es gibt medizinische Gründe für das entfernen der Vorhaut (Verengung) aber dies pauschal durchzuführen ist Mumpitz.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

14. Juli 2012 - 20:42 Uhr

@ Herr Kern
>>"Man könnte denken die Welt geht unter nur weil man kleinen Buben nicht mehr am Spitz rum schnippeln darf....."

Seien Sie sicher, man darf bald wieder, man darf!

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

14. Juli 2012 - 21:14 Uhr

"Seien Sie sicher, man darf bald wieder, man darf!"

Es gibt wirkliche Probleme in der Welt. Wenn man sein Seelenheil in der Verstümmelung von unmündigen Kindern findet ist das schon arm.

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Roland Hellbardt

Registriert seit: 08.12.2010

Kommentare: 736

14. Juli 2012 - 21:23 Uhr

"Seien Sie sicher, man darf bald wieder, man darf!"
Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen! Den Spruch, nicht die Tat!
"Au ja, ich darf bald kleinen Jungs wieder am Schniepel rum schnipseln und keiner kann mir was, weil ist ja Religion!"
Die Diskussion hier wird widerlich!

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

14. Juli 2012 - 21:29 Uhr

@ Herren Kern und Hellbardt
>>"Wenn man sein Seelenheil in der Verstümmelung von unmündigen Kindern findet ist das schon arm....."

Ich möchte hier keineswegs missverstanden werden.
Wie schon erwähnt bin ich kein Jude.
Aber denken Sie, irgend ein Politiker in Deutschland wird sich mit dem Judentum anlegen?
Ich denke nicht!
Das ist der Hintergrung meines "man darf"

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Fritz Meier  

Fritz Meier

Registriert seit: 16.10.2009

Kommentare: 113

14. Juli 2012 - 21:30 Uhr

@meine Herren
anstatt sich gegenseitig zwischen Gleichgültigkeit und Mimosenhaftigkeit zu begegnen, sollten wir doch einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass weder Moslems noch Juden bereit sind, von ihrem körperverletzenden Ritual Abstand zu nehmen. Das nenne ich beratungsresitente Sturheit. Jede Ohrfeige wird mittlerweile geahndet, es wurde Zeit, sich auch an diese wunderbaren Tabuthemen mal zu widmen! Das ist nur konsequent (für den Herrn Sowieso aus London natürlich antisemitisch). Ich hasse Totschlagsargumente! Das verursacht bei mir stets eine Trotzhaltung. Was lassen wir alles zu? Beerdigungen ohne Sarg, meinetwegen, wenns dafür sachliche Gründe gibt. Wenn nicht, sollten wir es lassen. Aber die Körperverletzung ist noch mal eine andere (höhere) Kategorie. Dass diese Regierung bei jeder Gelegenheit einknickt, ist ja nichts Neues. Wer also binnen 14 Tagen sich von der Atomkraft verabschieden kann, wird auch in 24 Stunden ein passendes Kotaugesetz basteln können. Leider stossen die anderen Parteien ins gleiche Horn.

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Roman Weingardt  

Roman Weingardt

Registriert seit: 02.12.2010

Kommentare: 3198

14. Juli 2012 - 22:02 Uhr

"Es bleibt dabei: Die Beschneidung eines Babys ist nicht schlimmer, als wenn es mal aus dem Kinderwagen fält, was jeder von uns ein paar Mal erlebt hat."

Aha, so,so...

Der interessierten Leserschaft, zu der auch ich mich zweifellos zähle, stellt sich natürlich die Frage: Auf welche Stelle sind Sie denn als gefallen, werter Herr Mattmüller?

Ich habe lediglich eine Vermutung, welche allerdings vieles erklären würde.

Schönes Wochenende

Roman Weingardt

(Der noch nie aus einem Kinderwagen gefallen ist)

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

14. Juli 2012 - 22:14 Uhr

"Die Brit Mila bleibt!" - http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13458

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Roland Hellbardt

Registriert seit: 08.12.2010

Kommentare: 736

14. Juli 2012 - 22:27 Uhr

@Frau Lauser: Dann drehen wir das mal rum: Nachdem wir dann also nix mehr gegen die genitale Verstümmelung von Jungs was haben, weil verschiedene Religionsgruppen das so 'brauchen', kommen, das gleiche Recht fordernd, verschiedene andere Religionsgruppen aus den Löchern und verlangen die Legalität der weiblichen Genitalverstümelung, weil das auch schon Jahrhunderte alte Tradidtion und religiöses Ritual sei.
Und wo trennen wir dann wieder Staat und Religion?

PS: Und warum geht es bei den entsprechenden Religionen eigentlich immer zwischen die Beine?

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Guy Sinden

Registriert seit: 28.06.2012

Kommentare: 125

14. Juli 2012 - 23:49 Uhr

ach ja, bevor sie alle lange suchen, hier eines der Beschneidungsvideos.
http://video.google.com/videoplay?docid=-6584757516627632617&q=circumcision&hl=en#
Schön dran bleiben und bis zum Ende gut zuhören.
Wer das schafft ist wirklich hartgesotten.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

15. Juli 2012 - 18:23 Uhr

"Wer das schafft ist wirklich hartgesotten."

Und wer das ohne medizinische Notwendigkeit durchführt bedarf psychiatrischer Behandlung.

Da wird einem schon vom Zuschauen schlecht.

@Herr Huber,

Sorry, da hatte ich Sie wohl falsch verstanden. Von diesem Standpunkt haben Sie natürlich Recht. Das Judentum ist zu jedem Zeitpunkt unfehlbar und darf nie kritisiert werden. Vor allem mit unserer Vorgeschichte, bla bla.

""Es bleibt dabei: Die Beschneidung eines Babys ist nicht schlimmer, als wenn es mal aus dem Kinderwagen fält, was jeder von uns ein paar Mal erlebt hat.""

Nicht jeder, aber manche wohl ein wenig öfter wie man sieht.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

15. Juli 2012 - 19:51 Uhr

Herr Huber, Sie schreiben: "...dann lasse ich Sie gerne in Ihrem Glauben. ;-)
Bitte verschonen Sie aber andere mit diesem Unsinn."

Darf ich diese Aufforderung einfach mal an Sie zurückgeben?
Behalten Sie Ihren Glauben, aber verschonen Sie andere mit dem Unsinn.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

15. Juli 2012 - 19:56 Uhr

Herr Hellbarth, Sie schreiben: "PS: Und warum geht es bei den entsprechenden Religionen eigentlich immer zwischen die Beine?"

Sexphobie. Alle Religionen sind verklemmt, lust- und freiheitsfeindlich.

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Peter Rapp

Registriert seit: 25.09.2009

Kommentare: 687

15. Juli 2012 - 21:01 Uhr

Es ist doch in gar keiner Weise realistisch zu glauben, dass die Anklage eines nachgeordneten Staatsanwalts und das Urteil eines nachgeordneten Gerichts so bedeutend seien,

dass dies einen deutschen Gesetzgeber dazu zwingen könnte, rituelle Beschneidungen, wie sie seit mehr als zweitausend Jahren in großen Teilen der Welt vorgenommen werden, wesentlich anders zu behandeln als bisher,
wie das nämlich ein aufgeklärt säkularer Staat zu tun hat: mit Nichtbeachtung.

Eingreifen m ü s s t e werauchimmer, wenn werauchimmer begönne, diesen archaischen seit vielen vielen Generationen u n n ö t i g e n Brauch an Nichtangehörigen dieser Religionsgemeinschaften zu verüben.

Wie wenig gefährlich er ist, erweist sich doch eben seit mehr als zweitausend Jahren weltweit.

Natürlich ist das Ganze längst nicht mehr mehr als eine Machtdemonstration der jeweiligen Oberbrauchtumshüter / eine Ergebenheitsadresse der Gläubigen.

Doch erlebt man derlei, die ostentative Machtdemonstration genauso wie die erzwungene Ergebung ins Untertanenschicksal, jeden Tag auf jedem Feld, auf dem Gott Mammon herrscht. Und keiner tut dagegen den Schnabel auf.

PR

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Roland Hellbardt

Registriert seit: 08.12.2010

Kommentare: 736

15. Juli 2012 - 23:15 Uhr

@Herr Meierhofer: Weiß ich schon. Ich hoffte nur, eine Antwort von jemand zu bekommen, der da immer draufhaut! Aua!
PS: Kleine, wirklich nur kleine Nörgelei? ... Hellbardt mit DT ... Ist aber nur peripher ... machen alle so ;-)

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Roland Hellbardt

Registriert seit: 08.12.2010

Kommentare: 736

15. Juli 2012 - 23:39 Uhr

Herr Rapp:
Erstmal Chapeau für Ihren Beitrag, der das Zeug dazu hat, endlich mal Niveau in die 'Diskussion' zu bringen.
"wie das nämlich ein aufgeklärt säkularer Staat zu tun hat: mit Nichtbeachtung." und Zusammenhang in Ihrem Beitrag:
Ich sehe das nicht ganz so. Wir haben ja doch ein Grundgesetz, in dem verschiedenes festgeschrieben steht. Wessen sind wir denn, wenn wir uns als säkularer Staat verstehen, verpflichtet? Dem Grundgesetz oder der Duldung aller wie auch immer dem entgegenstehenden Vorgaben dagegen, sollten sie auch aus religiöser Motivation heraus gefordert sein?
"Doch erlebt man derlei, die ostentative Machtdemonstration genauso wie die erzwungene Ergebung ins Untertanenschicksal, jeden Tag auf jedem Feld, auf dem Gott Mammon herrscht. Und keiner tut dagegen den Schnabel auf."
Da haben Sie absolut recht! Die haben aber gegenüber den religiösen den Vorteil, daß sie an für das Individuum existentiellen Bedingungen rumwerkeln können. Und (vielleicht ist das auch Ihr Gedanke?) könnte es sein, daß damals die Religionen auf dem gleichen Wege entstanden sind?

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

16. Juli 2012 - 07:36 Uhr

@ Herr Meierhofer
>>"Sexphobie. Alle Religionen sind verklemmt,...."
So ein Quatsch, bitte begründen Sie solche Behauptungen!

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3969

16. Juli 2012 - 07:50 Uhr

@ Herrn Huber

Vielleicht hilft DAS HIER ja etwas weiter:

http://www.dasbiber.at/content/sex-im-islam-und-die-sure-der-leidenschaft

(andere "religionskulturelle" Verweise habe ich jetzt auf die Schnelle nicht "griffbereit", aber auch die gibt's ganz gewiss)

Zur Widersprüchlichkeit zwischen der "Sache selbst" gegenüber dem (dortigen) "gesellschaftlich offenen Umgang DAMIT", das ist in der Tat diskussionswürdig und bedarf vor allem in den strengen und stringent gehaltenen Gesllschaftsordnungen Reformen sozio-kultureller Art. Und zwar deshalb schon, weil unsere Welt täglich immer globaler und vernetzter, sprich "kleiner" wird.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

16. Juli 2012 - 07:57 Uhr

@ Herr Ulabi
Sicher haben Religionen alle eine Einstellung zur Sexualität.
So wie auch alle Atheisten eine Einstellung dazu haben.
Diese ( die der Religionen) aber pauschal als verklemmt und lustfeindlich zu bezeichnen ist einfach Quatsch.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

16. Juli 2012 - 08:36 Uhr

Herr Huber, nennen Sie mir eine in der "alten Welt" bedeutsame Religion, die ein ungezwungenes Verhältnis zu Sex hat.
Insbesondere die christliche Kirchen, die ja wohl immer noch am weitetsten verbreitete Religion in unseren Breiten, haben zur menschlichen Sexualität ein völlig gestörtes Verhältnis: Masturbation, vorehelicher Sex, ausserehelicher Sex: alles Sünden, Sex darf nur der Fortpflanzung dienen. Zölibat für Priester, sexloses Leben für Ordensmänner und -frauen...

Aber vielleicht können Sie mir ja das Gegenteil beweisen.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

16. Juli 2012 - 08:53 Uhr

@ Herr Meierhofer
>>"Sex darf nur der Fortpflanzung dienen. Zölibat für Priester,....."
Sie können mir glauben, dass ich lange brauchte um diverse Argumente und Standpunkte der kath. Kirche in diesen Sachen zu verstehen.
Ich möchte nur die oben aufgeführten Punkte kurz ansprechen.
Bedenken Sie aber bitte dass ich kein ausgebildeter Theologe bin.
Sex in der Ehe ist erlaubt, die Fortpflanzung ist der gewünschte und gottgewollte "Nebeneffekt".
Was ist daran so schlimm?
Die Auswirkungen von Pille und anderen "absolut sicheren Verhütungsmitteln" sind doch ausreichend bekannt.
Vor allem: Kindermangel, -rückgang in Deuschland mit allen Konsequenzen.

Zum Zölibat biite ich um Beachtung dieses Liks:
http://www.narayanananda.0nyx.com/zoelibat02.htm#08

Bedenken Sie hier bitte auch: der Zölibat ist völlig freiwillig.
Wer nicht dazu steht, dem bleibt immer die EKD.

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Martin Mattmüller

Registriert seit: 13.02.2010

Kommentare: 2035

16. Juli 2012 - 09:24 Uhr

Ich möchte daran erinnern, dass auch evangelische Ordensschwestern und der Dalai Lama zölibatär leben. Nur dass gegen diese keine Kampagnen in den Medien geführt werden.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

16. Juli 2012 - 09:40 Uhr

Erstens, Herr Mattmüller, schrieb ich von "christlichen" Religionen, was die evangelische Religion einschliesst. Zweitens bekräftigt Ihr Beispiel mit dem absolutistischen weltlichen und religiösen Ex(il)-Oberhaupt der Tibeter nur, dass *alle* Religionen sexfeindlich eingestellt sind.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

16. Juli 2012 - 09:41 Uhr

Herr Huber, was ist mit meiner Aussage "Masturbation, vorehelicher Sex, ausserehelicher Sex: alles Sünden"?

Dazu äussern Sie sich nicht.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

16. Juli 2012 - 09:46 Uhr

@ Herr Meierhofer
>>"was ist mit meiner Aussage ...."
Auf alle Punkte einzugehen sprengen den Rahmen dieser Diskusionsrunde.
Ich empfehle dazu einen Blick in den :
KATECHISMUS DER KATHOLISCHEN KIRCHE

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_INDEX.HTM

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

16. Juli 2012 - 09:48 Uhr

Sie kneifen, Herr Huber?

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

16. Juli 2012 - 09:53 Uhr

@ Herr Meierhofer,
ich kneife nicht, ich verweise lediglich auf eine kompetente(re) Stelle.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

16. Juli 2012 - 10:05 Uhr

Es geht nicht darum, auf die Quelle dieses - in meinen Augen - realitätsverdrängenden Unfugs hinzuweisen, sondern um das Faktum an sich, dass die christlichen Religionen (und beileibe nicht nur die) in höchstem Maße der menschlichen Sexualität feindselig gegenüberstehen.
In diesem Kontext ist auch die Beschneidung zu sehen. Sie ist die Manifestation der institutionalisierten Verklemmtheit der verstümmelnden Religionen, und hat deshalb keinen gesetzlichen Schutz verdient.

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1074

16. Juli 2012 - 10:09 Uhr

@Alle

Bitte jetzt mal aufhören !
Eher mal darüber schreiben, was bis zum 12. September noch passiert,
oder nichts !

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

16. Juli 2012 - 10:37 Uhr

@ Herr Meierhofer
>>"und hat deshalb keinen gesetzlichen Schutz verdient....."
Ihre Meinung, sowie die von ein paar Anderen.
Genau so relevant wie meine "bescheidene" Meinung.(IMHO) ;-)
Sie werden trotzdem sehen, dass die Beschneidung den Schutz des Deutsche Staates erhalten wird.
Begründungen hierzu wurden schon reichlich geliefert.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

16. Juli 2012 - 12:18 Uhr

Die einzige Begründung, die bisher *für* die Legalisierung der Beschneidung als religiöser Akt der Verstümmelung, vorgebracht wurde, ist die Befindlichkeit von bereits beschnittenen Anhängern einer dieser Lehren, die die Verstümmelung aus religiösen Motiven verlangen.

Beziehungsweise deren unvermeidliche Bedenkenträger by proxy.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

16. Juli 2012 - 12:34 Uhr

@ Herr Meierhofer
Ich wiederhole mich gerne nochmal für Sie.

Das unbedeutende Gericht mit seinem Urteil, welches der Auslöser diese Diskusion war, war sich der Tragweite der Entscheidung sicher nicht bewusst.
Nennen Sie mir bitte einen Politiker, oder ein deutsches Gericht, welcher/s dem Judentum die "Basis seines Glaubens " strittig machen wird?
Auch im Hinblick auf die bekannte Vergangenheit der deutschen Politik im Zusammenhang mit dem Judentum ist das quasi unmöglich.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

16. Juli 2012 - 13:00 Uhr

@ all
hat jemand etwas anderes erwartet?
gerade in der BILD
>>"Montag, 16. Juli 2012, 12:52 UHR
Merkel setzt sich für Beschneidungen ein

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt laut einem Zeitungsbericht mit Nachdruck auf ein Recht auf Beschneidung. Im CDU-Bundesvorstand sagte die Parteichefin am Montag nach Informationen der „Financial Times Deutschland“, sie wolle nicht, dass Deutschland das einzige Land auf der Welt sei, in dem Juden nicht ihre Riten ausüben könnten. „Wir machen uns ja sonst zur Komikernation“, zitiert FTD.de Merkel unter Berufung auf Teilnehmer."

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1074

16. Juli 2012 - 14:27 Uhr

STAATSRÄSON !

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

16. Juli 2012 - 16:03 Uhr

Wenn die "Basis des Glaubens" die entrissene Vorhaut istm was ist denn dann die ganze Religion wert? Ich dachte immer, Religionen drehen sich um eine übersinnliches Wesen, dessen postulierte Weltordnung und socleh Sachen wie Schöpfungsgeschichte u.ä.

Aber nein, jetzt muss schon ein Fetzen Penishaut als "Basis des Glaubens" herhalten.

Ich dachte immer, das Fliegende Spaghettimonster wäre eine Persiflage. Dabei ist die Realität viel spinnerter...

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Tom Nütten  

Tom Nütten

Registriert seit: 13.07.2012

Kommentare: 153

16. Juli 2012 - 20:52 Uhr

@ Herr Huber

seien Sie sich mal nicht so sicher, dass eine Rechtsprechung zu Gunsten der Berschneidung stattfinden wird!
Natürlich springt die gute alte Fr. Merkel auf den Zug auf, schließlich kann sie als CDU Politikerin keinerlei Beschneidung der Religionen gut heißen (zudem hat sie mehr als 1x bewiesen, dass sie kein Rückrat hat)

Egal was für ein Gesetz der Bundestag abschließen wird, er wird so oder so nach Karlsruhe wandern! Dort wage ich zu bezweifeln, dass ein Beschneidungs legitimierendes Gesetz durchgewunken wird!

"Sex in der Ehe ist erlaubt, die Fortpflanzung ist der gewünschte und gottgewollte "Nebeneffekt".
Was ist daran so schlimm?"

Natürlich will die Kirche, dass sich Katholiken reichlich fortpflanzen! Schließlich muss dass Geld in die Haushaltskassen, Kreuze in der Weltgeschichte aufstellen kostet leider Gottes Millionen und der Papst wohnt auch eher bescheiden und möchte vlt mal irgendwann in ne größere Wohnung ziehen...

"Die Auswirkungen von Pille und anderen "absolut sicheren Verhütungsmitteln" sind doch ausreichend bekannt.
Vor allem: Kindermangel, -rückgang in Deuschland mit allen Konsequenzen."

Die Weltbevölkerung wächst und wächst... Wenn dazu noch der Wirtschaftliche Fortschritt in China, Indien und Afrika weitergeht, werden wir in ein paar Jahre keine Ressourcen mehr haben! Die Umwelt würde absolut den Bach runtergehen, wenn jeder Mensch nach europäischen Standarts leben könnte. In Mexiko und Afrika haben sie nichts mehr zu beißen, da wir die Nahrungsmittel in unseren Autos verfahren...

Und sie kommen damit, dass es einen Kindernotstand in Deutschland gibt?! Wie dramatisch! Die Weltbevölkerung wächst dramatisch und wir werden in der Zukunft Probleme haben alle zu ernähren und sie befürworten die Ideologie der Katholischen Kirche, weil wir zu wenige Kinder haben???

http://www.youtube.com/watch?v=U0kJHQpvgB8

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

17. Juli 2012 - 07:52 Uhr

@ Herr Nütten
>>"Natürlich springt die gute alte Fr. Merkel auf den Zug auf,..."
Nicht nur die!
>>"da wir die Nahrungsmittel in unseren Autos verfahren......."
Das habe ich noch nie gutgeheisen.
>>"Die Weltbevölkerung wächst und wächst..."
Stimmt, und Deutschland vergreist.
Was der Kirche gut tut, sprich junge Mitglieder, schadet dem Deutschen Staat sicher nicht.
Ein Anstieg der deutschen Bevölkerung trägt auch nur unwesentlich zum Anstieg der Weltbevölkerung bei.
Das Weltbevölkerungsproblem wird in dieser Hinsicht bestimmt nicht in Deutschland gelöst oder verschärft.

Genau so sinnfrei ist der Gedanke einiger eifriger deutscher Reformierer der kath. Kirche. Deren Anteil an der Weltkirche beträgt gerade mal 2,5 %.

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