Chronik

Straßburg im Visier des Terrors

Hannah Fedricks Zelaya, Archiv

Von Hannah Fedricks Zelaya & Archiv

Mi, 12. Dezember 2018 um 12:54 Uhr

Straßburg

Schon im Jahr 2000 – noch vor den Anschlägen auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 – stand der Straßburger Weihnachtsmarkt im Visier von Terroristen.

2000: Knapp zehn Monate vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sollen der Weihnachtsmarkt und das Straßburger Münster die Ziele eines Terroranschlages werden: Am 26. Dezember 2000 nimmt die deutsche Kriminalpolizei in einer Frankfurter Wohnung vier mutmaßliche Terroristen fest. Dabei finden die Beamten Waffen, Sprengstoff, Hinweise auf einen Stützpunkt in Baden-Baden und ein Video, dass offenbar der Vorbereitung des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt dienen sollte.

Der Anschlag wird nur knapp vereitelt, die Bombe dafür sind bereits fertig gestellt: Ein umgebauter Schnellkochtopf sollte ein Blutbad unter "Ungläubigen" anrichten. Die Verhafteten sind Islamisten, die Kontakte zum Terrornetzwerk Osama bin Ladens haben.

2001: Die Polizei nimmt im November sechs weitere Männer fest, die die Terroristen von 2000 offenbar unterstützt hatten.

2003 und 2004: Die Angeklagten werden von einem Pariser Strafgericht zu Freiheitsstrafen von einem bis zehn Jahren Haft verurteilt.

2007: Straßburg investiert 300.000 Euro in Anti-Terror-Poller. Sie sollen verhindern, dass Lastwagen in Menschenmengen fahren.

2015: Nach den Anschlägen von Paris fürchtet man auch in Straßburg weitere Anschläge. Der Weihnachtsmarkt steht auf der Kippe, findet dann aber unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Dafür sind rund 400 Polizisten mehr als üblich im Einsatz.
Folgen der Pariser Attentate (15.5.2015): Wird Weihnachtsmarkt in Straßburg abgesagt?

2016: In Straßburg werden kurz vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes sieben verdächtige Islamisten festgenommen, die Anschläge geplant haben sollen. Ziel der geplanten Anschläge soll allerdings angeblich nicht der Straßburger Weihnachtsmarkt sein.
Polizei verhindert Terroranschlag (21.11.2016): Festnahmen in Straßburg und Marseille