Großbrand in Straßburg

bnü, hsl

Von Bärbel Nückles & Helmut Seller

Sa, 21. Juli 2018

Straßburg

Halle für Flüssigkunststoffherstellung brennt im Hafen nieder.

STRASSBURG (bnü/hsl). Ein Großbrand im südlichen Straßburger Hafen ist am Freitag in den frühen Morgenstunden auch mit Hilfe deutscher Einsatzkräfte gelöscht worden. Das Feuer auf dem Werksgelände des Dämmmittelherstellers Soprema brach, begleitet von einer heftigen Explosion, am Donnerstag gegen 22 Uhr aus. Wenig später war die Feuerwehrleitstelle Ortenau in Offenburg informiert.

Die Warnung, Fenster und Türen auch rechts des Rheins geschlossen zu halten, waren laut Polizeisprecher Patrick Bermann vom Präsidium in Offenburg aber rein vorsorglich.

An der Brandstelle in Straßburg war das Aufgebot an Löschkräften mit 66 Einsatzwagen und mehr als 130 Feuerwehrleuten besonders groß. Im Einsatz war auch das in Straßburg stationierte deutsch-französische Löschboot. Um drei Uhr morgens war das Feuer unter Kontrolle. Allerdings wurden mehr als 3000 Quadratmeter Fläche bei dem Brand in Mitleidenschaft gezogen, der von einer Werkshalle ausging, in der Flüssigkunststoff produziert wird. Seine Ursache ist bislang nicht identifiziert. Menschen wurden nicht verletzt.

Sowohl auf französischer wie auf deutscher Seite wurden ab den frühen Morgenstunden Schadstoffmessungen durchgeführt mit dem Ergebnis, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestand. Im Bereich des Soprema-Geländes wurden jedoch Barrieren ins Wasser gelassen, die verhindern sollen, dass sich Löschmittel über das Hafenbecken ausbreitet.