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19. Januar 2016 09:02 Uhr

Münstereck

Straßenbahn Urbos ist zu lang für manche Haltestelle

Das Spielfeld des SC oder die Schienen in Zähringen – einiges ist zu kurz in Freiburg. Doch die neuen Straßenbahnen aus Spanien, die sind zu lang. Ihr Hintern ragt über die Haltestelle Siegesdenkmal hinaus.

  1. Der Spanier „Urbos“ unterwegs am Bertoldsbrunnen Foto: Michael Bamberger

  2. Urbos, die neue Straßenbahn Foto: Rita Eggstein

Vieles ist ja viel zu kurz in Freiburg, zum Beispiel die Grünphasen an Ampeln, das Spielfeld des SC, die Haltbarkeit von Kulturdenkmalen und von den Schienen in Zähringen. Jetzt ist auch mal etwas zu lang.

Die Verkehrs-AG hat sowohl neue Straßenbahnen als auch eine neue Linie. Doch die beiden können nicht zusammenkommen, der Urbos kann nicht auf der Linie 4 fahren. Denn der schicke Spanier passt nicht in die Haltestelle Siegesdenkmal. Mit seinen knapp 42 Metern Länge würde er in die Straße ragen und die Autos auf dem Altstadtring ausbremsen – mit dem Hintern oder der Schnauze oder mit beidem.

Der Hintern von Urbos blockiert auch den Bertoldsbrunnen

Das Phänomen ist nicht neu, denn der Combino ist fast genauso lang, weswegen er auch nie auf der Linie 2 fuhr. Die Haltestelle ist nur ausgelegt für Trams wie den GT8Z – die haben zwar einen langen Namen (Gelenktriebwagen mit acht Achsen, Zweirichtungsfahrzeug), sind aber kürzer als 36 Meter: passt.

Neu ist das Phänomen, dass der Urbos den Bertoldsbrunnen blockiert, weil sein Hintern in die Kreuzung hängt. So wurde beobachtet, wie der neue Tramtyp Richtung Martinstor abbog, aber nicht ganz rum kam. Deshalb konnte eine Linie 1 nicht über die Kreuzung rüber, und in der Bertoldstraße stauten sich ruckzuck die Straßenbahnen.

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Nun denn, zumindest das Problem mit dem Siegesdenkmal wird sich auflösen, wenn die Haltestelle samt Friedrichring 2018 umgebaut ist. Das ist zwar auch noch lang, aber nicht ewig.

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Autor: Simone Höhl