Straßensanierung steht auf dem Plan

Karin Steinebrunner

Von Karin Steinebrunner

Do, 21. Dezember 2017

Dachsberg

Dachsberg bereitet sich auf ein arbeitsreiches Jahr vor / Ehrung von verdienten Mitarbeitern der Gemeinde.

DACHSBERG. Nochmals eine ansehnliche Liste von Tagesordnungspunkten hatte der Dachsberger Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung im Jahr 2017 abzuarbeiten. Neben der Verabschiedung des Haushalts für 2018 ging es unter anderem um die Aufstellung eines Bebauungsplanes in Urberg sowie die Fortführung der Straßensanierungsmaßnahmen in Hierholz. Zu letzteren beiden Punkten waren als Referenten Peter Egi von der Planungsgruppe Südwest und Claus Baumgartner vom Ingenieurbüro Mayer auf den Dachsberg gekommen.

Der eigenständige Bebauungsplan "Hausmatt IV" soll gemeinsam mit den bereits bestehenden Bebauungsplänen Hausmatt I-III ein Gebiet in Urberg abrunden. Der Bereich ist bereits als Baufläche vorgesehen, weist aber einige Besonderheiten auf, die im Bebauungsplan Berücksichtigung finden müssen. So befinden sich auf der Fläche ausgedehnte Steinriegel, die erhalten bleiben sowie durch ausreichenden Abstand von der geplanten Bebauung geschützt werden müssen. Außerdem läuft quer über die zur Diskussion stehende Fläche eine Wasserleitung, die nicht überbaut werden darf. Des Weiteren müssen überschüssiges Quellwasser und eventuell anfallendes Oberflächenwasser gezielt abgeleitet werden. Die Fläche weist zudem zwei Findlinge sowie einen alten Ahorn auf, die als markante Landschaftselemente ebenfalls erhalten bleiben sollen.

2018 wird "sportlich" für die Gemeinde Dachsberg

Trotz der Einteilung in mehrere Bebauungspläne besitzt das Gebiet insgesamt einen sehr homogenen Charakter, der durch das auf dem neuen Bebauungsplan vorgesehene Gebäude erhalten bleiben soll. Unter Berücksichtigung des angrenzenden Landschaftsschutzgebietes sowie der Ausweisung der Fläche als Wasserschutzgebiet Zone 3 beinhaltet der zukünftige Bebauungsplan auch Nutzungsbeschränkungen sowie Pflanzempfehlungen. Der Rat fasste den Aufstellungsbeschluss und den Beschluss zur Offenlage.

Claus Baumgartner bezeichnete das Jahr 2018 als "sportliches Jahr für die Gemeinde". Die Straßensanierungsmaßnahme in Hierholz soll fortgesetzt werden, und zwar im bebauten Bereich, dessen Bebauungsplan aus dem Jahr 1964 stammt. Damals war Entwässerung noch kein Thema, weshalb diese praktisch bei allen oberhalb der Straße gelegenen Gebäuden nicht geregelt ist.

Das einzig sinnvolle Lösungskonzept für dieses Problem sieht die Einleitung in den Bach unterhalb des Weihers vor. Diese Maßnahme ist nicht zuschussfähig und wird einen Fehlbetrag von 55 000 Euro verursachen. Geprüft werden soll jedoch, ob hierfür nochmals Anschlussbeiträge erhoben werden könnten. Einen ebenso hohen Fehlbetrag wird der Austausch von 40 Wasserschiebern verursachen, die für die Wasserversorgung benötigt werden. Zusammen mit den Arbeiten, die parallel zur Straßensanierung für die Breitbandversorgung geleistet werden, ergeben sich Kosten von 767 750 Euro, für den Straßenbau selbst muss mit Kosten in Höhe von 610 000 Euro gerechnet werden.

Sechs an unterschiedlichen Stellen durchgeführte Kernbohrungen haben ergeben, dass der Straßenaufbau aus zwei Deckschichten besteht, unter denen eine Tragschicht liegt, die die Hälfte der üblichen Dicke aufweist. In den Randbereichen sollte laut Baumgartner eine Deckensanierung ausreichen, im Kernbereich allerdings gehen die Risse komplett durch die Asphaltschicht hindurch, so dass dort ein Vollausbau nötig sein wird. Gleichzeitig soll die Entschärfung in einem Kurvenbereich sowie die Umgehung von Privatgrundstücken durch leichte Korrekturen des Straßenverlaufs realisiert werden.

Nach der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs für 2018 in der letzten Sitzung hat der Dachsberger Rat den neuen Haushaltsplan nun verabschiedet. Änderungen wurden keine mehr vorgenommen. Die Haupteinnahmen werden demnach aus dem Einkommensteueranteil sowie aus den Schlüsselzuweisungen kommen, die mit insgesamt 1 431 200 Euro gegenüber dem Vorjahr um 195 300 Euro gestiegen sind. Ein Unsicherheitsfaktor ist wie immer die Gewerbesteuer. Der Ansatz bleibt bei 225 000 Euro, die aktuellen Einnahmen für 2017 belaufen sich auf 318 000 Euro. Unterm Strich sieht der Haushalt 2018 einen geringen Überschuss von 12 000 Euro vor, wobei Bürgermeister Kaiser einräumte, das sei wenig Luft zum Atmen, vor allem, wenn der Winter so bleibe wie bisher. "Ein einziger Tag mit vollem Schneeräumeinsatz kostet uns bei unserer großen Fläche 5000 Euro", gab er zu bedenken.

Die Bauanträge zum Abbruch einer Garage und Neubau eines Einfamilienhauses an gleicher Stelle in Außer-Urberg, zur Errichtung eines Einfamilienhauses in Hierbach sowie eines Wohnhauses mit Garage in Wittenschwand wurden befürwortet. Im letzteren Fall signalisierte der Rat, die aufgrund der Überschreitung des Baufensters möglicherweise notwendig werdende Änderung des Bebauungsplanes ebenfalls zu befürworten.

Wie gewohnt nahm Bürgermeister Kaiser in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres die Ehrung langjähriger Mitarbeiter vor. In diesem Jahr sind das Michael Denz und Vroni Behringer.

Denz hat vor 25 Jahren als Azubi im Dachsberger Rathaus angefangen, übernahm 1995 die Gemeindekasse und ist heute der Rechnungsamtsleiter der Gemeinde. Darüber hinaus engagiert er sich auch als Gesamtkommandant der Feuerwehr. Vroni Behringer hat vor 20 Jahren als Reinigungskraft im Rathaus angefangen und ist dieser Tätigkeit bis heute treu geblieben, was den Rathausmitarbeitern ihre Arbeit sehr erleichtert, da sie alle Abläufe kennt und ohne viele Worte sieht, was Not tut.