Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

12. September 2017

Konzerte

Strom & Wasser gibt in Freiburg und Kirchzarten ein Konzert für lau

Liedermacher Heinz Ratz gibt mit seiner Band Strom & Wasser politische Musik und will damit ein Zeichen setzen. Außerdem will er auf der Tour ein Netzwerk schaffen für sein "Büro für Offensivkultur" - das in Notlagen schnell Protestkonzerte und Spendenaktionen organisieren kann.

  1. Heinz Ratz Foto: Anni Buhl

Eine Notfallagentur, die handeln kann, wenn irgendwo in Deutschland schlimme Dinge passieren. Schlimme Dinge – das sind für Liedermacher Heinz Ratz etwa Naziaufmärsche oder Umweltkatastrophen. Dann brauche es sofort Konzerte: als medien- und öffentlichkeitswirksamen Protest und als Möglichkeit, Spenden zu sammeln. Denn, da ist sich Ratz sicher, Menschen erreiche man viel eher mit Musik als nur mit trockenen Parolen. Um schnell und unproblematisch Konzerte zu veranstalten, hat er mit Konstantin Wecker das Büro für Offensivkultur (BOK) ins Leben gerufen.

Bürger sollen anrufen, wenn irgendwo etwas passiert, das Protest erfordert oder eine Spendenaktion braucht. Das BOK organisiert dann alles – und zwar schnell. Denn das sei gar nicht so einfach: Anträge schreiben, Technik organisieren, Unterstützer finden – daran scheitern viele trotz guten Willens, weiß Ratz.

Doch es braucht erst einmal ein gutes Netzwerk und Geld, um seine Idee umzusetzen. Deshalb ist er mit seiner Band Strom & Wasser in diesem Jahr im Land unterwegs. Um Künstler und Unterstützer zu finden – und um Geld zu sammeln. Damit im nächsten Jahr das BOK spontane Konzerte für die gute Sache organisieren kann. Einige sitzen schon mit im Boot, etwa Sarah Connor und der Freiburger Autor und Kabarettist Jess Jochimsen.

Werbung


Das Programm "Herzwäsche" spielt Strom & Wasser bei seiner Tour bei freiem Eintritt. Man wolle ja etwas vom Publikum – Unterstützung –, da könne man keinen Eintritt verlangen. "Der ganze Abend ist hochpolitisch – aber tanzbar", sagt Ratz. Die Gesellschaft wird immer unsozialer – so die Nachricht. Pessimistische Stimmung will Ratz aber nicht aufkommen lassen. "Nach dem Abend geht’s den Leuten besser", verspricht er.

Konzerte: Donnerstag, 14. September,
20 Uhr, E-Werk, Freiburg, und Samstag, 16. September, 20 Uhr, 3sampiano, Kirchzarten.

Autor: Sophia Hesser