EnBW

Strom wird teurer – aber nicht bei allen Anbietern

Konstantin Görlich

Von Konstantin Görlich

Di, 13. Februar 2018 um 17:28 Uhr

Wirtschaft

EnBW erhöht die Preise in der Grundversorgung – und begründet das mit gestiegenen Netzentgelten. Regionale Anbieter halten die Preise aber häufig stabil. Ein Überblick.

Die Strompreise im Südwesten werden teilweise erhöht. Der Energieversorger EnBW hebt zum 1. April den Preis in der Grundversorgung an – erstmals seit mehr als zwei Jahren. Das teilte das Unternehmen in Karlsruhe mit. Grund seien "die in den vergangenen Monaten weiter gestiegenen Kosten, insbesondere die staatlich regulierten Netzentgelte, die nicht länger kompensiert werden können".

Der Preis pro Kilowattstunde bleibt zwar unverändert, aber der monatliche Grundpreis steigt um 2,71 Euro pro Monat brutto (das entspricht 2,28 Euro pro Monat netto). Die Preise für Sonderprodukte, die EnBW bundesweit anbietet, würden in einer ähnlichen Größenordnung angepasst, hieß es. Die Kunden würden Mitte Februar schriftlich informiert.



Beim E-Werk Mittelbaden in Lahr ist keine Preiserhöhung geplant, sagt Pressesprecherin Anthea Götz – für das ganze Jahre 2018. Zwar ergeben sich auch hier durch die Vorgaben der Bundesnetzagentur erhöhte Netzentgelte, die Änderungen seien aber so gering, dass sie sich nicht auf die Verbraucherpreise auswirkten.

Auch beim regionalen Energieversorger Badenova in Freiburg bleiben die Grundversorgungspreise 2018 stabil, wie Pressesprecherin Yvonne Schweickhardt bestätigt, "obwohl zum Beispiel der EEG-Anteil gestiegen ist".

Rolf Wetzel vom Vorstand des regionalen Energieversorgers Elektrizitätswerke Schönau bestätigt, dass es in diesem Jahr ebenfalls keine Preiserhöhung bei dem Ökostrom-Anbieter geben wird – weder für Grundversorgungskunden, noch für alle anderen.

Bereits zum Jahreswechsel hatten die Stadtwerke Müllheim-Staufen ihre Strompreise heraufgesetzt und dies mit stark gestiegenen Stromeinkaufspreisen begründet. Die Tariferhöhung sei allerdings mit einer zweijährigen Preisgarantie verbunden. Die Energieversorgung Titisee-Neustadt hingegen senkt zum 1. März ihren Strompreis um 0,3 Cent pro Kilowattstunde (die BZ berichtete).