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14. Juli 2012
Stromerzeugung rechnet sich nicht
Eigenbetrieb Abfallwirtschaft errichtet keine Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Deponie Herten, schafft aber Voraussetzungen.
LÖRRACH. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Lörrach errichtet auf der ehemaligen Mülldeponie in Rheinfelden-Herten vorderhand keine Photovoltaikanlage. Eine Studie, die auf Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen erarbeitet und am Mittwoch im Betriebsausschuss des Kreistags vorgelegt wurde, hat ergeben, dass eine Zwei-Megawatt-Anlage zwar technisch und genehmigungsrechtlich machbar, aber nicht wirtschaftlich zu betreiben wäre.
Die Rendite liege über den errechneten 0,39 Prozent, weil die Kürzung der Einspeisevergütung geringer ausfällt als zunächst gedacht, erläuterte die technische Leiterin des Eigenbetriebs, Silke Bienroth. Gleichwohl komme eine Realisierung derzeit nicht in Frage. Anders sähe es aus, wenn die Preise für die Module sinken oder die Vergütung für eingespeisten Strom so hoch ist, dass ein Betrieb wirtschaftlich darstellbar wäre.Auch wenn der Eigenbetrieb selbst keine eine Anlage errichtet, ist diese auf der Deponie nicht ausgeschlossen, vorausgesetzt es finden sich Private oder Genossenschaften, die ein solches Projekt umsetzen wollen. Denn die technischen Voraussetzungen sind auf der ehemaligen Deponie sind gegeben. Die Oberfläche ist und wird so abgedichtet, dass eine Installation möglich ist.
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In einem ersten Bauabschnitt sind bereits 1,4 Hektar Oberfläche abgedichtet und rekultiviert worden. Ziel ist, die verbleibenden 2,1 Hektar bis Ende des Jahres abzudichten, sagte Silke Bienroth. Ob dies gelingt, liegt allerdings nicht so sehr in der Hand des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft. Benötigt werden dazu rund 30 000 Kubikmeter Erde, erläuterte die technische Leiterin. Und ob diese in den kommenden Monaten zur Verfügung stehen, hängt davon ab, ob im Landkreis Lörrach entsprechende Mengen bei Bauvorhaben anfallen. Die Erde teuer einzukaufen sei keine Alternative. Im Zweifelsfall müsse man eben warten.
Peter Schalajda (Grüne) kritisierte im Betriebsausschuss die Machbarkeitsstudie als zu wenig ehrgeizig und brachte eine Direktvermarktung des Stroms ans benachbarte St. Josefshaus zur Sprache. Wenn schon, dann sollte der Landkreis Lörrach auf den Dächern seiner Krankenhäuser Photovoltaikanlagen errichten, meinte Franz Kiefer (FDP).
Autor: Daniel Gramespacher



