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18. November 2009 18:31 Uhr
Bildungsstreik
Studenten stellen sich auf längere Besetzung ein
Ihren Posten im Audimax werden die Besetzer der Freiburger Universität wohl nicht so bald wieder räumen. Sie stellen sich auf einen längeren Protest ein und sammeln fleißig Lebensmittelspenden. Die Forderungen an die Unileitung nehmen zudem Gestalt an.
Der Arbeitskreis Versorgung war am Mittwoch fleißig. Der Küchendienst für die kommenden Tage ist organisiert und auch die Lebensmittelversorgung steht: Kommilitonen spendeten Euro oder Cent, Karotten oder Paprika für die hungrigen Besetzer des Freiburger Audimax, die seit Montagabend die Stellung im Hörsaal halten. Und auch auf dem Freiburger Wochenmarkt ist der Protest mittlerweile angekommen.
"Wir sind müde, werden aber nicht weichen" – damit unterstrich Maggie Jaglo, Mitglied des Vorstands der unabhängigen Studentenvertretung (u-asta), am dritten Tag das Durchhaltevermögen der Besetzer. Campierten in der ersten Nacht gut 150 Studenten zwischen den Sitzreihen, hielten in der zweiten immerhin noch 100 die Stellung. Laut Jaglo gibt es derzeit keine Pläne, den Protest auf andere Räume auszuweiten.
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FLASHMOB UND FLYER
Stattdessen versuchen die Studenten mit verschiedenen Aktionen auf ihren Protest aufmerksam zu machen: Am Mittwochmorgen organisierte die Fachschaft Politik einen Flashmob. Im Kontakthof der Universität und an der Kaiser-Joseph-Straße legten sich rund 50 Studierende auf Isomatten. Das Motto: "Hier kommt die Bildung zum Erliegen”. Zudem verteilten sie zahlreiche Flyer.
Bei einer anderen Aktion verkleideten sich einige der Besetzer als Zombies und unterbrachen laufende Seminare und wiederholten in monotonem Singsang die Worte "Ich muss auswendig lernen”.
Zugleich wurde ein Arbeitskreis gebildet, der zentrale Forderungen der Protestierenden erarbeiten sollte. "Grundlage hierfür sind die Forderungen des Bildungsstreiks", erläutert Jaglo, die nun konkretisiert werden sollte. "Wir wollen zum Beispiel, dass die Prüfungsmodalitäten vereinfacht werden." Auch ginge es darum, die Fristen für die Abgabe von Hausarbeiten zu kippen. "Das liegt in der Hand des Rektorats, das hier aktiv werden muss", so Jaglo.
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Autor: Alexandra Sillgitt, Peter Disch
