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31. Mai 2011

DSL-Notstand gehört Vergangenheit an

Schneller Internetzugang in Bettmaringen / Mit Party wird der erfolgreiche Abschluss gefeiert.

  1. Im Namen des Ortschaftsrates Bettmaringen und der Mitglieder der Interessengemeinschaft „DSL Bettmaringen“ dankte Ortsvorsteher Hermann Majocko den Initiatoren der Frauenhofferstiftung, Franz und Regine Frauenhoffer, für ihr Engagement. Zum Abschluss des Projektes „Schnelles Internet“ überreichte Majocko neben Blumen und Vesperkorb ein Bild des Ortsteils Bettmaringen. Foto: Burkhard Hentschel

STÜHLINGEN-BETTMARINGEN. Fehlende oder sehr schlechte Internetverbindung hat im Stühlinger Ortsteil Bettmaringen seit langem für Unmut in der Bevölkerung gesorgt. Anläufe, eine für alle Ortsteile geltende Lösung für schnellen Internetzugang zu erreichen, waren in der Vergangenheit anscheinend fehlgeschlagen, wie Ortsvorsteher Hermann Majocko in seinem Rückblick erläuterte. Somit seien die Bettmaringer Bürger einen eigenen Weg gegangen. Mit der Gründung einer Interessengemeinschaft hatte alles begonnen und am vergangenen Samstag feierten die Mitglieder nebst geladenen Gästen zum Abschluss des Projektes die "DSL-Party" in der Bettmaringer Gemeindehalle.

Aus dem Nähkästchen plauderte Ortsvorsteher Hermann Majocko, als er Entstehung und Ablauf des Projektes nochmals eingehend schilderte. "Ich möchte feststellen, dass bis heute noch keine gesamte Lösung für alle Stühlinger Ortsteile in Sicht ist und es meiner Einschätzung nach auch keine geben wird, da jeder Ortsteil andere Voraussetzungen hat", führte er aus. Und er fuhr fort: "Dieses Kapitel ist für mich und den Ortschaftsrat abgeschlossen, es ist Vergangenheit und soll auch nicht mehr diskutiert werden."

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Bei einer Informationsveranstaltung der Telecom im Januar 2009 gab es ein erstes Angebot, welches jedoch keinen Vertragsabschluss nach sich gezogen hatte. Im neu gewählten Bettmaringer Ortschaftsrat war man sich einig darüber, in Sachen schnelles Internet weiter am Ball zu bleiben. So kam schließlich zum Ende des Jahre die Frauenhofferstiftung mit ins Kalkül und schon zu Beginn des Jahres 2010 stellten Franz und Regine Frauenhoffer ihr Konzept für schnellen Internetzugang dem Bettmaringer Ortschaftsrat vor. Im Gegensatz zur herkömmlichen Kupfertechnik bei der Datenübertragung basiert das angebotene und letztlich realisierte Projekt auf Glasfasertechnologie. Das Konzept der Frauenhofferstiftung be-gründet sich auf der Finanzierung über Spendengelder. Somit konnte die Finanzierung ohne Fördermittel erfolgen.

Für die Mitglieder der Interessengemeinschaft wurde es nun ernst. Der Vertragsentwurf mit der Telecom und der Frauenhofferstiftung war unterschriftsreif und die Finanzierung durch die Interessengemeinschaft stand an. Der Vertrag über 58 344 Euro, finanziert über Spendengelder, konnte dank der Sonderspende über 8000 Euro durch den Ehrenbürger Franz Kehl aus Ludwigshafen, geschlossen werden. Insgesamt haben 93 Mitglieder der Interessengemeinschaft mit Spenden in unterschiedlicher Höhe dieses Projekt ermöglicht.

Auch Franz Frauenhoffer, der mit seinem Engagement die Realisierung vorangetrieben hat, schilderte den Projektablauf noch einmal aus seiner Sicht. Mit der Darstellung seiner Frauenhofferstiftung und der Erläuterung von bereits abgewickelten Abschlüssen, bedankte sich Frauenhoffer für die Initiative der Bürger: "Der Drache DSL Notstand wurde von den Bettmaringern zur Strecke gebracht".

Mit der Unterhaltungskapelle "Die Musketiere" und guter Verpflegung wurde noch gebührend gefeiert, dass die Bettmaringer nun rasant im World Wide Web unterwegs sein können.

Autor: Burkhard Hentschel