Mehr Anreize für junge Ärzte

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 03. September 2018

Stühlingen

Bei Peter Haarmann und Stefanie Kau informiert sich Felix Schreiner über hausärztliche Situation.

STÜHLINGEN (BZ). Die Zukunft der ärztlichen Versorgung wird gerade für Gemeinden im ländlichen Raum immer ungewisser. "Es ist schwierig, Ärzte dafür zu gewinnen, dass sie eine Hausarztpraxis auf dem Land übernehmen", so der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner. Für den CDU-Politiker Felix Schreiner ist die Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum ein sehr wichtiges Thema. Deshalb sucht er regelmäßig das Gespräch mit Ärztinnen und Ärzten, um sich über Lösungsansätze auszutauschen.

Peter Haarmann und Stefanie Kau, die gemeinsam eine Hausarztpraxis in Stühlingen führen, zeigen, dass der Beruf mit Freude, aber auch mit Herausforderungen verbunden ist. Gemeinsam versorgen sie viele Patientinnen und Patienten aus Stühlingen und dem Umland. Derzeit könnten sie keine neuen Patienten mehr aufnehmen, da keine freien Kapazitäten vorhanden seien, berichtet Peter Haarmann.

Im Austausch miteinander sprachen sie über Möglichkeiten, wie Mediziner für eine Arbeit im ländlichen Raum gewonnen werden könnten. So könnten die Zugangskriterien für das Medizinstudium breiter gefasst werden. Neben den Abiturnoten sollte darüber nachgedacht werden, auch soziale Aspekte wie gesellschaftliches Engagement einfließen zu lassen. Auch die Krankenkassen und die Ärztevereinigungen hätten Spielraum, um Anreize zu schaffen, junge Mediziner für den ländlichen Raum zu gewinnen. Peter Haarmann unterstrich, dass Hausbesuche auf dem Land mit einem sehr hohen Zeitaufwand verbunden seien. Eine Änderung des Vergütungssystems, um die Unterschiede zwischen Stadt und Land zu berücksichtigen, wäre ein weiterer Ansatzpunkt zur Verbesserung der Attraktivität der Arbeit eines Landarztes. "Der Austausch bestätigt meine bisherige Haltung. Wir brauchen eine Vielzahl an Änderungen, die dazu beitragen, den Beruf des Hausarztes im ländlichen Raum attraktiver zu machen", so Felix Schreiner. Er habe schon länger befürwortet, die Möglichkeit zu prüfen, Medizinstudenten ein Stipendium anzubieten, wenn sie sich im Gegenzug verpflichten, eine gewisse Zeit im ländlichen Raum tätig zu sein.

"Ich nehme viele Anregungen und Informationen mit in meine Arbeit in Berlin. Die ärztliche Versorgung wird eine wesentliche Aufgabe sein, an der wir in den kommenden Jahren arbeiten müssen", betont CDU-Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner.