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02. Februar 2012
Musiziert wird auf hohem Niveau
Dirigentin lobt die 43 Aktiven des Musikvereins Bettmaringen / Der älteste Verein im Dorf feiert 2013 sein 160-jähriges Bestehen.
STÜHLINGEN-BETTMARINGEN. "Ihr seid alle Top-Musiker", so lobte die seit vier Jahren äußerst erfolgreich agierende Dirigentin Elisabeth Regensburg die 43 Aktiven in den Reihen des Musikvereins "Echo" Bettmaringen. "Mit Stolz, Tradition und Willenskraft konnte der Verein 160 Jahre alt werden", freute sie sich weiter auf die große Geburtstagsfeier mit Bezirksmusikfest im Jahre 2013.
Das Dankeschön der Dirigentin an die Musiker war sicher der bewegendste Moment der Hauptversammlung. "Es ist eine große Ehre, euch zu dirigieren", gab sie die von vielen Seiten nach dem Jahreskonzert erhaltenen Komplimente zurück an das Blasmusikorchester: "Ohne Euch alle ginge es nicht!" Ihre leichte Kritik am noch nicht optimalen Probenbesuch lautete: "Musik muss auch in der Probe gut klingen". Und die dort für die musikalische Leiterin nötige Nervenkraft klang im Bericht der Dirigentin auch schon wieder positiv: "Mit Geduld möchte ich die Kenntnisse für ein höheres Niveau vermitteln."Die Probenstatistik auf den Punkt brachte der zweite Vorsitzende Armin Beck. Für die insgesamt 81 Zusammenkünfte war der durchschnittliche Besuch im letzten Jahr um 4 Prozent auf 79,1 Prozent gestiegen. Bester Probenteilnehmer war mit über 95 Prozent Ernst Kaiser, gefolgt von Karl-Heinz Boll, Gudrun Heer, sowie Andrea und Raimund Boll. Sie erhielten jeweils ein kleines Präsent.
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Auch wenn im vergangenen Jahr keine Jungmusiker neu ins Orchester aufgenommen werden konnten, hatte und hat Jugendleiterin Susanne Wieser alle Hände voll zu tun. Derzeit sind zehn Zöglinge in Ausbildung. Sieben von ihnen sollen im Sommer nach dem Lehrgang für das Bronzene Leistungsabzeichen zu den Aktiven stoßen. Die drei Jüngsten habe ihre Ausbildung erst 2011 begonnen.
Die Generalversammlung war genau der richtige Rahmen für Ehrungen, wie auch für eine Aktualisierung der Vereinssatzung. Seit schon 15 Jahren sind die jungen Musikerinnen Susanne Amann, aktuell an der Bass-Klarinette, und Linda Burger (1. Klarinette) im Orchester aktiv. Beide begannen vor 18 Jahren ihre Ausbildung an der Klarinette bei Susanne Wieser. Nach der Aufnahme bei den Aktiven absolvierten sie ebenso gemeinsam im Jahr 1998 ihr Silbernes Leistungsabzeichen. Mit einer Urkunde und einem kleinen Geschenk bedankte sich Gudrun Heer für ihre Treue sowie für die jeweils vorbildliche Unterstützung der Vereinsführung.
"Formeller Art" waren die Satzungsänderungen, die Gudrun Heer jedoch im Vorfeld viel Arbeit bereitet hatten. So gab es vorwiegend steuerlich motivierte Ergänzungen und Umformulierungen in den Paragraphen zu Ziel und Zweck, Gemeinnützigkeit, Vereinsauflösung, Aufwandsentschädigung, Rechte und Pflichten der Mitglieder wie auch zur Vorstandschaft. Alle Anpassungen wurden von den 38 anwesenden Mitgliedern einstimmig angenommen.
Nach einem Jahr mit 18 öffentlichen Auftritten, die Protokollantin Martina Rogg sehr unterhaltsam vorgetragen hat, wird es 2012 aktiv weitergehen. Trotz der langsam schon anlaufenden Vorbereitungen für die 160-Jahr-Feier wird der MVB Ende Juni endlich einmal wieder einen zweitägigen Ausflug unternehmen. Für 17. März organisiert der Musikverein eine Tanzveranstaltung mit der Band "Runaway" in der Ehrenbachhalle in Weizen. Das Jahreskonzert am 22. Dezember wird in diesem Jahr wieder in der heimischen St. Fridolin Kirche stattfinden.
Trotz ausgiebiger Jugendarbeit sowie der Anschaffung zweier neuer Musikinstrumente, eine Piccoloflöte und eine Klarinette, rutschte die seit 30 Jahren von Raimund Boll geführte Vereinskasse nur wenig ins Minus. Die Teilnahme an den Dorfveranstaltungen, eine DJ-Tanzveranstaltung in Weizen wie auch die Durchführung des Ratsplatzfestes hatten den Grundstock des Erfolgs gelegt. Zudem beteiligten sich die regionalen Banken sowie die Stadt Stühlingen mit dem Vereinszuschuss großzügig an den Kosten der Jugendausbildung.
Ortsvorsteher Hermann Majocko dankte abschließend dem "ältesten Verein im Dorf" als Kulturträger für die Traditionspflege. Selbst noch ein aktiver Blasmusiker, konnte er aus dem Inneren des Musikvereins berichten: "Die Kameradschaft stimmt und wir haben eine Dirigentin mit Fingerspitzengefühl". Da sei es fast schon logisch, dass sich der musikalische Erfolg wieder eingestellt habe.
Autor: Dietmar Noeske
