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10. Februar 2012

Narren setzen neue Akzente

Straßenfasnet mit "Gugg ins Wutachtal" / 48 Zünfte und Fußgruppen beim Umzug am Montag.

  1. Sie sind bereit für die kommende Fasnet: die „Hungrigen Stühlinger“. Foto: Wilfried Dieckmann

STÜHLINGEN. Die "Hungrigen Stühlinger" haben ihr Häs bereits mehrfach gelüftet, jetzt wartet am Samstag, 11. Februar, ab 16 Uhr mit "Gugg ins Wutachtal" Straßenfasnacht der neuen Art auf Guggenmusik- und Fasnachtsfans. Gemeinsam mit den "Heavy Blechis" will die Zunft neue närrische Akzente in der Region setzen. Anschließend eilt sie mit Riesenschritten der Kernfasnacht entgegen.

Richtig los geht es am "Schmutzigen Dunschtig", 16. Februar. Morgens um 6 Uhr werfen die "Narrenwecker" die Stühlinger lautstark aus den Federn. Später treffen sich die Zunftmitglieder zum Schließen der Schulen mit anschließendem närrischen Empfang. Die "16 Zäche" holen gemeinsam mit der Stadtmusik den Narrenbaum um 14.11 Uhr in der Bahnhofsstraße ein, um ihn, begleitet von viel närrischem Volk, der Stadtmusik, dem Hohenlupfen Fanfarenzug und lautstarkem "Zäche ue" um 14.30 Uhr auf dem Marktplatz aufzurichten. Anschließend locken die Gaststätten zum Gässeln. Der Hemdglunkerumzug mit der "Rölli-Musik" beginnt um 19 Uhr am Rathaus und ist mit der Prämierung der schönsten Laterne verbunden. Im Anschluss wartet auf die weißgewandeten Gestalten der große Hemdglunkerball des Akkordeonorchesters – nicht nur dank der "Hohenlupfen Combo" ein Highlight unter den Stühlinger Bällen. Dort geht der erste der stets witzig-spritzigen Programmpunkte bereits um 21 Uhr über die Bühne.

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Am Fasnachtsfreitag, 17.2., besuchen die Hansele gemeinsam mit Stimmungsmacher Freddy Hotz und dem Hohenlupfen Fanfarenzug um 14.45 Uhr die Pflegeeinrichtung "Brunnenwiesen", um einige fröhliche Stunden mit den Senioren zu verbringen. Auch die Jugend kommt an diesem Tag zum Zug: Auf sie wartet ab 18 Uhr die närrische Disco der "Ka-Ju-St Stühlingen" im Konradsaal. Der Fasnachtssamstag beginnt für die "Hungrige Stühlinger" mit dem Umzug in Höchenschwand. Sie starten um 12 Uhr am Johannisbrunnen. Um 20.11 Uhr geht es dann hoch her beim Hausball im "Napoleon". Für Stimmung sorgt die "Hohenlupfencombo".

Einen Tag später gumpen die "Hungrigen" auf den Umzügen in Grimmelshofen, Mauchen und Blumegg. Ab 16.30 Uhr steigt dann das "Oktoberfest" des SV Stühlingen im Konradsaal, der Fassanstich ist um 17 Uhr. Zünftige Überraschungen sind garantiert. Höchster Narrentag ist in der Hohenlupfenstadt traditionsgemäß der Fasnachtsmontag. Er beginnt um 6 Uhr morgens mit dem Wecken durch die "Rölli-Musik". Beim anschließenden Mehlsuppenessen feiert diese kräftig ihren 50. Geburtstag! Um 14.11 Uhr beginnt dann der große Umzug in der Bahnhofstraße, zu dem sich unglaubliche 48 Vereine und Fußgruppen aus nah und fern angemeldet haben. Bei ihm soll auch das diesjährige am Stadtjubiläum orientierte Fasnachtsmotto "An Fasnet sind 750 Johr gar nit so wit, do gibts Kostüme us jedere Zit!" zu Ehren kommen. Ab 12 Uhr sind sämtliche Zelte und Buden entlang der närrischen Meile geöffnet.

Der Fasnachtsdienstag gehört zunächst dem Narrensamen. Für ihn veranstalten die "Hungrigen Stühlinger" um 14.11 Uhr erstmals einen Kinderumzug durch die Hauptstraße, an dem jeder, der Lust hat, teilnehmen kann. Treffpunkt ist beim Kindergarten. Danach gibt es wie immer einen "Überraschungskinderball", der gegen 17 Uhr mit der Fasnachtsverbrennung für die Kleinen im Weiler Tal endet. Für die Erwachsenen wird es um 20.11 Uhr Ernst beim Narrengericht im Gasthaus "Rebstock". Anschließend ist großes Heulen und Wehklagen zu erwarten, wird doch pünktlich um Mitternacht zu den Klängen der "Röllimusik" die Fasnacht verbrannt. Was bleibt den Närrinnen und Narren jetzt noch anderes übrig, als am Aschermittwoch um 17 Uhr im Städtlebrunnen ihre Geldbeutel zu waschen?

Autor: Jutta Binner-Schwarz