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13. April 2017

Sportlich soll es weiter vorangehen

Jugendarbeit bleibt ein zentrales Thema beim FC Weizen / Verein zählt 369 Mitglieder / Renovierungen am Clubheim geplant.

  1. Susi Müllek (Schriftführerin), Jochen Hamburger (neuer Jugendleiter), Jannik Boma (Vorstand Öffentlichkeitsarbeit), Franz Burger (Vorstand Sportbetrieb) wurden einstimmig gewählt. Foto: Andreas Mahler

STÜHLINGEN-WEIZEN. "Blau und Weiss – ein Leben lang", so das Motto des Fußballclubs FC Weizen 1924. Die Ehrungen für langjährige Vereinstreue – für 70, 60, 50, 40 und 25 Jahre Mitgliedschaft – bei der Hauptversammlung im Gasthaus Kreuz zeigten, dass die Vereinsfarben tatsächlich in der Lebenswirklichkeit des Stühlinger Stadtteils fest verankert sind.

Dazu passte, dass Vorstand Jannik Boma aus den vielen Dankeschöns, die er an diesem Abend verteilte, auch Rosmarie Plitz besonders bedachte, die seit über 40 Jahren die Trikotwäscherei verantwortet.

Jugendleiter Uwe Hein unterrichtete über den Stand des Jugendfußballs, bei dem die Junioren der B-, C- und D-Jugend Spielergemeinschaften mit Stühlingen bilden. E- und F-Junioren und die Bambini sind eigenständige Weizener Mannschaften. Der Lebensbogen zum bald 88-jährigen Richard Baschnagel, der für 70 Jahre Mitgliedschaft (siehe Bericht unten) geehrt wurde, ist also gespannt. Einzig die A-Jugend Spielergemeinschaft Weizen-Stühlingen war in der laufenden Saison ein Wermutstropfen und hat sich bedingt durch Verletzungen und Abmeldungen auflösen müssen. In Weizen spielt auch eine Juniorinnenmannschaft, die jetzt als B-Jugend im Bezirk Schwarzwald gemeldet ist, weil die Fahrwege erheblich kürzer als in das Hochrhein-Einzugsgebiet sind. Insgesamt betreut die Jugendabteilung des FC Weizen 79 aktiv spielende Kinder, die aus allen Stühlinger Ortsteilen sowie aus Lembach und Dillendorf kommen.

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Walter Baschnagel berichtete über seine etwas anderen Erfahrungen als Trainer der Weizener Damenmannschaft. Sie sind aus den gleichen Gründen wie die Juniorinnen aus der Hochrhein-Staffel in die Schwarzwald-Staffel gewechselt. Momentan stehen sie auf Tabellenplatz 2. Daniel Leingruber informierte über die 2. Herrenmannschaft, die aus einem 34 Mann starken Kader immer wieder neu zusammengewürfelt wird. Kontinuierliche Arbeit sei schwierig, so Leingruber, aber er will dennoch mit einem guten Mittelfeldplatz in der Kreisliga C abschließen. Nächstes Jahr stehe er allerdings nicht mehr als Trainer zur Verfügung.

Franz Burger informierte an Stelle von Michael Gallmann – neuer, Landesliga erfahrener Trainer der 1. Mannschaft – über die 1. Herrenmannschaft. Nachdem letzte Saison erst im letzten Spiel der Abstieg vermieden wurde, wolle die Mannschaft diese Saison den Klassenerhalt früher sichern. Ziel seien 40 Punkte. Mit bereits 32 Punkten stehen sie derzeit auf dem 8. Platz. Vorstellung und Plan des Trainers seien, dass mit jeder absolvierten Trainingseinheit sich die Spieler verbessern. Spielauffassung von Trainer, Mannschaft und Verein stimmen überein. Im Gegensatz zu Stühlingen scheint sich Weizen derzeit in der Kreisliga A zu etablieren. Klaus Boma rundete die Mannschaftsberichte mit seinen Ausführungen über die "Alten Herren" ab. Diese fängt derzeit nach langer Abstinenz an, den Fußball zu trainieren und sich nicht nur bei geselligen Unternehmungen zu treffen.

Schriftführerin Susi Müllek blickte ins vergangene Jahr zurück. Aufstieg der B-Jugend und Vermeidung des Abstiegs der Herren I am selben Tag war Spannung pur für den Club, die Sportwoche wie immer ein großes Event in Weizen. Zudem war der Sportclub dieses Jahr für die weihnachtliche Theateraufführung in der ausverkauften Halle verantwortlich. Kassierer Cornel Woll gab einen Kassenbericht, der als "wahnsinnig groß für einen kleinen Verein wie Weizen" charakterisiert wurde. Allein die Zahl von 41 Bandenwerbepartner zeigt das Umsatzpotential des FC Weizen an. Stefan Basler, Vorstand Technik, meinte, dass für weitere Renovationen des Clubheims, etwa der Duschen, dessen Wasserzuleitungen stark verrostet sind, mittelfristig einiges Geld investiert werden muss. Weitere Bäume entlang des Ehrenbaches müssen wegen Verschattung des Platzes gefällt werden. Auch er hat angekündigt, nächstes Jahr aus dem Vorstand ausscheiden zu wollen.

Die anschließenden Wahlen brachten die einstimmige Bestätigung von Jannik Boma, der als Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit und von Franz Burger, der als Vorstand für den sportlichen Bereich zuständig ist. Schriftführerin bleibt Susi Müllek. Jochen Hamburger wurde anstelle des ausscheidenden Frank Müller als Jugendleiter gewählt. Eine statistische Information muss noch nachgetragen werden: der FC Weizen hat momentan 369 Mitglieder, darunter elf Ehrenmitglieder. Der Club stellt einen Schiedsrichter, muss also keine Strafzahlungen an den Verband leisten. Im Fazit wies Jannik Boma nochmals auf die Wichtigkeit der Jugendarbeit hin. Sie garantiere langfristig die Existenz des Vereines. Neben Kritikfähigkeit sei die Harmonie im Vereinsleben essentiell. "Man findet nie niemanden, wenn es um anstehende Arbeit geht", so der Vorstand. Das lassen wir als Schlusssatz aus Weizen so stehen.

Autor: Andreas Mahler