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30. Juli 2011
Startschuss für die neue Sportanlage
Rat vergibt Arbeiten / Von Umzäunung der Anlage wird aus Kostengründen Abstand genommen.
STÜHLINGEN. Der Neubau der Sportfreianlage bei der Stadthalle wurde vom Gemeinderat zum Bruttoangebotspreis von 155 759 Euro an die Firma Woll aus Bonndorf vergeben. Von zehn angeschriebenen Firmen hatten nur drei ein Angebot zur Ausführung abgegeben.
Trotz Förderung durch den Sportbund und einer großzügigen Spende von Ehrenbürger Franz Kehl verursacht der Bau nicht im Haushaltsplan gedeckte Mehrkosten in Höhe von 5362,79 Euro. Dabei hatte der Gemeinderat im Vorfeld der Entscheidung schon mehrfach den Rotstift zur Einsparung angesetzt.
Fachmann Horst Neumann stellte die Planungen für eine runde 200-Meter-Laufbahn, die dreibahnige 100-Meter-Laufanlage, die gleichzeitig als Anlauf für die Weitsprunggrube dienen soll, die Kugelstoß- sowie die Speerwurf-Anlage vor. Opfer des Sparzwangs wurde unter anderem die Einfassung der Sprunggrube. Die Instandhaltungspflege soll vom Bauhof in Kooperation mit Vereinen erfolgen.
Der Sportbund begrüßte in einer Stellungnahme die unmittelbare Nähe der Sportanlage zur Stadthalle. Eine mindestens 4,5 Meter breite Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge zwischen Anlage und Halle garantiert einen problemlosen Zugang, so Horst Neumann. Das zu bebauende Flächenstück wird eine spezielle Drainage erhalten, um einen besseren Ablauf von Oberflächenwasser zu gewährleisten. Die Sportrasenfläche im Zentrum der Anlage kann vielfältig genutzt werden. Ein Ballfangzaun ist derzeit aber nicht vorgesehen.
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Kritisch begutachteten die Gemeinderäte, dass der Gewohnheits-Fußweg quer über die künftige Sportanlage verläuft. Auch ein Wanderweg ist über die Wutachbrücke der B 314 ausgeschildert. Hier sah Bürgermeisterin Schäfer eigentlich nur eine "Ideallösung für den Fußweg", die in der Sanierung der gesperrten alten Wutachbrücke bestünde. Diese sei momentan aber nicht finanzierbar.
Die Idee, die Sportanlage durch eine komplette Umzäunung vor unberechtigten Zutritten zu beschützen, fand im Gremium angesichts prognostizierter Kosten von bis zu 50 000 Euro nur wenig Zustimmung. Durch eine teilweise Einzäunung werde jedoch der Fußweg in die gewünschte Richtung gelenkt. Bedenken zu Ballspielen in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 314 zerstreute Horst Neumann. So sei die Anlage hauptsächlich für den Laufsport gedacht. Zum anderen verlaufe die Straße hinter einem hohen Wall.
Die Sportfläche werde künftig nicht mehr für andere Veranstaltungen zur Verfügung gestellt, ließ die Bürgermeisterin wissen. Horst Neumann bestätigte, dass zwischen der Zufahrtsstraße "Am Bahndamm" und der Anlage selbst noch genug Fläche für ein großes Festzelt bleibt.
Autor: Dietmar Noeske
