Lahr

Sturmtief Burglind bringt die Ampel am Sulzer Kreuz zu Fall

Mark Alexander

Von Mark Alexander

Mi, 03. Januar 2018 um 17:40 Uhr

Lahr

Sturmtief Burglind hat am Mittwoch einen Teil der provisorischen Ampel am Sulzer Kreuz umgerissen. Es ist bereits der zweite Fall seit Dezember. Das Landratsamt bessert nun erneut nach.

Es ist kurz vor 9 Uhr am Mittwoch, als ein Autofahrer Richtung Kippenheim abbiegt. Die Warnung vor den Sturmböen hat er im Kopf, das Sulzer Kreuz hat er im Blick. Beim anschließenden Blick in den Rückspiegel sieht er die Fußgängerampel Richtung Fahrbahn kippen. Kurz darauf sieht er, wie der Mast gegenüber ebenfalls ins Wanken gerät und auf die Verkabelung fällt. Ein nachfolgender Autofahrer muss heftig abbremsen.

Auch am 14. Dezember vergangenen Jahres hatte ein Sturm die provisorische Ampel zu Fall gebracht, die das Landratsamt im Juni am Sulzer Kreuz installiert hat. Damals hatte es den großen Ampelmasten erwischt. "Die Ampelanlagen sind auf schweren Sturm ausgerichtet, bis Windstärke zehn", sagt Pressesprecher Kai Hockenjos auf BZ-Anfrage. Dies entspricht 90 bis 100 Stundenkilometern. Sturmtief Burglind hat dies am Mittwoch offensichtlich getoppt. "Wir haben bereits auf den ersten Vorfall im Dezember reagiert", sagt Hockenjos. Damals seien Beton- und Kunststoffringe installiert worden, um der Anlage mehr Standfestigkeit zu verleihen. "Jetzt werden noch größere Ringe installiert." Eine Spezialfirma soll das noch in dieser Woche übernehmen. Am Mittwochnachmittag war die Ampel wieder im Einsatz.

Wird das Provisorium zur Dauerlösung?

Wenn es gerade nicht stürmt, ist das Landratsamt sehr zufrieden mit der neuen Ampel, die für mehr Sicherheit am früheren Unfallschwerpunkt sorgen soll. "Die Situation am Knotenpunkt konnte deutlich entschärft werden", sagt Hockenjos. 95 Prozent der Rückmeldungen zur neuen Ampel seien positiv. Es sei durchaus möglich, dass aus dem Provisorium eine Dauerlösung wird. Derzeit gebe es Gespräche mit der Stadt Lahr und dem Regierungspräsidium.

Burglind-Bilanz: Lahr kommt glimpflich davon

Welche Spuren hat Sturmtief Burglind in Lahr noch hinterlassen? "Wir sind glimpflich davongekommen", sagt Lucia Vogt, Abteilungsleiterin Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Die wichtigste Nachricht: Niemand wurde verletzt. Dafür war der Bau- und Gartenbetrieb immer wieder im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen, beispielsweise bei der Deponie in Sulz, in Hugsweier, bei der Sulzberghalle oder beim Sportplatz in Langenwinkel. Hauptverkehrsstraßen waren nicht betroffen. Laut Betriebsleiter Herbert Schneider gab es auch keine größeren Sachschäden zu beklagen. "Die meiste Arbeit hatten wir mit den gelben Säcken beziehungsweise mit deren Inhalt." Auch der Gemeindevollzugsdienst habe hier mit angepackt, sagt Lucia Vogt. Neben viel Müll wurden einige Holzstücke oder einzelne provisorische Verkehrszeichen von den Straßen geräumt.

Die Einsatzzahlen der Feuerwehr blieben im überschaubaren Bereich. Bis Nachmittag rückten die Wehrleute dreimal aus: In der Klostenstraße hatte sich ein Blech an einem Kamin gelöst, in den Breitmatten in Kuhbach war ein Baum umgestürzt und im Königsberger Ring blockierte ein Baum Garagenzufahrten.

Die Polizei war zwischen 6.45 und 13 Uhr viermal im Einsatz in Lahr: in Hugsweier, am Marktplatz sowie zweimal im Bereich des Flugplatzes. Im Ortenaukreis gab es in diesem Zeitraum rund 30 Einsätze. Meist waren umgestürzte Bäume oder losgerissene Gegenstände der Grund.