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30. Juni 2010
Absolventen im Härtetest
Hilfe für Brennpunktschulen.
FREIBURG (pk). Vom nächsten Schuljahr an sollen herausragende Universitätsabsolventen an Problemschulen in Baden-Württemberg unterrichten. Sie verzichten auf den frühen Karrierestart, um Vorbilder für Kinder aus bildungsfernen Familien zu sein.
Teach first, zuerst unterrichten, heißt die gemeinnützige Bildungsinitiative aus Berlin, die sich bereits in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin engagiert. 63 junge Fellows, wie die Hochschulabsolventen genannt werden, sind in diesem Schuljahr im Einsatz. Mehr als 700 haben sich für einen Einsatz beworben.
Die Idee kommt aus den USA: Dort hat das Programm seit 1990 schon Tausende Eliteabsolventen in die Schulen geschickt, um Bildungsverlierern eine Chance zu geben. US-Studien zeigten, dass die Jungakademiker oft frischen Schwung in die Klassen bringen – und zum Teil bessere Lernergebnisse bei den Schülern erzielen als normale Lehrer.
Es sind Akademiker aller Fachrichtungen, die nach einer praxisnahen Vorbereitung zwei Jahre intensiv und gemeinsam mit den Lehrkräften schwierige Schüler individuell fördern und außerhalb des Unterrichts Angebote machen: Bewerbungstraining, Kunstprojekte, Sport- oder Englisch-Arbeitsgruppen. Bezahlt werden die Fellows vom Kultusministerium, ihre Ausbildung und Betreuung übernimmt die Initiative Teach First, die unter anderem von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert wird. Das Projekt beginnt mit 16 Absolventen. Schulen in Südbaden kommen vorerst aber nicht in den Genuss des Programms.
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Autor: pk
