Baden-Württemberg

AfD-Landeschef Özkara zurückgetreten – neuer Posten in Bayerns Landtag

Jens Schmitz, dpa

Von Jens Schmitz & dpa

Mi, 21. November 2018 um 20:35 Uhr

Südwest

Die Gründe seien beruflicher und familiärer Natur, sagte Özkara am Mittwochabend, und hingen nicht mit seiner Kritik an Alice Weidel zusammen. Er sei jetzt für die AfD im Münchner Landtag tätig.

Update: Baden-Württembergs AfD-Landeschef Ralf Özkara ist nach eigenen Angaben bereits am Dienstag mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Die Gründe seien beruflicher, privater und familiärer Natur, sagte er am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Sein Rückzug hänge nicht mit seinen Äußerungen über die AfD-Fraktionschefin im Bundestag, Alice Weidel, zusammen, betonte er. Nach dem Rückzug Özkaras bleibt Marc Jongen alleiniger AfD-Landeschef.

Zum Thema Spendenaffäre wollte sich Özkara aktuell nur insofern äußern, dass er sicher sei, dass Bundes- und Landesvorstand die Situation vollständig aufklären würden. Weder seitens der Landes- noch des Bundesvorstands habe es Rücktrittsforderungen gegeben, betonte der 48-Jährige, der als Vertrauter von AfD-Bundeschef Jörg Meuthen gilt. Er sei jetzt als Organisationsreferent der AfD-Fraktion im Münchner Landtag tätig.
Rückblick: AfD-Fraktionschefin Alice Weidel gerät wegen einer illegalen Großspende unter Druck. Landeschef Özkara leitet eine Untersuchung ein und fordert – gegebenenfalls – Weidels Rücktritt.

Zuvor hatte Thilo Rieger, Pressesprecher der AfD in Baden-Württemberg, der Badischen Zeitung bestätigt, dass Özkara zurücktreten will. Der Rücktritt erfolge aus privaten Gründen. "Er hat nichts mit der Spendenaffäre zu tun."

Die taz hatte unter Berufung auf Bundesparteichef Jörg Meuthen gemeldet, Özkara ziehe sich als Konsequenz aus der Spendenaffäre um Bundesfraktionschefin Alice Weidel zurück. Für den Fall, dass sie vom Eingang einer illegalen Großspende gewusst habe, hatte er ihren Rücktritt von allen Ämtern und Mandaten gefordert.

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