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29. Juni 2017

Aktivisten stören Transport

Castor-Schiff auf Neckar.

  1. Wie stark ist die Strahlung? Messgerät auf einer Neckarbrücke Foto: dpa

NECKARWESTHEIM (dpa). Begleitet von Protesten ist erstmals in Deutschland hoch radioaktiver Atommüll auf einem Fluss transportiert worden. Aktivisten verzögerten die umstrittene Fahrt des Spezialschiffs vom stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis), als sie sich trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen von einer Neckar-Brücke abseilten. Am Mittwochabend erreichte das Schiff mit drei Castor-Behältern mit ausgedienten Brennelementen schließlich das Zwischenlager in Neckarwestheim.

Der Energieversorger EnBw plant in den nächsten Wochen vier weitere Transporte per Schiff mit je drei Castoren. Damit sollen 342 ausgediente Brennelemente in das 50 Kilometer entfernte Zwischenlager gebracht werden. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) verteidigte den Transport. "Es spricht alles dafür, radioaktive Abfälle von drei auf zwei Standorte zu konzentrieren", sagte er. Durch die Verlagerung der insgesamt 15 Castor-Behälter könnten in Obrigheim "Jahrzehnte früher wieder neue Wiesen entstehen".

Das Umweltministerium teilte am Mittwoch mit, Strahlenmessungen an der Strecke des Transports deuteten auf einen "einwandfreien" Ablauf hin. "Gleiches gilt für das Schiff selbst", hieß es per Twitter-Nachricht.

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Autor: dpa