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13. Januar 2009 16:50 Uhr

Gipfeltreffen im April

Anti-Nato-Demonstranten wollen nicht in Goldscheuer campen

Das Gerangel um die Standorte für die Camps der Nato-Gipfel-Gegner in der Ortenau geht weiter. Das Bündnis der Demonstranten und die Behörden sind sich noch nicht einig geworden.

Vier Wochen vor Beginn einer großen "Anti-Nato-Aktionskonferenz" in Straßburg seien die Verhandlungsergebnis wenig zufriedenstellend, kritisierte das Bündnis "résistance des deux rives" (Widerstand der beiden Flussufer) am Dienstag. Die Gegner des Gipfels, der am 3. und 4. April in Baden-Baden und Straßburg geplant ist, halten den Vorschlag des Karlsruher Regierungspräsidiums für ein Protestcamp bei Goldscheuer südlich von Kehl für indiskutabel.

Behörden wollen keine Lager in Stadtnähe

Der Platz sei acht Kilometer vom nächsten Bahnhof entfernt und werde den Bedürfnissen daher nicht gerecht. Nach Ansicht des Regierungspräsidiums kommen Campvorschläge in Stadtnähe allerdings nicht infrage, weil die Bevölkerung dadurch beeinträchtigt und belästigt werden könnte. "Die angebliche Lärmbelästigung eines Camps beeinträchtigt doch die Bevölkerung weitaus weniger als die Sperrung der halben Innenstadt", bemängelten die Nato-Gegner.

Shuttleservice nicht machbar

"Wenn die Demonstrierenden den halben Tag damit verbringen müssen, um überhaupt zu den Orten des Protestes zu gelangen, wird dieser Campplatz nicht angenommen", kritisierte eine Sprecherin von "résistance des deux rives". "Der Platz ist einfach zu weit weg, von einem leeren Camp hat niemand etwas." Dagegen nähmen die Behörden es hin, dass weite Teile der Innenstadt und der Hafen wegen des Gipfels für die Bevölkerung gesperrt würden. Einig seien sich beide Seiten dagegen, dass ein Shuttleservice finanziell und logistisch nicht umzusetzen ist.

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Autor: dpa