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17. Mai 2017

Atom-Behälter auf dem Neckar

Kritik an Castor-Beförderung.

OBRIGHEIM (dpa). Trotz der Proteste von Atomkraftgegnern hat das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit den Transport von Castor-Behältern mit radioaktivem Müll auf dem Neckar erlaubt. Die Beförderung von 15 Behältern mit 342 Brennelementen vom stillgelegten Akw Obrigheim zum Zwischenlager Neckarwestheim sei genehmigt, teilte die Behörde am Dienstag mit. Es wäre der erste Transport hochradioaktiver Abfälle auf einem deutschen Fluss. Der Termin ist noch offen.

Die EnBW Kernkraft GmbH will noch in dieser Woche mit der Beladung der ersten drei Behälter beginnen. "Wir sind auf den gesamten Ablauf sehr gut vorbereitet", sagte Geschäftsführer Jörg Michels. Das Aktionsbündnis "Neckar castorfrei" kritisierte die Genehmigung scharf und sprach von einer "Entscheidung gegen die Sicherheit". Hingegen sagte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne), er gehe bei der Beförderung von "höchsten Sicherheitsstandards" aus. Die Stadt Neckarwestheim prüft, ob sie per einstweiligem Rechtsschutz die Transporte verhindern kann, so die Heilbronner Stimme.

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Autor: dpa