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18. Juli 2016 15:11 Uhr

Wahl 2017

Bundestagskandidaten: Matern von Marschall nominiert, Gernot Erler zögert

Der Herbst 2017 scheint noch weit entfernt zu sein – aber die Vorbereitungen für die kommende Bundestagswahl laufen. Die ersten Parteikreisverbände nominieren ihre Kandidaten.

  1. Gibt es ein zweites Mal? Auf der Wahlparty der CDU gratuliert SPD-Kandidat Gernot Erler im Jahr 2013 dem siegreichen CDU-Bewerber Matern von Marschall zum Erfolg im Wahlkreis. Foto: Dominic Rock

  2. Matern von Marschall mit seinem damals wichtigsten Wahlkampfutensil, einem Apfel, vor dem Reichstag in Berlin Foto: DBT/Inga Haar

  3. Gernot Erler Foto: dpa

  4. Adrian Hurrle und Marianne Schäfer von der FDP Foto: Jonas Hirt

Die Freiburger CDU benennt mit Matern von Marschall ihren Kandidaten nach dem Motto "never change a winning team". Nach dem Wahlerfolg im Jahr 2013 soll er erneut das Mandat im Wahlkreis Freiburg 281 holen. Bei der vorigen Wahl ist der 53-Jährige erstmals in den Deutschen Bundestag eingezogen.

Gernot Erlers Kandidatur ist fraglich

Ihm gratulierte damals Gernot Erler (SPD), der es nicht geschafft hat, das Direktmandat für Freiburg zu holen. Ob er noch einmal antritt, ist allerdings fraglich. Auf Anfrage der Zeitung "Der Sonntag" sagte er, dass seine endgültige Entscheidung zu einer etwaigen weiteren Kandidatur in den nächsten Tagen und nach parteiinternen Konsultationen falle.

FDP war am schnellsten

Am eiligsten hatte es die FDP in Freiburg: Bereits am Donnerstagabend stand fest, dass der 30-jährige Zahnarzt Adrian Hurrle für sie ins Rennen gehen wird. Der gebürtige Konstanzer, der sich gegen die Mikrosystemtechnikerin Marianne Schäfer sowie den schon bei der Landtagswahl gescheiterten Professor Eicke Weber parteiiintern deutlich durchsetzte, will sich im Wahlkampf für junge Unternehmer und Freiburg als Start-up-City starkmachen.

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Allerdings dürfte es Hurrle schwer haben, auf der FDP-Landesvertreterversammlung am 19. November einen guten Listenplatz in Baden-Württemberg zu ergattern. Denn schon in der unmittelbaren südbadischen Nachbarschaft erwächst ihm harte Konkurrenz: Der FDP-Kandidat im Wahlkreis Lahr-Emmendingen, der erst 25-jährige Jurastudent Felix Fischer, sowie vor allem der Bad Bellinger Bürgermeister Christoph Hoffmann, der im Wahlkreis Lörrach kandidieren wird, gelten für einen guten Listenplatz als höher gehandelt.

Dass Hoffmann, der erst jüngst wegen der Merkel’schen Flüchtlingspolitik aus der CDU austrat, für die FDP kandidiert, kam für einige Beobachter überraschend. Der Lörracher FDP-Kreisvorsitzende, Harry Vogt, erklärte gegenüber der Zeitung "Der Sonntag", seine Partei habe sich um Hoffmann als Kandidaten bemüht, nachdem bekannt geworden sei, der Bad Bellinger Bürgermeister würde der CDU den Rücken kehren: "Hoffmann verfügt über sehr viel kommunalpolitische Erfahrung und ist kompetent in der Wirtschaftspolitik. Davon versprechen wir uns einiges."

Andere Parteien nominieren erst im Herbst

Während die SPD – wie die Grünen, die Linken und die AfD – erst im Herbst ihre Kandidaten nominieren will, steht fest, dass die CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiß (Emmendingen) und Armin Schuster (Lörrach) erneut kandidieren und parteiintern kaum Konkurrenz in ihren Wahlkreisen zu erwarten haben. Spannend werden dürfte die Nominierung des CDU-Kandidaten im Wahlkreis Waldshut. Dort tritt der bisherige christdemokratische Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger nicht mehr zur Wahl an. Seine Parlamentskollegin Gabriele Schmidt, aber auch der CDU-Landtagsabgeordnete Felix Schreiner werden als potenzielle Anwärter gehandelt.
Teile dieses Beitrags sind zuerst am Sonntag, 17. Juli 2016, in unserer Wochenzeitung "Der Sonntag" erschienen. Die Ausgabe zum Download: Der Sonntag, Ausgabe Freiburg, 17. Juli 2016.

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Autor: Toni Nachbar, bz