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28. Januar 2017

Rheintalbahn

Deutsche Bahn und Regierungspräsidium präsentieren Pläne

Die Deutsche Bahn und das Regierungspräsidium Freiburg starten am Montag die Offenlage der Pläne für den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn im Bereich Riegel bis March. Erstmals werden die Pläne auch ins Internet gestellt – wer Einwände hat, muss also nicht mehr ins Rathaus.

Der Bahnabschnitt ist so etwas wie ein Testfall für alle Beteiligten und für das Gesamtprojekt. Christoph Klenert von der DB Projektbau erinnerte bei der Vorstellung der Pläne daran, dass die Planung 2009 weitgehend abgeschlossen war, doch nach Protesten ein Planungsstopp verhängt wurde. Es folgten die Gespräche mit den Bürgerinitiativen, die Beratungen im Projektbeirat inklusive der Zusagen von Bund und Land, sich an Mehrkosten zu beteiligen, um einen verbesserten Lärmschutz zu realisieren. "Jetzt gibt es natürlich die Erwartungshaltung, dass es dann auch bald vorangeht", sagt Thomas Dreßler, zuständiger Referatsleiter beim Regierungspräsidium Freiburg.

In diesem gesamten Abstimmungsprozess sagte die Bahn zu, mit "Vollschutz" zu planen. Das heißt: Der Bau soll so erfolgen, dass Anrainer in keinem Fall Schallschutzfenster einbauen müssen, um die 2014 verschärften neuen Lärmgrenzwerte einzuhalten. Von diesem Vollschutz muss die Bahn im Planungsabschnitt 8.1 an zwei Stellen abweichen, räumt Klenert ein. Dort sind zwei Einzelhäuser betroffen, die Kosten für den Bau von Lärmschutzwänden wären unverhältnismäßig. Auf dem elf Kilometer langen Abschnitt müssen 18 Brücken und Querungen gebaut werden, 2,6 Kilometer Strecke sind von Galerien gesäumt, die teilweise sieben Meter Höhe erreichen. Die Trasse wird neben die Autobahn verlegt, überwiegend in einem Abstand von 15 Metern, aber so, dass ein Ausbau der A 5 auf sechs Spuren möglich bleibt.

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Für Diskussionen könnte sorgen, dass die jetzige Planung in diesem Abschnitt die Trassenführung im Abschnitt bis Offenburg festlegt. Denn bei Riegel verbleibt die Bahnstrecke neben der Autobahn. Im Projektbeirat hat man sich auf diese Trassenführung neben der A 5 bis Offenburg verständigt, mehrere Gemeinden wollen eine alternative Streckenführung verwirklicht sehen und haben bereits Klagen angekündigt.

Im Januar 2018 soll ein Erörterungstermin stattfinden, um die Einwände zu diskutieren, ein Jahr später könnte der Planfeststellungsbeschluss ergehen. Für die weiteren Etappen des Bauabschnitts 8 bis Hügelheim sollen die Pläne noch in den nächsten zwölf Monaten offengelegt werden. Der gesamte Abschnitt Riegel–Hügelheim soll dann 2031 in Betrieb gehen. Ein Link zu den 24 Ordnern mit den Plänen für den Abschnitt Riegel–March sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums zu finden. Eventuelle Einwände müssen bis 27. März erfolgen.

Autor: Franz Schmider