Neuer Trend?

Einbruchserie: Unbekannte durchbrechen Mauern von Supermärkten

Sarah Beha

Von Sarah Beha

Mo, 04. Dezember 2017 um 18:34 Uhr

Südwest

Innerhalb von wenigen Tagen ist es in Südbaden zu vier Einbrüchen in Supermärkte gekommen. Immer zerstörten die Täter dabei die Außenfassaden der Gebäude.

Rund um Teningen schlugen die Diebe gleich zweimal zu: In der Nacht auf Sonntag, den 26. November, bohrten Unbekannte mit einem Bohrhammer Löcher in die Außenfassade des Netto-Marktes in Nimburg (mehr dazu).

Am vergangenen Wochenende wurde in Riegel in den Einkaufsmarkt Treff 3000 im Kleinfeldele eingebrochen. Mittels Blechaufreißer hatten Unbekannte ein Loch in die Stahltüre des Notausgangs geschnitten (mehr dazu).

In Gottenheim wurde die Außenfassade des Netto-Lebensmittelmarkts am Ortsausgang in der Nacht auf Donnerstag beschädigt. Die unbekannten Täter durchbrachen auf der Westseite des Gebäudes die Außenmauer mit Werkzeug und gelangten so in den Bürotrakt (mehr dazu).

Bargeld erbeuteten außerdem unbekannte Diebe in Kippenheim bei Offenburg. Sie hatten zuerst ein Loch in die Außenwand eines Lebensmittelgeschäftes gebohrt und einen im Büro verankerten Tresor aufgeflext (mehr dazu).

Sind Einbrüche direkt durch das Mauerwerk ein neuer Trend? Den könne man noch nicht eindeutig feststellen, sagt Polizeisprecherin Laura Riske vom Polizeipräsidium Freiburg. Bereits in der Vergangenheit habe es ähnliche Fälle gegeben. "Es könnte auch ein Zusammenhang zwischen den Taten bestehen."

Auch wie die Täter konkret bei den Einbrüchen vorgehen, lasse sich nicht eindeutig sagen. "Wir sehen nur das Resultat: ein großes Loch in der Wand." Fest steht allerdings: Die Täter hinterlassen nicht nur das Loch, sondern auch einen hohen Sachschaden. Hinzu kommt noch das erbeutete Diebesgut, das die Täter meist schnell zu Geld machen möchten, sagt Riske.