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19. April 2017 08:53 Uhr

Schrottreaktor

Fessenheim ist nach weiterer Panne wieder vom Netz

Reaktor Nummer eins des Akw Fessenheim steht noch immer wegen einer Störung im nicht-atomaren Teil still. Der Betreiber EDF rechnet damit, die Anlage am Freitag wieder in Betrieb zu nehmen.

  1. Alles unter Kontrolle? (Foto von 1977) Foto: AFP

Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim stehen erneut beide Reaktoren still. Der Betreiber EDF rechnete am Mittwoch damit, dass Reaktor 1 am Freitag wieder in Betrieb genommen werden kann. Dieser musste am Dienstagabend wegen einer Störung im nicht-nuklearen Teil der Anlage angehalten werden. Am Tag zuvor rechnete EDF noch damit, dass Reaktor eins am Mittwoch wieder in Betrieb gehen kann.

Der französische Stromgigant versicherte, dass sich der Stopp nicht auf die Sicherheit und Umwelt auswirke. Es könnten sich über dem Kraftwerk Dampfwolken bilden, die nicht radioaktiv seien. Aus Sicht von Umweltschützern ist die Anlage an der Grenze zu Baden-Württemberg veraltet. Sie befürchten eine Panne. Die deutschen Grünen nennen das Kraftwerk "Schrottreaktor".

Erst Anfang des Monats musste Reaktor 1 für eine gute Woche abgeschaltet werden, weil Wasser ausgetreten war. Der zweite Reaktor steht bereits seit Mitte Juni 2016 still, weil die Atomaufsicht ein Prüfzertifikat entzogen hatte.

Vor eineinhalb Wochen hatte die französische Regierung nach langem Hin und Her die Schließung von Fessenheim offiziell besiegelt. Umwelt- und Energieministerin Ségolène Royal hatte die Abschaltung für Ende 2018 angekündigt. Royal koppelte diese jedoch an die Inbetriebnahme eines neuen Meilers in Flamanville am Ärmelkanal – ein ebenfalls umstrittenes Projekt.

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Die Atomaufsicht prüft dort Materialprobleme. Zudem legten Umweltschützer zur Vorbereitung einer Klage Widerspruch gegen das Projekt ein, wie Greenpeace am Mittwoch mitteilte. Sie wollen damit einen Stopp der Bauarbeiten erreichen.

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Autor: afp, dpa aktualisiert um 17:22 Uhr