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02. März 2012 11:41 Uhr

Adel

Jubiläum im Mai: Haus Baden wird 900 Jahre alt

Mit verwandten und befreundeten Adelshäusern will das Haus Baden am 11. Mai sein 900-Jahre-Jubiläum begehen. Doch mit wem? Das bleibt ein Geheimnis. Noch.

  1. Badens Nachwuchs: Prinz Michael (links) und Erbprinz Bernhard vor dem Familienwappen Frank Vetter Foto: Frank Vetter

BADEN-BADEN. Zu der Matinee im Theater von Baden-Baden – mit Blick auf die Ruine Hohenbaden, Stammburg der Markgrafen – werden auch Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen, kündigte Bernhard von Baden am Donnerstag an. Namen wollte er noch nicht nennen.

"Ich bin kein Fan von Namedropping", wehrte der 41 Jahre alte Erbprinz und Leiter des Familienunternehmens Journalistenfragen ab, "wir werden das spannend machen." Bekanntlich aber hat das Haus Baden enge verwandtschaftliche Bande zum englischen Königshaus – Bernhards Vater Max (79) ist ein Cousin von Prince Charles; auch waren Bernhard und Gemahlin 2011 Gäste bei der Monegassenhochzeit von Albert II. und Charlene.

Von Baden nannte es einen "tollen, glücklichen Umstand", dass das Land Baden-Württemberg ebenfalls in diesem Frühjahr seinen 60. Geburtstag begeht; es war am 25. April 1952 gegründet worden. Mit seinem 900-Jahre-Datum bezieht sich das Haus auf eine Schenkungsurkunde des Salier-Kaisers Heinrich V. vom 27. April 1112. Darin wird der beschenkte Markgraf Hermann II. von Verona erstmals als Markgraf von Baden bezeichnet – nach der Burg Hohenbaden über der heutigen Stadt Baden-Baden.

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Dieser Hermann wiederum war ein Enkel Herzogs Berthold I. von Zähringen. Mithin begeht das Haus Baden laut Prinz Bernhard "den Beginn der territorialen Verbindung zwischen dem Zähringerhaus und dem späteren Land Baden". Eingeladen sind deshalb voraussichtlich auch Repräsentanten weiterer von Zähringern gegründeter Städte wie Bern und Freiburg/CH. Beteiligt ist das Haus auch an einer großen Landesausstellung "Baden! 900 Jahre", die im Frühsommer im Landesmuseum in Karlsruhe öffnet.

Den Zustand des Familienunternehmens bezeichnete der Firmenchef als gut aufgestellt: "Es ist uns gelungen, unsere Hausaufgaben zu machen." Unter Geschäftsführung des Erbprinzen hat das Haus Baden vor Jahren mehrere Schlösser verkauft, darunter 2003 das Neue Schloss zu Baden-Baden und 2009 den größten Teil von Schloss Salem – diesen an das Land. Das Haus sehe, sagte Bernhard, seine Bestimmung in der "Bewirtschaftung von Land, Bäumen und Wein".

So kann das Weingut Markgraf von Baden mit seinen insgesamt 135 Hektar Fläche in der Ortenau und am Bodensee einen Erfolg vermelden: Vor kurzem fand es Aufnahme in den exklusiven Verband Deutscher Prädikatsweingüter VDP, dem weniger als 200 der bundesweit 10 000 Winzerbetriebe angehören.

Autor: Stefan Hupka