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25. Juni 2012 13:30 Uhr
Statistik
Kinderglück mit 70: Späte Väter liegen im Trend
Anthony Quinn wurde mit 81 noch Vater, TV-Moderator Jean Pütz mit 74 Jahren. Auch Franz Beckenbauer und Pablo Picasso gehören zum Kreis der ergrauten Erzeuger. Das können Väter im Südwesten auch.
Oft haben sie schon vor der Geburt ihres Kindes graue Haare: Späte Väter sind auch im Südwesten im Trend. Das Statistische Landesamt zählte 2010 genau 276 verheiratete Väter in Baden-Württemberg, die bei der Geburt ihrer Kinder bereits 55 Jahre oder älter waren. Fünf Männer wurden im Alter von mindestens 70 Jahren (nochmals) Vater, berichtete das Amt am Montag.
Im langjährigen Vergleich zeigt sich die Tendenz zur späten oder zumindest späteren Vaterschaft besonders deutlich unter den 20- bis 35-Jährigen. Hier wurden 1990 noch 80.000 Väter gezählt, 2010 waren es nur noch 37.000. In der Altersgruppe der 35- bis 50-Jährigen waren vor 20 Jahren 26.000 Väter zu finden, jetzt sind es - trotz des allgemeinen deutlichen Geburtenrückgangs - mehr als 32.000 Männer, die erstmals oder erneut Vaterfreuden im reifen Alter erleben.
Als eine der Hauptursachen für diesen Trend gilt die lange und aufwendige Ausbildung, die die Familiengründung erst später attraktiv erscheinen lässt. So ist auch das durchschnittliche Heiratsalter der ledigen Männer binnen zwei Jahrzehnten von knapp 29 Jahren auf derzeit 33 Jahre angestiegen.
Auch bei den Müttern lässt sich das immer spätere Elternglück ablesen. 1980 war eine Mutter bei der Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich 27 Jahre alt, jetzt ist sie statistisch im Schnitt 31 Jahre alt.
Zuletzt hat das Landesamt auch den Altersunterschied der Paare unter die Lupe genommen. Nicht ganz überraschend: Die Alterskluft der Ehepartner war in denjenigen Fällen, in denen der Ehemann bei der Geburt eines Kindes bereits relativ alt war, meist sehr groß. Knapp die Hälfte der besonders alten Väter (55 Jahre plus) hatte Partnerinnen, die mindestens 20 Jahre jünger waren, in acht Fällen betrug der Altersunterschied sogar mindestens 30 Jahre.
Autor: dpa
4 Kommentare
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Detlef von Seggern
Registriert seit: 18.04.2012
Kommentare: 165
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25. Juni 2012 - 14:30 Uhr
Tja, wo die Liebe hinfällt. Muss man aber auch berücksichtigen das es auch gerade Personen aus der Politik-bis in den showbusiness Bereich
hinein sind, welche mehrmals verheiratet waren,bereits erwachsene Kinder haben, und mit der neuen Partnerin, wiederum ein Kind zeugen, und somit Lebenserfahrung mitbringen.
"In den allermeisten Fällen ist doch diesen ergrauten Herrschaften bereits bewusst, das die Erziehung eines Kindes, mit nervlichen Belastungen wie sonstigen Entbehrungen verbunden ist, und sich somit der Verantwortung im bereits hohen Lebensalter bewusst".
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Ilse Schmidt
Registriert seit: 31.07.2010
Kommentare: 305
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25. Juni 2012 - 15:38 Uhr
Vermutlich ist es Kindern am Ende egal, ob sie vaterlos aufwachsen, weil Papa immer im Büro hockt, oder bereits unter der Erde liegt, wenn sie aus dem Kindergarten kommen. Aber: Mal abgesehen davon, dass ich als Frau im fortpflanzungsfähigen Alter einen Vater von 70 aufwärts für meine Kinder ziemlich unappetitlich fände, stelle ich es mir auch ziemlich doof für die Papis im Opaalter vor, wenn sie dauernd auf ihre hübschen Enkelchen angesprochen werden. Wie sollen sie da noch die Illusion der eigenen Unsterblichkeit aufrecht halten? Dafür gibt es keine blauen Pillen!
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Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 3969
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25. Juni 2012 - 16:49 Uhr
Bei der zu erwartenden Altersarmut und dem Aufschub des Renteneintrittsalters bis - aktuell diskutiert - hin zu 70 Jahren ist es doch kein Wunder, wenn man seinen finanziell mauen Lebensabend mit ein bisschen Kindergeld und Herdprämien aufbessern will. Ein Trend auf der einen Seite erzeugt eben halt auch Trends an einer anderen Stelle im gesellschaftlichen Spektrum.
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Roman Weingardt
Registriert seit: 02.12.2010
Kommentare: 3198
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25. Juni 2012 - 23:12 Uhr
@ Ammar Ulabi
So sieht wohl die Gegenbewegung gegen Altersarmut aus! Kinderzeugen bis der Sensemann kommt! Diese Trendwelle, welche viele Rechtskonservative eher den islamischen Migranten zuschreiben, ist anscheinend auch schon auf deutsche Kreise übergeschwappt! Mal was anderes, wie laufend die Trends aus Amerika!
;-))
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