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26. November 2013 07:49 Uhr

Finanzierung

Land gibt dem Frias Planungssicherheit

Das interdisziplinäre Vorzeigeinstitut der Uni Freiburg kann weitermachen. Wissenschaftsministerin Bauer gab dem Frias für die nächsten Jahre Planungssicherheit.

  1. Theresia Bauer Foto: dpa

Die Grünen-Politikerin sagte der Universität am Montag, ohne Verhandlungen mit dem als Mitfinanzierer eingeplanten Bund abzuwarten, 3,6 Millionen Euro für die Jahre 2015 bis 2017 zu. "Ein historischer Moment", frohlockte Rektor Hans-Jochen Schiewer im Gespräch mit der Badischen Zeitung.

Bis November 2014 gilt nach dem Verlust des Exzellenzstatus der Uni Freiburg im Vorjahr noch eine Übergangsfinanzierung, dann springt bis Jahresbeginn 2015 das Land mit weiteren 200 000 Euro ein.

Allerdings ist das neue Frias (Freiburg Institute for Advanced Studies) notgedrungen eine stark verschlankte Version des ursprünglichen Instituts. Aus ehedem vier "Schools" (Schulen für Geschichte, für Sprache und Literatur, für Lebenswissenschaften und für Materialforschung) werden zwei "Kernbereiche" – einer davon Geisteswissenschaften, der andere Technik- und Naturwissenschaften. Zwei Häuser, darunter die schmucke "Stadtvilla" der Historiker, werden geschlossen. So spart das neue Frias II gut 50 Prozent des vormaligen Budgets, will jedoch bis zu 80 Prozent der bisherigen Zahl von "Fellows" (Gastforscher) beschäftigen.

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Schiewer zeigte sich zuversichtlich, dass das Frias auch nach 2017 Perspektiven habe. Die "hochspannenden" Verhandlungen in Berlin um Lockerung des Kooperationsverbots von Bund und Ländern in der Bildung ließen an langfristige Garantien für derartige Institute denken. Schiewer kündigte an, dass ein neues Frias-Direktorium nunmehr noch vor Weihnachten eingesetzt werden könne.

Autor: Stefan Hupka